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Kalvarienberg Zell am See

Zell am See. Calvarienberg. Historische Ansicht mit Kalvarienbergkirche und Einsiedelei. Aufnahmedatum nicht bekannt.

Der Kalvarienberg in Zell am See wurde in den Jahren 1756 bis 1770 von einheimischen Künstlern errichtet.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Kalvarienberg liegt am Westufer des Zeller See über der B 311 an steilem Hang beim Beginn der Müller-Promenade nahe der Einödsiedlung. Schon 1756 errichteten einige Personen fünf gemalte Bilder des Leidens Christi, „damit die Christenmenschen das Leiden und Sterben des Herrn nicht außer Acht lassen.“ Das Kalvarienbergensemble bestand ursprünglich aus acht Kapellen. 1779 und 1780 wurde die Kalvarienbergkirche und eine Einsiedelei errichtet. „Hans Braidfueß von Glemb hat 1756 die Klause erbaut, die Burgerschaft stellte ihm das Holz, die Bodner sorgten für seinen Lebensunterhalt.“ Die Aufgabe des Einsiedlers war es die Kirche zu betreuen. 1923 wurden die acht Kapellen mit neuen Holzstatuen ausgestattet, nur die Kreuzigungsgruppe mit ihren sechs Figuren stammt aus dem Jahr 1775.

Hochwasser und Straßenbau

Das Hochwasser im Jahr 1966, das in Zell am See großen Schaden anrichtete, setzte auch der Kalvarienbergkirche zu. 1967 fielen die Kirche und die Einsiedelei der Verbreiterung der Straße zum Opfer. Gleichzeitig wurde der Kalvarienberg von der Kirche der Obhut der Stadtgemeinde Zell am See übergeben. Die Statue des Geißelheilandes, sowie die Statuen der Heiligen, die zur Ausstattung der Kirche gehörten (hl. Josef, hl. Margaretha, hl. Rupert, hl. Virgil) befinden sich seither in der Stadtpfarrkirche St. Hippolyth in Zell am See. Die Darstellung des Fegefeuers wird in der Marienkapelle aufbewahrt.

Renovierung

Im Jahr 2003 wurde das Kalvarienbergensemble im Auftrag der Stadtgemeinde renoviert.

Bildergalerie

Quellen