Gertrude Hillinger-Diener-Brunnen

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Gertrude Hillinger-Diener-Brunnen mit wasserspeienden Fischen
Lage des Gertrude Hillinger-Diener-Brunnen auf Googlemaps
Der Gertrude Hillinger-Diener-Brunnen im Juli 2019 bei Nacht.
Detail des Gertrude Hillinger-Diener-Brunnens, Detail des Putto mit Fischen von Gertrude Diener.

Der Gertrude Hillinger-Diener-Brunnen ist ein Brunnen in der Stadt Salzburg am Kajetanerplatz am Rande des Kaiviertels in der Altstadt.

Beschreibung

Seit der Zeit vor Errichtung der Stadtmauer stand an diesem Standort in einem "Paradiesgärtlein" ein Schöpfbrunnen. Der heutige Brunnen wurde 1957 auf Bemühungen von Gertrude Diener, die ihr Werk Putto mit Fischen nannte.

Der Brunnen besteht aus drei Ebenen: unten steht ein recht- bzw. achteckiges Brunnenbecken auf einem recht- bzw. achteckigen Podest. Darin steht ein kelchförmiges ovales Brunnenbecken. In diesem wiederum steht eine kreuzförmige Brunnensäule auf der sich eine Bronzeskulptur befindet. Der Brunnen zeigt ein von Fischen umspieltes kleines sitzendes Mädchen (Putto), das von der Höhe der Brunnensäule verträumt auf das in zwei Kaskaden herabfließende Wasser und die umherspringenden Fische niederblickt.

2014 wurde der Brunnen von einem ausländischen alkoholisierten KFZ-Lenker beschädigt und musste deshalb Instand gesetzt werden.[1]

Neugestaltung und Diskussion

Die Versetzung des Brunnens am Kajetanerplatz und insbesondere seine - urheberrechtlich bedenkliche - Umgestaltung lässt die Wogen hochgehen. Ursprünglich war gedacht, die Brunnensäule samt der Plastiken in die Mitte eines neuen und größeren Brunnenbeckens zu verschieben und Fontänen hinzuzufügen.[2][3] Im jüngsten Entwurf zur Neugestaltung des Platzes ist ein Fontänenbrunnen ohne Säule geplant und nur der Putto sitzt auf einer Sitzbank. Die fast vollständige Abtragung und Devastierung des Brunnens und der Ersatz mit einer planschbeckenartigen, räumlich versetzten Brunnenanlage, in die der Putto hineingesetzt werden soll, zerstört das bisherige architektonische Konzept in vertikaler Ausrichtung mit abgestuften Wasserbehältern und harmonischen Wassereffekten, meint dazu die Schreiberin eines Leserbriefes.[4]

Die Pläne der Architekten zur Platzgestaltung müssten erst im Detail ausgearbeitet werden, sagte Baustadträtin Martina Berthold (Bürgerliste). Die Idee, die Skulptur abzunehmen und auf eine der Sitzbänke zu geben, sei keineswegs in Stein gemeißelt. Wie der Brunnen genau ausschauen werde, sei noch offen. "Mir ist aber wichtig, dass der neue Brunnen klimatisch wirkt und einen Abkühlungseffekt hat." Daher soll das Wasser künftig nicht von oben kommen, sondern in Form von Fontänen aus dem Boden des Beckens schießen.[5]

Quellen

Einzelnachweise