Schwarzach im Pongau

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Karte
Karte 5620.png
Basisdaten
Politischer Bezirk: St. Johann/Pg. (JO)
Fläche: 3,20 km²
Geografische Koordinaten: 47°19'16" N
13°09'06" O
Höhe: 601 m ü. A.
Einwohner: 3 547 (1. Jänner 2017)
Postleitzahl: 5620
Vorwahl: 06415
Gemeindekennziffer: 50421
Gemeindeamt: Dr. Franz-Hain-Straße 2
5620 Schwarzach im Pongau
Offizielle Website: www.gde-schwarzach.salzburg.at
Politik
Bürgermeister: Andreas Haitzer (SPÖ)
Gemeindever-
tretung (2014):
21 Mitglieder:
16 SPÖ
3 ÖVP
2 FPÖ
Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1869 479
1880 559
1890 607
1900 655
1910 1 328
1923 1 538
1934 1 720
1939 1 830
1951 2 504
1961 3 235
1971 3 788
1981 3 684
1991 3 489
2001 3 526
2011 3 555
2017 3 547
Karte
Schwarzach, Aufnahme in Richtung Ortsmitte
Schwarzach
Pfarrkirche Schwarzach im Pongau
Rathaus
Blick in den "Markt"
Krankenhaus Schwarzach
Schule für Gesundheits- und Krankenpflege
Kriegerdenkmal von Lois Lidauer neben dem Rathaus
Blick auf Schwarzach im Pongau von Osten

Schwarzach im Pongau ist eine Marktgemeinde im mittleren Salzachtal im Pongau und auch ein wichtiger Bahnknoten.

Geografie

Geografische Lage

Die Marktgemeinde befindet sich im Westen des Pongaus. Die Salzach, von Osten kommend, fließt bereits in leicht nordöstlich Richtung. Das Gemeindezentrum befindet sich nördlich der Salzach, südlich der Salzach ist nur mehr ein schmaler Streifen Gemeindegebiet.

Ausdehnung des Gemeindegebiets

Interessant ist die Tatsache, dass das Gemeindegebiet im Grunde nur aus dem im Osten dichter bebauten Marktgemeindezentrum sowie einer kleinen Ausdehnung nach Norden, wo sich das Schloss Schernberg befindet, besteht. Die Marktgemeinde hat somit so gut wie keinen Anteil an Feldern, Wiesen oder Bergen[1].

Nachbargemeinden

Im Westen grenzt die Marktgemeinde an Goldegg, die Gemeinde St. Veit im Pongau umschließt Schwarzach sowohl im Norden als auch im Osten und im Süden[1].

Geschichte

Der heutige Ort Schwarzach wurde im Jahre 1074 erstmals erwähnt. Das Benediktinerstift Admont erhielt 1074 "zwei Huben ad Swarzaha" und 1158 Benediktinenstift Nonnberg den Hof "Swarzaha". Auf einem vorgelagerten, kegelförmigen Hügel am linken Salzachufer entstand aus den diversen Um- und Zubauten an dem schon im Mittelalter genannten "Turm zu Schernperge" das heutige Schloss Schernberg.

1370 verkauften Hartneid, der alte Schernberger, und sein Sohn Hartel dem Heinrich Graf, seiner Frau und allen ihren Erben den Turm zu Schernberg und den dazugehörigen Hof als erzbischöfliches Lehen. Schernberg blieb nun für einige Jahrhunderte im Besitz der Familie der Graf.

Für Verdienste im Bauernkrieg von 1525/26 erhielt Christoph Graf im Jahre 1527 Schloss Goldegg als Lehen dazu und das Recht, sich ab jetzt "von Schernberg zu Goldegg" zu nennen. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts laden die Nachkommen der Familie Graf hohe Schulden auf den Besitz Schernberg, wodurch dieser schließlich vom Gasteiner Badearzt Dr. Johann Ritter von Storch erworben wird. 1845 wurde das Schloss von Erzbischof Kardinal Friedrich VI. Fürst Schwarzenberg gekauft, welcher dort eine Kranken- und Versorgungsanstalt unter Leitung der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul einrichtete. Heute ist Schernberg ein Heim für beeinträchtigte Menschen.

