DEC Salzburg Eagles

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Der Kader der Salzburg Eagles 2016/17

Der DEC Salzburg Eagles ist der erste Damen-Eishockeyklub der Stadt Salzburg. Der Verein spielt seit der Saison 2002/03 in der Damen-Bundesliga und gewann 2005/06 als erste Salzburger Eishockeymannschaft den österreichischen Meistertitel.

Die Eagles wurden 2001 als EC The Ravens Salzburg gegründet. Heimstätte des Clubs ist die Eisarena im Volksgarten.

Geschichte

Entstehung als Hobby-Mannschaft

Im Frühjahr des Jahres 2000 riefen einige Mädchen die erste Salzburger Frauen-Eishockeymannschaft ins Leben. Im Sommer folgte das erste Trockentraining, im Winter ging das großteils aus Schülerinnen bestehende Team erstmals aufs Eis. Trainer der damaligen Hobby-Mannschaft war Hannes Kreuzer.

Nachdem die Spielerinnen ihre tatsächliche Leistungsschwäche feststellen mussten, entschieden sie sich, den Eishockeysport künftig professionell und ernsthaft betreiben zu wollen. Auf der Suche nach einem Gönner für dieses Vorhaben fand sich Dr. Thomas Seywald, seines Zeichens Gründer und Inhaber der bekannten, damals noch in der Sigmund-Haffner-Gasse ansässigen Galerie Seywald.

Umwandlung zur Damensektion des EC The Red Bulls

Auf seine Initiative hin wurde das Team als eigene Damensektion in den Verein EC The Red Bulls Salzburg aufgenommen. Bei ihrer Premiere in der Landesmeisterschaft belegten die Mädchen in der Saison 2000/01 mit nur einem eroberten Punkt abgeschlagen den letzten Tabellenplatz. Nach der misslungenen Auftaktsaison wurde im Sommer 2001 das Training intensiviert und im Herbst zusätzlich ein Trainingslager abgehalten.

Gründung als eigenständiger Verein "The Ravens"

Vor Meisterschaftsbeginn 2001/02 kam es infolge von Differenzen mit der Vereinsführung zur Trennung von den Red Bulls und zur Gründung des eigenständigen Dameneishockeyvereins "EC The Ravens Salzburg".

Obmann des neuen Klubs wurde Thomas Seywald, Schriftführer Wilbert Herzog und Kassier Sonja Winkler. Das Vereinswappen, ein Rabe mit einem Puck im Schnabel, wurde vom bekannten Zeichner und Grafiker Paul Flora, dem Schwiegervater Seywalds, gestaltet und zur Verfügung gestellt. Der Rabe an sich ist auch das persönliche Wappentier Floras wodurch sich auch der Vereinsname der "Ravens" zwangsläufig ergab.

Mit einem zweiten Tabellenplatz in der Landesmeisterschaft qualifizierte sich der neugegründete Verein auf Anhieb für die Dameineishockey-Bundesliga (DEBL), nahm vom Aufstiegsrecht aber noch nicht Gebrauch.

Aufstieg in die Bundesliga und dreifacher Vizemeister (2002 – 2005)

In der Saison 2002/03 stiegen die Ravens dann doch in die Bundesliga ein und erreichten bereits im Grunddurchgang den zweiten Tabellenrang hinter den EHV Sabres aus Wien. Im Semifinale setzten sie sich über die Klagenfurter Dragons hinweg, unterlagen im Endspiel um die Meisterschaft aber ihren Wiener Konkurrentinnen in zwei Finalspielen deutlich mit 3:9 und 2:8. Nach Saisonende folgten einige personelle Veränderungen. Thomas Seywald übergab das Amt des Vereinsobmanns an Wilbert Herzog, blieb dem Klub aber weiterhin als Sponsor erhalten. Auf den Erfolgstrainer Hannes Kreuzer, der sich ins Privatleben zurückzog folgte als Spielertrainerin die zuvor in der Schweiz engagierte tschechische Nationalspielerin Vera Pancakova.

