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Peterswachtpforte

rechts der Stiegenaufgang, ungefährer Standort der Peterswachtpforte

Die Peterswachtpforte (auch Mönchsbergpforte genannt) auf die Peterswachtbastei ist eine historische Mönchsbergstiege auf die frühneuzeitlichen Tor- und Befestigungsanlage der Stadt Salzburg.

Inhaltsverzeichnis

Verlauf

Sie führte von der Peterswacht mit der Peterswachtpforte (auch Mönchsbergpforte genannt) auf den Mönchsberg zur Edmundsburg. Heute befindet sich etwa an der gleichen Stelle die Clemens-Holzmeister-Stiege vom Toscaninihof auf den Mönchsberg.

Geschichte

Während des Dreißigjährigen Krieges hatte Fürsterzbischof Paris Lodron eine früher vorhandene Auffahrt auf den Mönchsberg zur Edmundsburg und zum Mönchsbergviertel im Jahr 1852 durch eine senkrechte Skarpierung der Felsen und eine darüber errichtete senkrechte Wehrmauer vollständig abgeschlossen.

Anfang des Jahres 1654 wollten die Mönchsbergbewohner zumindest einen Stiegenaufgang zu ihren Wohnhäusern zurück erhalten und forderten diesen entschieden. Die Stiege wurde noch im gleichen Jahr bewilligt. Die sehr rasch gebaute Stiege, die teilweise mit Holz gedeckt war, führte an der Südseite der Sommerreitschule aufwärts und dann östlich an der Außenwand der Peterswachtbastei hinauf zum Kapellhausstöckl. Diese Stiege hatte 102 Stufen. Der Weg führte dann entweder weiter zum Mönchsbergviertel und zur späteren Edmundsburg. Im oberen Bereich führte eine weitere Stiege in einem kleinen Torbogen durch die Wehrmauer hindurch und hinter derselben weiter in einem schmalen Stiegenraum hinauf auf die Bastei. Bis hinauf waren es 287 Stufen.

Die alte Mönchsbergstiege wurde um 1794 auf einem Kupferstich von Anton Danreiter mit abgebildet (siehe Bildlink).

Die Napoleonische Besatzungsmacht befahl den Abriss der Stiege. Sie wurde nach dem Ende der Besatzung wieder errichtet. 1813 wurde sie erneut vermauert, wenig später wieder geöffnet, dann wurde sie vermorscht wieder geschlossen und darauf als Stiegenaufgang 1885 neu erbaut.

Durch die Errichtung des Kleinen Festspielhauses 1924/25 und 1937 musste der frühere Stiegenaufgang zusammen mit einem dort befindlichen Gebäude (das Elternhaus von Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl) vollständig abgetragen werden, um ausreichend Raum für das neue kleinen Festspielhaus zu erhalten.

So entstand die Clemens-Holzmeister-Stiege in ihre heutigen Form. Sie beginnt nun im Toscaninihof mit einer Treppe und windet sich schlangenhaft an der südlichen Außenwand des Gebäudes empor.

Bildlink

Quelle