Das Jahr 1731 sollte auch für Schwarzach ein Unglücksjahr werden. In diesem Jahr ging Fürsterzbischof Firmian von Salzburg daran, den Protestantismus im Land Salzburg auszumerzen.

In Schwarzach schworen sich 1731 die Räte der evangelischen Bauern des Pongaus, ihrer Religion treu zu bleiben und die Befehle des Salzburger Erzbischofs nicht zu befolgen, den (Salzbund). Die Entwicklung gipfelte in der großen Protestantenvertreibung von 1731/32. 20 000 "Exulanten" mussten ihres Glaubens wegen Hab und Gut verlassen und auswandern. Für die zurückgebliebenen Bauern ließ Fürstrzbischof Firmian ein Missionshaus errichten. In dieser Zeit wurde Schwarzach ein Ort.

Schwarzach ist, obwohl uralter Siedlungsboden, die am 2. Juni 1906 durch kaiserliches Patent von St. Veit im Pongau losgelöst und selbstständig wurde. Damit schlug die Geburtsstunde der Gemeinde Schwarzach, die im Jahre 1908, bereits ein Jahr vor Eröffnung der Tauernbahn, auf Grund der großen Bedeutung zum Markt erhoben wurde. Der ursprüngliche Gemeindename "Schwarzach" wurde im Jahr 1951 zu "Schwarzach im Pongau" erweitert[2]

Die Marktgemeinde heute

Die Marktgemeinde Schwarzach im Pongau umfasst die Katastralgemeinde Schwarzach I. Durch eine gute Verkehrslage und vor allem durch die Errichtung der Tauernbahn wurde der Ort nicht nur zu einem internationalen Bahnknotenpunkt, sondern auch zu einem wesentlichen Siedlungsgebiet des mittleren Salzachtales, das viele Zweige von Handel und Gewerbe in seinen Bereich zog. Im regionalen Entwicklungsprogramm Pongau ist Schwarzach als "Nahversorgungszentrum" mit einem Güter- und Dienstleistungsangebot, das zur Umlandversorgung benachbarter Gemeinden erheblich beiträgt, qualifiziert. Schwarzach ist als "Standortraum" für Betriebsanlagen und damit als Vorsorgeraum für die Ansiedlung von Industrie und Gewerbe eingestuft.

Der Ortskern des Marktes weist eine relativ dichte Verbauung auf und wird vom Krankenhaus, von Gastgewerbebetrieben und von Handelsgeschäften dominiert. Die größten Gewerbe- und industriellen Betriebe sind folgerichtig südlich der Salzach und in der Nähe der Bahnanlagen situiert.

Das Kardinal Schwarzenberg Klinikum, ein öffentliches Krankenhaus, die Kraftwerke Flusskraftwerk Schwarzach und Flusskraftwerk Wallnerau der Verbund Austrian Hydropower AG (ehemals Tauernkraftwerke Kaprun AG), die Werksanlagen der SAG und der Firmen Color Drack, Hettegger & Söhne (Pongauer Müllabfuhr), Transporte Hettegger, die Privatbrauerei Walter Seeber (Schwarzacher Bier) und zahlreiche Betriebe des Baunebengewerbes haben große wirtschaftliche Bedeutung für die Gemeinde Schwarzach. Im Jahr 2004 siedelte die Firma Alcan (Alusuisse) und im Jahr 2005 die Baufirma Spiluttini nach St. Johann im Pongau ab.

