Landespflegeanstalt

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Geschlossen
geschlossen  Der hier beschriebene Betrieb oder die Einrichtung existiert in dieser Form nicht mehr. Dieser Beitrag beschreibt die Geschichte.
Landespflegeanstalt in Mülln, Ansicht vom Mönchsberg

Die Landespflegeanstalt war eine öffentliche Pflegeeinrichtung, die sich in Salzburg-Mülln befand. In historischer Zeit etwa bis 1920 wurden Einrichtung und Gebäude als Leprosenhaus[1] bezeichnet.

Geschichte

Das Leprosenhaus und die Leprosenhauskirche wird als "Sundersiechenhaus" erstmals im 13. Jahrhundert erwähnt. Der heute bestehende viergeschossige Bau stammt aus dem 18. Jahrhundert und besitzt einen fast quadratischen Grundriss.

Im Sommer 2012 gab die Erzdiözese Salzburg bekannt, das Objekt vom damaligen Besitzer, dem Land Salzburg, (um kolportierte zwei Millionen Euro) kaufen zu wollen. Gebäude und Liegenschaft wurden vom Land Salzburg dem neuen Eigentümer, der Erzdiözese Salzburg, am 29. November 2013 übergeben und die Landespflegeanstalt (an diesem Standort) mit 31. Dezember 2013 geschlossen.

Alte Ansichten

Name

Der ursprüngliche Name rührt daher, dass die Einrichtung für an Leprose Erkrankte bestimmt war.

Gebäude

Das bestehende Gebäude an der Müllner Hauptstraße (Nummer 6) nahe dem Salzachufer steht unter Denkmalschutz. Auf dem 3 007 Quadratmeter großen Grundstück befindet sich auch ein 1 800 Quadratmeter großer Garten, der als Grünland ausgewiesen ist. Der Rest ist auf erweiterte Wohnnutzung gewidmet.

Nutzung

Die Erzdiözese spricht von einer "kirchlichen Nutzung" des Gebäudes, die jedoch noch nicht fixiert ist (Stand Sommer 2012). Auch die integrierte Leprosenhauskirche soll ihrem liturgischen Zweck erhalten bleiben.

Verwendung als Flüchtlingsunterkunft

Im Oktober 2014 hat die Caritas Salzburg in der ehemaligen Landespflegeanstalt eine Unterkunft für 40 syrische Kriegsflüchtlinge eröffnet.

Bildergalerie

Quellen

Einzelnachweise

  1. siehe Leprose