Pfarrkirche zum hl. Georg Nußdorf am Haunsberg

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Pfarrkirche zum hl. Georg in Nußdorf am Haunsberg

Die Kirche zum hl. Georg ist seit 1867 römisch-katholische Pfarrkirche der Pfarre Nußdorf in der Flachgauer Gemeinde Nußdorf am Haunsberg.

Allgemeines

Sie gehört zum Dekanat Sankt Georgen. Am Georgitag, dem 23. April, wird das Patrozinium gefeiert.[1]

Geschichte

Sie stammt aus dem 16. Jahrhundert. Eine frühere Kirche lässt sich bis in das 13. Jahrhundert nachweisen. Nußdorf am Haunsberg war seit dieser Zeit eine Filiale von Berndorf bei Salzburg und wurde erst 1867 zur eigenen Pfarre erhoben. Nach einem Brand 1913 Wiederaufbau durch den Linzer Dombaumeister Matthäus Schlager.[2] Sehenswert ist der neugotische Hochaltar von Kunsttischler Vinzenz Pezzei, Bildhauer Josef Bachlechner und Maler Josef Gold, um 1914.

Orgel

Albert Mauracher-Orgel 1913

Beim Großbrand am 5. April 1913 verbrannte auch die Orgel, die Ludwig Mooser 1847 geschaffen hatte.[3] Daher lieferte Albert Mauracher im Jahre 1913 eine neues pneumatisches Instrument, es war sein Opus 116 und dürfte zu seinen letzten Werken gehören: Da Orgelbauer Albert Mauracher kinderlos geblieben war, wurden 1910 die Werkstätten Albert Mauracher und Matthäus Mauracher II. vereinigt, der Betrieb der Werkstätte in Mülln (Strubergasse 12) aber fortgesetzt.[4]
2015 wurde die Orgel von Orgelbaumeister Dipl. Ing. Wolfgang Bodem[5] aus Leopoldsdorf bei Wien saniert. Die Segnung der renovierten Orgel nahm Erzbischof Franz Lackner beim Erntedankfest am 27. September 2015 vor, gespielt wurde sie dabei von Heribert Metzger.

Disposition

Manual
Principal 8'
Gedeckt 8'
Gamba 8'
Dolce 4'
Octav 4'
Flöte 4'
Pedal
Subbaß 16'
  • Feste Kombinationen: Piano (=Gedeckt 8'), Mezzo-forte (=Gedeckt 8' und Gamba 8') und Pleno (=alle Register).
  • Koppeln: Pedal-Coppel, Suboctav-Coppel und Superoctav-Coppel.

Bildergalerie

Weblinks

Quelle

  • Homepage der Gemeinde Nußdorf am Haunsberg

Einzelnachweise

  1. Personalstand der Welt- und Ordens-Geistlichkeit der Erzdiözese Salzburg für das Jahr 1957 (Schematismus 1957), hg. vom Erzbischöflichen Ordinariat Salzburg 1957, S. 185.
  2. Wikipedia, Matthäus Schlager: [1], aufgerufen am 19. November 2015.
  3. Siehe Bericht über den Großbrand am 5. April 1913: [2], aufgerufen am 25. September 2015.
  4. Gerhard Walterskirchen: Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Dissertation Universität Salzburg 1982, S. 182f.
  5. Siehe HP Wolfgang Bodem: [3] aufgerufen am 25. September 2015.