Karin Buchart

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Karin Buchart

Dr. Karin Buchart, geb. Bauer (* 16. Dezember 1963 in Unken, Pinzgau), ist eine ehemalige aktive Sportschützin und selbstständige Ernährungswissenschafterin.

Leben

Karin Buchart besuchte nach der Volksschule Unken und der Hauptschule in Lofer das BORG in der Josef-Preis-Allee in Salzburg. Nach der Matura studierte sie Ernährungswissenschaften in Wien. Sie isst gerne Fisch, trinkt am liebsten gespritzten Apfelsaft und verbringt den Urlaub bevorzugt im Norden, weil sie Hitze nicht mag. Zu ihren Hobbys zählen Laufen und Lesen. Karin Buchart ist verheiratet und hat mit ihrem Mann zwei erwachsene Töchter.

Vorgestellt

Bis vor wenigen Jahrzehnten haben sich die Leute in abgelegenen Regionen bei Verletzungen und Krankheiten mit selbst gemachten Salben und Tinkturen behandelt. Ärztliche Hilfe war dort nicht verfügbar. Teilweise existiert dieses Wissen heute noch. Im Pinzgauer Saalachtal hat es Karin Buchart aus Unken gesammelt. Ihre Oma hat es noch selbst angewendet. Und auch aus alten Kochbüchern wusste sie über die Existenz dieser Heilmittel Bescheid. "In diesen Kochbüchern stehen auch Heilrezepte. Essen und heilen waren noch nicht getrennt. So sollte es eigentlich sein", sagt sie.

2005 begann die Ernährungswissenschafterin das Wissen für ihre Dissertation zu sammeln. Zunächst wusste sie nicht, wo sie anfangen sollte. Die ersten Kontakte kamen über eine Tierärztin zu Stande. "Sie hat mir eine Liste von Leuten gegeben, die die Tiere naturheilkundlich behandeln und nie einen Tierarzt brauchen." Und diese Leute hatten auch die Rezepte für die Behandlung von Menschen. "Ich habe 35 mehrstündige Interviews geführt", sagt Karin Buchart. "Hauptsächlich waren es alte Bäuerinnen auf abgelegenen Höfen, die vor 50 Jahren noch Selbstversorger waren."

Die Pinzgauerin schrieb das Buch Die 13 Plagen in den Alpen und gründete den TEH-Verein für Traditionelle Europäische Heilkunde. Die Vereinsmitglieder geben das Wissen weiter, bauen Kräuter an und stellen die Produkte wieder her. Seit Anfang Mai 2010 gibt es sie in einem Geschäft im ehemalgen Zollamt Steinpass zu kaufen. Buchart verwendet die Mittel selbst auch. "Aber wenn ich krank bin, gehe ich zum Arzt. Die Mittel sind für kleine Wehwehchen, für das Wohlbefinden oder die Gesundheitsförderung."

Die UNESCO-Vertretung in Wien ist übrigens von selbst auf Buchart zugekommen. "Sie haben uns sehr unterstützt bei der Anerkennung als Kulturerbe. Dieses Wissen gibt es auch in anderen Regionen. Der UNESCO ist das sehr wichtig. Sie wollen darauf hinweisen, dass es einen Wert hat. Wir dienen dabei als Modell." Die Dissertation, mit der alles anfing, ist wegen der vielen Arbeit in den letzten Jahren noch nicht fertig. Aber noch 2010 soll es soweit sein.

Was Karin Buchart gar nicht hören kann, ist der Satz: "Das geht nicht." Schon als ehemalige Leistungssportlerin hat sie ihn zu oft gehört. Eigentlich begann sie als Kind mit dem Schießen, um zu Bewerben zu fahren und aus Unken hinauszukommen. "Als ich gesagt habe, ich will zu Olympia, hieß es immer, das geht nicht." Buchart war unter ihrem Mädchennamen Bauer jahrelang ein Aushängeschild des Salzburger Sportschützenverbandes. 1984 nahm sie an den Olympischen Spielen in Los Angeles im Luftgewehrschießen und Kleinkaliber-Dreistellungsmatch teil. 1985 gewann sie WM-Bronze in Zundert (Niederlande). Zudem ist sie mehrfache österreichische Staatsmeisterin.

Publikationen

Quellen

Weblinks