Bernhard Stöger

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Bernhard Stöger OSB (* 12. Jänner 1757 in Passau; † 6. Mai 1815 in Bogen bei Straubing) war ein deutscher katholischer Theologe und Professor an der Benediktineruniversität Salzburg.

Leben

Stöger trat am 7. Oktober 1776 im Benediktinerkloster Oberalteich in den Benediktinerorden ein. Hier absolvierte er seine Studien und setzte sie im Kloster Sankt Emmeram in Regensburg fort. Er studierte Mathematik, Geschichte, orientalische Sprachen, Dogmatik, Ethik und Kirchenrecht. 1780 las er seine erste Messe als Priester. Bis 1785 war er Priester an der Wallfahrtskirche Bogenberg. Daneben unterrichtete er in seinem Heimatkloster Mathematik, Philosophie und orientalischen Sprachen.

1785 wurde er an die Benediktineruniversität Salzburg berufen, wo er 16 Jahre theoretische Philosophie lehrte. Er verwaltete aber auch seit 1792 das Sekretariat der Universität und übte seit 1797 das Predigtamt in der Universitätskirche aus. Am 17. August 1801 ging er ins Kloster Oberaltaich zurück und war dort Klosterpropst. Nach der Säkularisation Oberaltaichs wurde er Professor für griechische und römische Literatur am Gymnasium in Dillingen an der Donau und 1805 dort Rektor. 1809 übernahm er die gleichen Ämter am Lyzeum in Straubing. 1811 wurde das Lyzeum geschlossen und Stöger übernahm die Stelle eines Studiendirektors und Professors in Passau. Sein Gesundheitszustand zwang ihn 1813, sein Rektorat niederzulegen und 1814 auch die öffentlichen Vorlesungen auszusetzen. Ihm wurde von der bayrischen Regierung ein Kanonikat in Mattsee verliehen, aber bevor er das Amt antreten konnte, ereilte ihn der Tod.

Werke (Auswahl)

  • Tentamen finale publicum ex linguis hebraica et graeca. Straubing 1783
  • Sätze aus der reinen Mathematik, zur öffentlichen Prüfung im Stift Oberaltaich vorgelegt. Straubing 1783
  • Positiones ex Hermeneutica sacra Veteris et Novi Testamenti. Regensburg 1784
  • Synopsis institutionura philos. prima anni parte exposuit tentamini publico. Regensburg 1785
  • Anleitung zum Studium der theoretischen Philosophie, für seine Zuhörer in Privatstunden. 1. Bd. Logik. Salzburg 1789; 2. Bd. Metaphysik. Salzburg 1791 (Online); 3. Bd. Anthrophologie. Salzburg 1795
  • Ueber die Frage: Welcher Lehrvortrag in der Philosophie ist auf deutschen Universitäten der nützlichere, der deutsche oder der lateinische? Eine Vorlesung bei der Eröffnung der Collegien. Salzburg 1790
  • Harmonie der wahren Grundsätze der Kirche, Moral und Vernunft, mit der bürgerlichen Verfassung des Clerus in Frankreich u.s.w. Aus dem Französischen übersetzt von B. S. Salzburg 1792

Quellen

  • Judas Thaddäus Zauner: Verzeichniß aller akademischen Professoren zu Salzburg vom Jahre 1728 bis zur Aufhebung der Universität, Salzburg 1813