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Anthophila fabriciana

Anthophila fabriciana (Phalaena fabriciana Linné, 1767) ist eine Art aus der Ordnung Lepidoptera, Familie Choreutidae.

Inhaltsverzeichnis

Verbreitung, Lebensraum und Phänologie

A. fabriciana ist in Salzburg weit verbreitet und häufig und wurde bereits in allen Landesteilen nachgewiesen (Embacher et al. 2011). Die Höhenverbreitung ist bisher von rund 400 bis 1800 m dokumentiert, die Art fehlt also nur in der alpinen Zone. Bezüglich des Lebensraumes scheinen die Tiere wenig anspruchsvoll zu sein. Sie wurden sowohl im Siedlungsgebiet, als auch in natürlichen, gehölznahen Biotopen, wie Waldrändern, Galeriewäldern, Mischwäldern und Schlagfluren nachgewiesen und kommen gelegentlich auch auf angrenzenden Felsbiotopen oder Almwiesen vor. Hier fliegen die Imagines in zwei Generationen pro Jahr im Mai, Juni, sowie von Juli bis September (alle Informationen nach Kurz & Kurz 2017).

Biologie und Gefährdung

Die Imagines sind tagaktiv. Der Flug konnte von 11 bis 17 Uhr MEZ dokumentiert werden, die Nahrungsaufnahme von 11 bis 15 Uhr MEZ. Als Nektaquellen nutzen die Tiere offen zugängliche Blüten wie Angelica sylvestris (Wald-Engelwurz), Eupatorium cannabinum (Gewöhnlicher Wasserdost), Leucanthemum sp. (Margeriten-Arten), Mentha longifolia (Rossminze), Ranunculus acris (Scharfer Hahnenfuss), Senecio cacaliaster oder Solidago canadensis (Kanadische Goldrute). Hierbei treten sie wegen Nutzung der gleichen Nektarquellen in Konkurrenz zu Chersotis cuprea, Euplagia quadripunctaria, Glyphipterix simpliciella, Melitaea athalia, Perizoma verberatum, sowie verschiedenen, nicht näher bestimmten Syrphidae (Schwebfliegen, alle Angaben nach Kurz & Kurz 2017). Nach Diankonoff (1986) leben die Raupen im Mai, Juni, sowie im August in einem leichten Gespinst zwischen Blättern ihrer Nahrungspflanzen. Diese sind Brennnessel (Urtica dioica), Aufrechtes Glaskraut (Parietaria officinalis) oder Knoten-Beinwell (Symphytum tuberosum). Die Puppe ruht in einem spindelförmigen, weißen Gespinst. Wegen der weiten Verbreitung und der geringen Ansprüche an einen bestimmten Lebensraumtyp wird A. fabriciana in Salzburg als ungefährdet eingestuft.

Weiterführende Informationen

Weitere Bilder

  Anthophila fabriciana – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Quellen

  • Diakonoff, A. 1986. Glyphipterigidae auctorum sensu lato. - In: Amsel, H. G., F. Gregor, H. Reisser & R.-U. Roesler. Microlepidoptera Palaearctica. Bd. 7, vol. 1, G. Braun, Karlsruhe, 436 pp.
  • Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2017. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 24 Juli 2017].