Kraftwerk Riedersbach

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Kraftwerk Riedersbach
Blick zum Kraftwerk Riederbach vom Haunsberg aus

Das Kraftwerk Riedersbach besteht aus zwei Wärmekraftwerken in der Innviertler Gemeinde St. Pantaleon (Oberösterreich) nahe an der Flachgauer Grenze des Landes Salzburg.

Allgemeines

Die Kraftwerkblöcke Riedersbach I und Riedersbach II sind fossil-thermische Wärmekraftwerke. Sie werden hauptsächlich im Winter als Ersatz für ausfallende Energie aus Wasserkraft von der Energie AG Oberösterreich eingesetzt und liefern rund 830 GWh pro Jahr.

Das erste Kraftwerk entstand in den Jahren 1967 bis 1969. Von 1981 bis 1986 wurde dann Riedersbach II mit einer etwa fünffach höheren Jahresleistung errichtet.

Der als Stahlbetonkonstruktion ausgeführte Kamin des Kraftwerks Riederbach II ist 191 m hoch mit einen Basisdurchmesser von 20,5 m. Zunächst hoffte man, der Errichtung einer kostspieligen Rauchgasentschwefelungsanlage entgehen zu können. Doch nach jahrelangen Bürgerprotesten musste sie schließlich doch gebaut werden.

Anfangs wurde das Kraftwerk mit in der Nähe abgebauter, sehr schwefelhaltiger Braunkohle der Salzach-Kohlenbergbau-Gesellschaft (SAKOG) betrieben, das im benachbarten Trimmelkam abgebaut wurde. Der Umbau zur Verfeuerung von Steinkohle wurde dann aber 1994 vorgenommen. Nach ursprünglich nicht genehmigten Versuchen mit der Verbrennung von Klärschlamm und Müll, werden nunmehr regelmäßig sogenannte biogene Zusatzbrennstoffe verfeuert.

2016 Stillegung aus Kostengründen

Laut Mitteilung des Kraftwerksbetreibers muß das Kraftwerk aus Rentabilitätsgrüngen im Sommer 2016 abeschalten werden. Die bisher verwendete Steinkohle könne als Energiequelle gegen die kostengünstigere Windstromerzeugung nicht mehr konkurrieren. Auch der Umweltschutz spiele eine Rolle. Die geplante und schon genehmigte Umrüstung auf ein Gaskraftwerk könne derzeit aus Kostengründen ebenfalls nicht verwirklicht werden. Die Kraftwerksanlage werde aber als Energiereserve intakt gehalten. Es sei in technischer Hinsicht auf neuestem Stand.

Bildergalerie

Weblinks

Quelle