Krimmler Tauernhaus

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Krimmler Tauernhaus

Das Krimmler Tauernhaus ist eines der noch bestehenden Tauernhäuser in den Krimmler Tauern im Pinzgau.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung des Tauernhauses, das damals als taberna in ahen (Taferne in der Achen) erwähnt wurde, findet sich im Jahr 1389. Das Krimmler Tauernhaus diente seit dieser Zeit den Fußreisenden, die die Hohen Tauern über Saumpfade überquerten, als Stützpunkt, Raststation und Herberge.

1556 wurde das Krimmler Tauernhaus erstmals mit dem Namen Geyßler (auch Geisler oder Geißler geschrieben) verbunden. Über 120 Jahre stand die Taferne nunmehr im Besitz der Familie Geyßler. Das Haus wurde über Jahrhunderte im Wesentlichen unverändert gelassen, bis es 1906 von Simon Geisler, dem Urgroßvater des jetzigen Eigentümers Friedl Geisler, erworben und zu seiner heutigen Größe umgebaut wurde. Vom Umbau nicht betroffen war die alte Gaststube, die auch heute noch in ihrer ursprünglichen Form erhalten ist.

1891 war Anton Hofer Hüttenwirt.[1] 1892 besuchten 280 Touristen die Hütte, 1893 waren es 343,[2] 1894 dann 444.[3]

1919 erhielt das Krimmler Tauernhaus durch Installierung eines Kleinkraftwerkes erstmals elektrischen Strom.

Nach dem Tod von Simon Geisler im Jahr 1931 übernahm Sohn Friedrich mit seiner Frau Elise die Bewirtschaftung des Tauernhauses und errichtete die Tauernhauskapelle, die 1932 eingeweiht wurde. Das Tauernhaus war dann im Sommer 1947 letzte Station der Displaced Persons der Krimmler Judenflucht vor der Überquerung des Krimmler Tauern. Liesl Geisler-Scharfetter, die damalige Tauernhauswirtin, machte sich mit ihrem Einsatz um das Schicksal der Flüchtlinge verdient. Zum Gedenken an diese historischen Ereignisse findet seit 2007 jährlich das Alpine Peace Crossing statt.

Quellen

Einzelnachweise

  1. Quelle ANNO, Zeitschrift des deutschen und österreichischen Alpenvereins, Ausgabe 1891, Seite 280
  2. Quelle ANNO, Dillinger's Reisezeitung, Ausgabe 1. Jänner 1894, Seite 8
  3. Quelle ANNO, Dillinger's Reisezeitung, Ausgabe vom 20. Dezember 1894, Seite 7