Mit dem Bahnhof Schwarzach - St. Veit als Knotenpunkt von West- und Tauernbahn hat der Ort auch eine bedeutende Verkehrseinrichtung. Auf Grund seiner Ausstattung ist Schwarzach im "Entwicklungsplan Pongau" als Nahversorgungszentrum und als "bevorzugter Standort für Betriebsanlagen" angeführt.

Die Zukunft der wirtschaftlichen Entwicklung Schwarzachs wird mit dem Schwerpunktkrankenhaus verknüpft sein.

Das Gesundheitswesen sollte jenes Rückgrat der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung Schwarzachs sein, welches der Gesamtwirtschaft den Halt verleiht.

Zur Sicherung einer ausgewogenen Wirtschaftsstruktur strebt die Gemeinde jedoch auch die dynamische Weiterentwicklung des produzierenden Gewerbes - und damit die Beibehaltung des günstigen Verhältnisses von Arbeitsplätzen und wohnhaft Beschäftigten an. Derzeit stehen den ca. 600 Auspendlern über 1 300 Einpendler gegenüber.

Vollständig in den Hintergrund tritt die Landwirtschaft. Es gibt nur fünf private Landwirtschaftsbetriebe, zuzüglich des im Eigentum der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul stehenden Gutes Schernberg.

Wohnbau

Mit dem Bau der Südtiroler-Siedlung "Neue Heimat" (1940), der Parzellierung und dem Abverkauf von Eigenheimbaugründen in der Schönbergsiedlung (1950), der Bebauung der Kössnerhalt (1960), dem Bau der Eigentumswohnhäuser an der Salzach (1960), der Bebauung des unteren Geigenlehenfeldes (Medizinalrat-Doktor-Alois-Vogl-Straße) und den Eigentumswohnhäusern im Bereich Schulplatz (Anfang der 1970er-Jahre) sind wesentliche Entwicklungsphasen des Ortes begründet.

Weitere bedeutende Wohnbauvorhaben konnten in den 1980er- und 1990er-Jahren mit den Neubauten von Mietwohnhäusern im Bereich Salzburgerstraße (WBG Salzburg und WBG Bergland), Neue Heimat 21a, Schulplatz 6, Wallnerfeld 1 – 8 (GSWB) sowie Schloß-Schernberg-Straße 10 (Heimat Österreich) realisiert werden. Fertiggestellt wurden kürzlich auch noch das Eigentumswohnhaus Schönrain und die Reihenhäuser Obere Schönbergsiedlung. Im Jahr 2001 wurde die Wohnanlage für betreutes Wohnen seiner Bestimmung übergeben und im Jahr 2002 wurde das Terrassenhaus Salzburgerstraße 30 fertig gestellt. Das Großprojekt "Sanierung Neue Heimat" wurde im Jahr 2003 in Angriff genommen.

Religionen

Drei Religionsgemeinschaften sind in Schwarzach vertreten:

Im 18. Jahrhundert war Schwarzach auch im Zentrum der protestanisch besiedelten Region des Pongaus, sodass die Protestantenvertreibung von 1731/32 zur Ausdünnung der Bevölkerung führte.

Bevölkerungsentwicklung

Ein Blick auf die Bevölkerungszahlen zeigt, dass Schwarzach im Pongau im Bundesland Salzburg mit derzeit knapp unter 3 600 Einwohnern an 7. Stelle des Pongaues und an 35. Stelle im Land Salzburg rangiert.

Nach einem stetigen und seit dem Kriegsende anhaltend kräftigen Wachstum wurde im Jahr 1971 ein Höchststand von 3 788 Einwohnern erreicht, dem bis 1991 ein Absinken um 7,9% auf 3 489 Einwohner folgte. Zwischen 1991 und 2012 ist wieder eine leichte Zunahme von ca. 2,2 % festzustellen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Rathaus

Im Jahre 1970 konnte das Gasthaus "Löwenwirt" erworben werden und nach einem entsprechenden Umbau ab 1972 als Rathaus Verwendung finden. 1999 wurde die Fassade des Rathauses neu gestaltet und es wurden Wärmeschutzfenster eingebaut. Das alte Gemeindeamtsgebäude beherbergt seit 1972 zwei Arztpraxen und das Vereinsheim der historischen Salzleckerschützen und wurde zwischenzeitlich ebenfalls saniert.

