Immobilien Peter Marterbauer

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Das Unternehmen Immobilien Peter Marterbauer war ein Salzburger Immobilien- und Hausverwaltungsunternehmen in der Stadt Salzburg in der [[Nonntaler Hauptstraße] 1.

Geschichte

Der Vater von Peter Marterbauer, Kommerzialrat Helmut Marterbauer führte bis zu seiner Pensionierung das bekannte Salzburger Kommerzialrat Helmut Marterbauer Immobilien Gesellschaft m.b.H.-Unternehmen in der Getreidegasse 50. Allerdings stand dieses zum Zeitpunkt der Schließung von Immobilien Peter Marterbauer mit diesem in keinen wirtschaftlichen Zusammenhang mehr.

Peter Marterbauer, der Sohn von Helmut Marterbauer, hatte sich nach dem Auffliegen vom Fehlen mehrerer Millionen Euro von Treuhandgeldern, im August 2005 umgebracht. Daraufhin wurde das Konkursverfahren eröffnet. Die Firma Marterbauer hatte zum damaligen Zeitpunkt rund 3 000 Objekte betreut. Die Mieter von fünfzig Wohneinheiten, die Peter Marterbauer an ein Salzburger Wohnbauunternehmen zur Verwaltung übergeben hatte, mussten feststellen, dass von in ihren Instandhaltungsfonds anstatt 25.000 nur 2.000 Euro auf dem Konto lagen. Weitere rund 200 Wohnungseigentümer bangten um ihr Geld. Insgesamt rund 3 000 waren von dieser Insolvenz betroffen[1]

Untersuchungen ergaben, dass auf 70 Treuhand-Konten der Hausverwaltung nach Angaben von Masseverwalter Wolfgang Lirk insgesamt 336.000 Euro fehlten. Ein Guthaben von 65.000 Euro hingegen wurde auf anderen Konten gefunden. Bei der Salzburg AG und der Stadtverwaltung waren Forderungen von mehr als einer halben Million Euro noch unbeglichen. Das Stadtsteueramt hatte noch offene Forderungen von 74.000 Euro. Mehrere hunderttausend Euro an Grundsteuer, Kanal und Wasser wurden nur Wochen später fällig.

Auf über 3 Mio. Euro belief sich Anfang September 2010 der Schuldenstand nach Angaben des Masseverwalters. Über einen Härtefonds - an dem sich u. a. das Land Salzburg sowie der Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder beteiligt hatten - wurde versucht, die betroffenen Mieter, Wohnungseigentümer sowie Professionisten schadlos zu stellen. Es kam zu einer raschen unbürokratischen Soforthilfe. Die Stadt Salzburg verzichtete bei Betroffenen überdies auf die Zahlung ausstehender Gebühren.[2]

Als Konsequenz dieses Ereignisse wurden Immobilienverwalter, aber auch Immobilienmakler und Bauträger gesetzlich verpflichtet, ab 2008 eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung zum Schutz der Interessen von Mietern und Wohnungseigentümern abschließen.[3]

Quellen

Einzelnachweise

  1. Quelle www.salzburg.gv.at pdf, abgefragt am 16. November 2017
  2. Quelle www.parlament.gv.at
  3. Quelle www.salzburg24.at, abgefragt am 16. November 2017