Bachökoch

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Das Bachökoch ist im Pinzgau die traditionelle Speise, die am Heiligen Abend zubereitet und zu Mittag gegessen wird.

Hintergrund

In früheren Zeiten war der Hl. Abend ein christlicher Fasttag. Fasttag bedeutete einmalige Sättigung und fleischloses Essen. Da die meisten Menschen bis nach dem Zweiter Weltkrieg ohnehin über wenig Mittel verfügten, war die Fleischlosigkeit eher die Normalität als die Ausnahme und daher kein allzu großes Opfer, wohl aber die nur einmalige Sättigung.

An besonderen Tagen im kirchlichen Jahreskreis wie dem 24. Dezember gab es brauchgemäß spezielle Speisen. Das Bachökoch zählt zu diesen und damit zu den Bräuche im Salzburger Land. Bei der Zubereitung gibt es regional kleine Unterschiede. Das unten wiedergegebene Rezept für ein Oberpinzgauer Bachökoch stammt aus dem Taxenbacher Kochbuch und ist von Rosl Hofer.

Oberpinzgauer Bachökoch

  • Zutaten: 2 l Milch, 5 dag Butter, 20 dag Mehl, Salz, anis, Muskat.
  • Belag: 5 dag Butter, 3 geh. EL Mehl, 3 EL Zucker, 3 EL Bienenhonig, 1 Prise Salz, Wasser nach Bedarf.
  • Zubereitung: In einer Eisen- oder Kupferpfanne einen Esslöffel Mehl in Butter anschwitzen lassen, mit Milch aufgießen und aufkochen lassen. Salzen, Anis und Muskat dazu geben und das restliche Mehl mit wenig Milch zu einem Teig glatt rühren und in die kochende Milch einrühren. Bei kleiner Flamme eine halbe Stunde einkochen lassen.
  • Für den Belag wird Butter mit Mehl und Zucker hellbraun geröstet und mit soviel Wasser aufgegossen, dass ein dickflüssiger Brei entsteht. Honig und eine Prise Salz beifügen und den Belag über das Koch schütten.

Quellen

  • Taxenbacher Kochbuch, überarbeitete 2. Auflage, Rezepte von Taxenbacherinnen und Taxenbachern, HG Gemeinnütziger Verein „Arbeitskreis 3. Welt Taxenbach“ im Eigenverlag 1989. Der Reinerlös des Kochbuchverkaufes wurde für Entwicklungsprojekte gespendet.