Pfarrkirche

Hauptartikel: Pfarrkirche zur Unbefleckten Empfängnis Mariens

Die Pfarrkirche Schwarzach wurde in den Jahren 1736 bis 1741 errichtet. Nachdem sie einem Brand zum Opfer gefallen war, wurde die Kirche 1981 wieder aufgebaut. Im Inneren befindet sich ein Altar im barocken Stil.

Sport

Sport- und Freizeiteinrichtungen

Das Sport- und Erholungszentrum mit Rasensportplatz (1946 gebaut), acht Tennisplätzen, Fußballheim (1968), überdachter Tribüne (1979), Sportheim (1981, Neubau 2003), solargeheiztem Erlebnisbad (gebaut 1970, modernisiert 1993) sowie Sport- und Festhalle (1975) erstreckt sich über eine Gesamtfläche von ca. 45 000 m². Zwei Kinderspielplätze (Salzachau und Wallnerau) sowie vier Sprungschanzen ergänzen das Angebot an Freizeitanlagen. Sämtliche Freizeitanlagen sind über die Treppelwege am Salzachufer aufgeschlossen und somit gefahrlos für Fußgänger und Radfahrer erreichbar.

Vereine

Das gesellschaftliche und kulturelle Leben wird hauptsächlich von den nachstehend angeführten Vereinen und Einsatzorganisationen, welche auch seitens der Gemeinde bedeutend gefördert werden, gestaltet:

Wirtschaft und Infrastruktur

Wasserversorgung

Das gesamte Gemeindegebiet ist seit 1903 durch eine öffentliche Wasserversorgungsanlage, die laufend erweitert und den Erfordernissen angepasst worden ist, erschlossen. Die Wasservorkommen liefern durchschnittlich ca. 21 l/sek. Der Jahresbedarf Schwarzachs liegt derzeit bei ca. 320 000 m³ Wasser. Vier Wasserhochbehälter (Schönbergsiedlung 200 m³, Schönrain 500 m³, Langang 500 m³, Birkenhöhe 80 m³) dienen der Deckung des Spitzenbedarfes.

Neben dem schrittweisen Austausch des Leitungsnetzes im Ortsgebiet wurde im Jahr 1998 auch die Hauptleitung zwischen Ausgleichsbecken und Behälter Langang erneuert.

Zur Verbindung der Wasserversorgungsanlage und als Fußgängerweg zwischen dem rechts- und linksufrigen Ortsteil wurde 1977 der Salzachsteg-Ost und 1980 der Salzachsteg-West errichtet. Zwischenzeitlich konnte im Zuge des Kraftwerksbaues entlang der Salzach praktisch quer durch das gesamte Gemeindegebiet ein Treppelwegenetz angelegt werden, welches sich bei Spaziergängern, Radfahrern und Kindern großer Beliebtheit erfreut.

Die gesamten Bauflächen links und rechts der Salzach sind seit 1960 bzw. 1988 durch die öffentliche Ortskanalisation erfasst, Schwarzach weist mit ca.98 % wohl eine der größten Anschlussdichten im Land Salzburg auf.

Die Gemeinde hat sich bereits 1975 dem neu gegründeten Reinhalteverband Salzach-Pongau, dem die Gemeinden Werfenweng, Pfarrwerfen, Bischofshofen, St. Johann im Pongau, Goldegg und St. Veit im Pongau angehören, angeschlossen. Die zentrale vollbiologische Kläranlage dieses Verbandes, zu dem seit 1985 sämtliche Abwässer geleitet werden, ist in Pfarrwerfen situiert.

