Gschoder-Kasten

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Der Gschoder-Kasten ist ein Getreidekasten in der Lungauer Marktgemeinde St. Michael im Lungau.

Geschichte

Der Kasten stammt aus dem 18. Jahrhundert und ist mit seiner gedrungenen Form atypisch für den Lungau. Diese Bauform ist nur noch beim ca. 1,5 km entfernten Krump-Kasten beim Auenschuster zu sehen.

Beschreibung

Der Kasten steht in der Ortschaft Fell zwischen der Tauernautobahn und dem Zederhausbach. Der Kasten misst sechs mal 6,70 m (Höhe 7,20 m errichtet) und steht östlich vom Bauernhaus. Die Steinwände haben eine Stärke von 65 cm und sind verputzt und gekalkt. Reste von Bemalungen und Ornamente sind unter dem vielfach ausgebesserten Putz sichtbar.

Durch die segmentbogige Tür gelangt man in den dreistöckigen Kasten. Der Kellerraum mit Erdboden ist für die Lagerung von Kartoffeln und Gemüse vorgesehen und wurde erst nach dem Zweiten Weltkrieg ausgehoben. Er ist über eine Stiege innerhalb des Kastens zugänglich. Eine Holzstiege führt in den ersten Stock mit Holzboden. Hier sind die Getreidetruhen und Vorrichtungen zum Aufhängen vom Speck zu sehen. Abgeschlossen ist der Raum mit von der Traufe zur Spitze liegenden Holzbrettern. Auf diesen liegen quer die Ansen und darauf das Bretterdach als Satteldach. An der hölzernen Eingangstür sind außen Sensen und andere Metallteile aufgenagelt.

Quelle