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Rauriser Naturstein

Kaisererbruch Rauris
Natursteinzentrum Werk Niederalm Hüttwinkltal

Rauriser Naturstein kommt im Hüttwinkltal vor und wird dort in mehreren Steinbrüchen abgebaut. Bekannt sind der „Lohningbruch“ und der „Kaisererbruch“.

Inhaltsverzeichnis

Einführung

„Vor 350 Millionen Jahren entstand der Rauriser Kristallmarmor aus Ablagerungen im Urmeer Tethys. Durch die Auffaltung der Alpen gelangten die Gesteinsschichten an gewissen Stellen an die Oberfläche.“ Der Rauriser Naturstein wird aus Gesteinen der sog. Wustkogelserie gewonnen. Diese Gesteine bestehen aus Glimmerschiefer, Quarzitschiefer, Quarzit u.a. Sie sind etwa 30 m mächtig am Wustkogel, im Krumltal und auch im Hüttwinkltal aufgeschlossen. Dieser Teil der peripheren Schieferhülle ist als Talzuschub in mehreren Steinbrüchen, z. B. im Kaiserer- und im Lohningbruch, beide Steinbrüche befinden sich im Hüttwinkltal, gut aufgeschlossen.

Beschreibung

Rauriser Naturstein besteht aus Kristallmarmor und Quarzit. Beim Rauriser Kristallmarmor handelt es sich „um echten Marmor, der sich durch Metamorphose aus Kalkstein gebildet hat. Mit einem hohen Anteil an Calciumcarbonat ist der Marmor bis zu ca. 3 cm Stärke lichtdurchscheinend.“ Rauriser Naturstein zeichnet sich durch seine Schönheit, gute Spaltbarkeit, Frostsicherheit, hohe Abriebfestigkeit und Tausalzbeständigkeit aus. Er wird aufgrund seiner Beschaffenheit sowohl im Innenausbau als auch im Außenbereich verwendet. Rauriser Naturstein kommt in vier unterschiedlichen Varianten vor und in den Handel:

  • Rauriser Weiß
  • Rauriser Hellblau („Bei dem Naturstein Rauriser Hellblau handelt es sich um einen Granit.“)
  • Rauriser Dunkelblau
  • Rauriser Grün (Das helle Grün des „Rauriser Grün“ kommt weltweit nur zwei Mal vor).

Produkte

Der Rauriser Naturstein kommt sowohl als Halbfertig- als auch als Fertigprodukt in den Handel. „Es gibt verschiedenste Formate und der Oberflächenbehandlung sind praktisch keine Grenzen gesetzt, geschnitten, gestrahlt, grob oder feingebürstet. Der Stein ist pflegeleicht. Zudem ist er säurefest und rostet nicht.“

Quellen

  • www.rauriser.at (Rauriser Natursteinzentrum, Lohninger OHG)
  • www.sgd.at
  • www.grabneroeg.at
  • www.xstone.at
  • Albert Strasser, „Die Minerale Salzburgs“, Eigenverlag, Salzburg 1989]