Verkehr

Wegenetz

Alle Straßen und Wege im Ortsgebiet sind staubfrei und beleuchtet. Die Ortsdurchfahrt der Pinzgauer Straße (B 311), wurde 1961 neu trassiert und beiderseits mit Gehsteigen versehen. Zum Schutz der Fußgänger sind drei Fußgänger-Blinklichtanlagen installiert. Bei der Kreuzung an der Salzachbrücke konnte 1961 im Zusammenwirken von Straßenverwaltung und Gemeinde eine Fußgängerunterführung gebaut werden.

Die seit ihrem Bestehen wiederholt vom Hochwasser der Salzach gefährdete und schwer beschädigte Salzachbrücke wurde 1939 als Holzkonstruktion neu gebaut, 1956 beim Bau des Flusskraftwerkes Schwarzach verstärkt und saniert, 1970 neuerlich adaptiert und schließlich 1974 auf Grund des ständig steigenden Verkehrsaufkommens und erhöhter Belastung mit einem Kostenaufwand von acht Mio. Schillling (ca. 580.000 Euro) als Stahlbetonbrücke neu gebaut. In Verbindung damit wurde die Straßenkreuzung auf drei Fahrbahnen erweitert und die Fußgängerunterführung umgebaut und teilweise auch überdacht. Im Jahr 2002 wurde die Brücke erneut saniert.

Im Gemeindegebiet beginnt die Goldegger Landesstraße (L 213) nach Goldegg. Durch das Gemeindegebiet verlaufen die St. Veiter Landesstraße (L 218) sowie die Pinzgauer Straße (B 311).

Ortsumfahrung

Schon seit 1972 gab es aufgrund des ständig steigenden Verkehrsaufkommens auf der Ortsdurchfahrt und der damit verbundenen unerträglichen Lärm-, Abgas- und Staubelästigung der Bevölkerung den Wunsch der Gemeindeverantwortlichen und der Bürger Schwarzachs nach einer Umfahrung. Im Jahr 1984 wurde das Planungsbüro Dr. Illetschko in Wien von der Salzburger Landesregierung beauftragt, Projektstudien für die Umfahrung Schwarzach auszuarbeiten. Der damalige Bürgermeister LA Alois Stöllinger und die Gemeindevertretung versuchten immer wieder, den Wunsch nach einer Umfahrung voranzutreiben. In Gesprächen mit Landesrat Volker Winkler, Hofrat Dipl.-Ing. Alfred Denk sowie der Marktgemeinde St. Veit kam es schließlich zu einer von allen Seiten akzeptierten Lösungsvariante. Am 20. Juni 1995 wurde der offizielle Tunnelanschlag vorgenommen.

Die Fertigstellung der Umfahrung Schwarzach (Schönbergtunnel mit einer Länge von 2,9 km) brachte eine große Verbesserung der Lebensqualität für die Schwarzacher und trägt auch zu einer noch besseren Mobilität für die gesamte Region bei.

Der 28. Oktober 1999, an dem dieser Umfahrungstunnel für den Verkehr freigegeben wurde, ist somit sicherlich ein bedeutender Tag in der Geschichte der Marktgemeinde Schwarzach. Ermöglicht durch den Tunnel, wurde die Ortsdurchfahrt 2002 neu gestaltet, so wurde etwa in beiden Fahrtrichtungen ein Fahrradstreifen installiert und auch die Oberflächenentwässerung der Straße konnte komplett erneuert werden.

