Gelbbauchunke

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Die Gelbbauchunke (Bombina variegata), auch Bergunke genannt, gehört innerhalb der Klasse der Amphibien zur „urtümlichen“ Familie Bombinatoridae und zur Gattung der Unken.

Beschreibung

Die gelbe Färbung des Bauches sowie auch der Innenseiten der Gliedmaßen und der Finger und Zehen war namengebend. Die Körperlänge beträgt 3,5 bis 5,6 cm, der Körper erscheint gedrungen, die Oberseite ist unauffällig braun mit zahlreichen Warzen und die Pupillen sind herzförmig.

Fortpflanzung

Ihre Rufe sind im Gegensatz zur Rotbauchunke, die über Schallblasen verfügt und in Salzburg nicht vorkommt, recht leise. Es handelt sich um ein dumpfes, aber melodiöses uh… uh…, das mehr als 40 Mal pro Minute zu hören ist. Oft lösen ergiebige Regenfälle, die die für die Fortpflanzung benötigten Kleinstgewässer produzieren, die Rufbereitschaft aus. Die Männchen klammern die Weibchen nicht wie bei den echten Kröten oder den meisten Fröschen hinter den Vorderbeinen, sondern in der Hüftregion.

Die Eier werden vom Gelbbauchunkenpaar in Klumpen von zwei bis zu 30 Eiern an unter Wasser vorhandene Strukturen wie Grashalme etc. gehängt. Die Hauptlaichzeit reicht von Mai bis Juni. Die Kaulquappen schlüpfen bereits nach zwei bis drei Tagen. Die Dauer des Larvenstadiums liegt meist zwischen 41 und 67 Tagen. Die Jungunken haben dann eine Länge von zwölf bis 16 Millimetern. Sie erreichen die Geschlechtsreife nach ein oder zwei Wintern. In Gefangenschaft können Gelbbauchunken ein hohes Alter erreichen. Ein Tier wurde nachweislich 27 Jahre alt.

Bemerkenswertes

Die Gelbbauchunke wurde zum Lurch des Jahres 2014 ernannt. Sie ist zwar europaweit noch nicht vom Aussterben bedroht, gilt aber als gefährdet. Es sind die üblichen Ursachen, die ihren Lebensraum vernichten: das Trockenlegen saurer Wiesen, die Verrohrung kleiner Bäche und Gräben und die Verbauung von Fließgewässern. Daher sollten neben der Vermeidung der oben erwähnten Maßnahmen auch Radspurtümpel nicht entwässert und während des Sommers nicht durchfahren werden, um die Wasserverdrängung zu vermeiden und Unken und Kaulquappen nicht zu töten.

Die Gelbbauchunke kommt u.a. noch im Bereich des geschützten Landschaftsteiles Lucia Lacke in Niedernsill vor.

Quellen