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Hans Zyla

Hans Zyla

Hans Zyla (* 5. September 1919 in Aichhof bei Schwechat, Niederösterreich; † 15. Februar 1999 in Salzburg) war Baukaufmann, Landtagsabgeordneter sowie Erster und Zweiter Präsident des Salzburger Landtages.

Leben

Zyla besuchte von 1925 bis 1929 die Volksschule in Schwechat (Niederösterreich). Nach der Matura am Neuland-Gymnasium in Wien XIX absolvierte er das Studium der slawischen Sprachen, Literatur und Kulturgeschichte an den Universitäten Prag und Wien. Es folgten das Dolmetscherdiplom und die Lehrberechtigung. 1940 musste Zyla zum Kriegsdienst in die Deutsche Wehrmacht einrücken. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war er bis 1949 als Lehrer an der Handelsakademie in Salzburg tätig. Von 1949 bis 1960 arbeitete er als Kammersekretär und Bildungsreferent in der Salzburger Landarbeiterkammer. Ab 1960 folgten Tätigkeiten als Vorstandsmitglied und Geschäftsführer bei verschiedenen Wohnbauunternehmungen (u. a. Bautreuhand-WEB-IMMAG).

Hans Zyla galt als Gründervater des Bauimperiums Bautreuhand und WEB. Er war einer der Angeklagten in Österreichs größtem Wirtschaftsstrafverfahren rund um das Bautreuhand-WEB-IMMAG-Imperium im WEB-IMMAG-Bautreuhand-Skandal. Er war jedoch aus gesundheitlichen Gründen nicht verhandlungsfähig und deshalb vom Verfahren ausgenommen worden. Siehe WEB-Prozess.

Politische Laufbahn

1949 bis 1955 stand Zyla der Österreichischen Jugendbewegung als Landesobmann von Salzburg vor. Als Bezirksobmann des ÖAAB im Flachgau wirkte er von 1949 bis 1959. Zyla wurde für die dritte Gesetzgebungsperiode des Salzburger Landtages als Landtagsabgeordneter gewählt und am 11. Dezember 1954 als solcher angelobt. Bis zum 15. Mai 1979 blieb er als ÖVP-Abgeordneter im Salzburger Landtag. 1959 wechselte Zyla als Bezirksobmann des ÖAAB in die Stadt Salzburg. Von 1961 bis 1982 war er zudem als Bezirksparteiobmann der ÖVP Salzburg-Stadt tätig. Von 1963 bis 1965 bekleidete er das Amt des Klubobmanns des ÖVP-Landtagsklubs. Zyla war wechselnd Zweiter Landtagspräsident-Stellvertreter, Landtagspräsident, erster Landtagspräsident-Stellvertreter und Dritter Landtagspräsident. Ab 1966 war Zyla Vorstandsvorsitzender der Salzburger Sparkasse sowie ab 1961 Aufsichtsratsvorsitzender der Salzburger Flughafenbetriebsgesellschaft.

Für seine verdienstvolle Arbeit wurde Zyla 1969 mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen mit Stern für Verdienste um die Republik Österreich und 1974 mit dem Großen Ehrenzeichen des Landes Salzburg ausgezeichnet.

Quellen

  • Voithofer, Richard: Politische Eliten in Salzburg. Ein biografisches Handbuch. 1918 bis zur Gegenwart. Wien – Köln – Weimar (Verlag Böhlau) 2007. Schriftenreihe des Forschungsinstitutes für politisch-historische Studien der Dr.-Wilfried-Haslauer-Bibliothek, Band 32. ISBN 978-3-205-77680-2. S. 263 und Aktualisierungen durch den Verfasser (Stand Februar 2015)
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