Ansässige Unternehmen

Color Drack

Öffentliche Einrichtungen

Seniorenheim

Das im Jahre 1963 erbaute Pensionistenheim in der Siedlung Neue Heimat wurde in den Jahren 1987 und 1988 generalsaniert, modernisiert und durch einen ostseitigen Zubau erweitert. Gleichzeitig wurde, den Anforderungen der Zeit entsprechend, eine Pflegestation eingerichtet. Die ständige Zunahme der Pflegefälle bringt es mit sich, dass dieses Pensionistenheim immer mehr zu einem Pflegeheim wird und entsprechend umgebaut und umgerüstet werden musste. Um für die noch rüstigen älteren Menschen der Gemeinde ein selbstständiges und doch je nach Bedarf auch betreutes Wohnen zu ermöglichen, wurde von der GSWB ein Seniorenwohnhaus mit direkter Verbindung zum Heim errichtet.

Friedhof

Im Jahre 1976 ging der bis dahin in der Verwaltung und im Eigentum der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul stehende Friedhof in die Verwaltung der Gemeinde über. Das Grundareal von 3 600 m² wurde um den Preis von 1,8 Mio. Schilling (rund € 180.000.--) angekauft. Gleichzeitig entstand 1977 eine neue Aufbahrungshalle. 1984 wurde auch der bestehende Pfarrfriedhof in die Verwaltung der Gemeinde übernommen. Der vorbildlich gestaltete Urnenhain wurde zuletzt im Jahr 1995 durch die Errichtung zusätzlicher Familienurnengräber erweitert.

Bildung

Bis zum Jahre 1950 bestand nur eine Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht. Die erste gemeindeeigene Volksschule mit 12 Klassen konnte 1951 eröffnet und in Betrieb genommen werden. 1959 wurde eine neue Hauptschule mit sechs Klassen, Turnsaal und Festsaal errichtet. Für die viel zu klein gewordene Hauptschule entstand 1972 eine neue Volksschule mit 12 Klassen und Turnsaal in der Siedlung Neue Heimat. Das alte Volksschulgebäude dient seither der Hauptschule, in der ca. 350 bis 400 Schüler aus den Sprengelgemeinden Schwarzach, St. Veit und Goldegg unterrichtet werden.

Gleichzeitig mit der Volksschule wurde der zweigruppige Kindergarten-Siedlung errichtet. Aufgrund der steigenden Kinderzahlen und um auch für die Eltern im Ortszentrum bzw. am rechten Salzachufer eine Kinderbetreuungsmöglichkeit im Nahbereich anbieten zu können, wurde 1995 in der Brauhausgasse auf den ehemaligen Schatzmanngründen im Erdgeschoss des neuen Bergland-Wohnhauses der Kindergarten-Markt in Betrieb genommen.

Politik

Raumordnung

Da die Grenze gegen St. Veit im Osten so ungünstig lag, dass sie knapp am Marktkern und am Rande des Krankenhauses den Baubestand und Talboden durchschneidet und damit jede natürliche Entwicklung nach Osten hin unterband, diese Flächen aber durch die Infrastruktur sowie Lage und Topographie mehr zur Gemeinde Schwarzach tendierten, wurden mit der Gemeinde St. Veit bezüglich einer Gebietsreform seit 1972 Verhandlungen geführt. Auch der Salzburger Landesregierung und dem Salzburger Landtag wurde 1976 eine Bittschrift überreicht. Der Salzburger Landtag hat dann am 19. Oktober 1982 einhellig den Beschluss gefasst, auf Grund einer zwischen den beiden Gemeinden getroffenen Vereinbarung und durchgeführten Befragungen der betroffenen Bevölkerung, die Grenze neu festzusetzen und ein Gebiet von 19 ha in die Gemeinde Schwarzach einzugliedern. Das Gesetz trat mit 1. Jänner 1983 in Kraft.

In den Jahren 1982 bis 1984 entstand das neue Ortszentrum mit Festsaal, Feuerwehrhaus, sechs Wohnungen, Rot-Kreuz-Haus samt Nebenräumen und Grünanlagen. Im Kellergeschoss des Festsaales, der vom Hotel Post aus betrieben wird, befinden sich das Vereinsheim des Trachtenvereins, ein Zimmergewehr-Schießstand und ein Mehrzweckraum. Das alte Feuerwehrhaus ist 1985 für Zwecke der Sparkasse im Erdgeschoß erweitert und insgesamt adaptiert worden. Der alte Sparkassenanbau wurde abgetragen und der Sparkassenplatz neu gestaltet. Das Kriegerdenkmal hat als neuen Standort den Platz östlich des Rathauses gefunden.

Obwohl die Verhältnisse gegenüber anderen Orten auf Grund der Raumknappheit etwas ungünstiger sind, ist die Entwicklung des Ortes nicht abgeschlossen und kann eine weitere Belebung erfahren, wenn z. B. das Gewerbegebiet Urfahr südlich der Bahnanlage für die Ansiedlung von weiteren Betrieben freigegeben wird. Über die Bahnüberführungsbrücke (errichtet 1971) und die Landesstraße L 255 ist das Gebiet vollkommen aufgeschlossen. In den letzten Jahren haben sich dort der neue Gemeindebauhof, die Zimmerei Burgschwaiger, die Fa. Hettegger Transporte und Glas Metall Weißofner angesiedelt.

Im Jahr 1997 wurde das neue Räumliche Entwicklungskonzept der Marktgemeinde Schwarzach beschlossen und Anfang 1998 als weiterer Schritt dann die generelle Überarbeitung des Flächenwidmungsplanes in Angriff genommen. Dieser konnte nach Durchführung des umfangreichen Verfahrens, Abschluss der erforderlichen Baulandsicherungsverträge, einstimmiger Beschlussfassung durch die Gemeindevertretung und Genehmigung durch die Landesregierung nunmehr abgeschlossen und mit Wirksamkeit vom 13. August 1999 verordnet werden.

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 21 Mitgliedern[3] und setzt sich seit der Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen 2014 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

Bürgermeister

Hauptartikel Bürgermeister der Marktgemeinde Schwarzach im Pongau

Ehrenbürger

Hauptartikel Ehrenbürger der Marktgemeinde Schwarzach im Pongau

Wappen

Am 12. Juli 1935 wurde der Gemeinde Schwarzach im Pongau durch die Salzburger Landesregierung das folgende Wappen verliehen:

In Silber ein schwarzer Schrägrechtsfluss, der oben von einer goldenen Krone, aus der ein Drachenkopf wächst, und unten von einem blauen Benediktuskreuz begleitet ist.

In Anspielung auf den Ortsnamen symbolisiert dabei der schwarze "Schrägrechtsfluss", welcher das Wappen teilt, die "Schwarze Ache" (den heutigen Putzengraben). Der rote Drachenkopf, der aus einer goldenen Krone wächst, erinnert an die Besitzer von Schloss Schernberg, die Familie Graf von Schernberg. Das blaue Benediktinerkreuz erinnert an das 1736 errichtete Missionshaus, welches später in die Kranken- und Versorgungsanstalt der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul umgewandelt wurde.

Persönlichkeiten

Töchter und Söhne der Marktgemeinde

Hauptartikel Töchter und Söhne der Marktgemeinde Schwarzach im Pongau
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Literatur

Bilder

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Weblinks

Quellen, Einzelnachweise

Städte und Gemeinden im Pongau
TennengauSalzburgFlachgauPongauLungauPinzgauLage des Pongau im Land Salzburg (anklickbare Karte)
Über dieses Bild

Stadtgemeinden: BischofshofenRadstadtSt. Johann im Pongau
Marktgemeinden: Altenmarkt im PongauBad HofgasteinGroßarlSchwarzach im PongauSt. Veit im PongauWagrainWerfen
Gemeinden: Bad GasteinDorfgasteinEben im PongauFilzmoosFlachauForstauGoldeggHüttauHüttschlagKleinarlMühlbach am HochkönigPfarrwerfenSt. Martin am TennengebirgeUntertauernWerfenweng