Das Spieljahr 2003/04 zeigte die Salzburgerinnen nach dem Grunddurchgang der Bundesliga mit vier Punkten Vorsprung auf die Sabres an erster Stelle der Tabelle. Nach Erfolgen über die Klagenfurter Dragons in den Play-Off-Spielen unterlagen die Ravens im Finale den Sabres in drei Spielen (2:4, 5:4 und 3:6) und wurden damit erneut österreichischer Vizestaatsmeister.

Die Saison 2004/05 begann erneut mit Verändungen im Vereinsvorstand. Thomas Hofer übernahm das Amt des Obmanns, die bereits als Kassiererin im Verein wirkende Elfriede Verworner jenes der Schriftführerin und Hannes Huber das Amt des Kassiers. Als sportlicher Leiter feierte der ehemalige Obmann Thomas Seywald sein Comeback bei den Ravens. Die bisherige Trainerin Vera Pancakova verließ den Verein. In der Meisterschaft lief es für die Ravens weiterhin gut. Nach dem Grunddurchgang belegten sie wiederum den ersten Platz in der Liga. In den Play-Off-Spielen bezwangen die Salzburgerinnen den EHC Vienna Flyers mit 8:1 und 10:4 und stiegen souverän ins Finale auf. Dort unterlagen sie erneut ihrem "Erzrivalen" EHV Sabres mit 2:4 in beiden Begegnungen, holten damit aber bereits zum dritten Mal in Folge den Vizemeistertitel an die Salzach.

In der neu gegründeten Elite Woman´s Hockey League mit Teilnehmern aus Italien, Ungarn, Slowenien und Österreich, spielten sich die Ravens hinter den Sabres aus Wien (Meister), Terme Maribor, Agordo Hockey und den Bolzano Eagles mit einem Rückstand von zehn Punkten auf den Meister an die fünfte Stelle. In der selben Saison kam es zur Gründung einer erfolgreichen Spielgemeinschaft zwischen dem B-Team der Ravens und den Kundl Crocodiles. Durch den Gewinn der B-Liga qualifizierte sich die SPG Kundl/Salzburg für die Bundesliga, womit Salzburg im darauffolgenden Spieljahr mit zwei Mannschaften in der obersten Liga vertreten war.

Erster Staatsmeistertitel für ein Salzburger Eishockeyteam (2005/06)

Zu Saisonbeginn 2005/06 übernahm der österreichische A-Lizenz-Trainer Heinz Schiller das Traineramt. Im selben Jahr gründete Thomas Seywald gemeinsam mit dem kanadischen Trainer Kim Perepeluk die International Hockey Academy in Salzburg. Zielsetzung der Akademie ist der systematische und regelmäßige Austausch junger Spielerinnen bzw. Schülerinnen aus Salzburg und den Heimatländern des Eishockeysports, den USA und vor allem Kanada.

In der Bundesliga kam es in dieser Saison zu einer grundlegenden Reform. Die vier besten Vereine spielten in der internationalen Elite Women's Hockey League (EWHL) und griffen erst in den Play-Off-Spielen in den Kampf um den österreichischen Meistertitel ein. Der Grunddurchgang in der Bundesliga wurde mit sechs Mannschaften gespielt, darunter erstmals mit der SPG Kundl/Salzburg. Die vier bestplatzierten Vereine des Grunddurchgangs qualifizierten sich für die Play-Off-Spiele, wobei jedes Bundesligateam gegen eine Mannschaft aus der EWHL anzutreten hatte.

Die Ravens trafen im Viertelfinale auf die im Grunddurchgang drittplatzierte SPG Kundl/Salzburg und fertigten ihre eigene B-Mannschaft mit 9:0 und 12:0 deutlich ab. Mit zwei Siegen gegen die EHV Sabres im Halbfinale (8:2, 4:2) erreichten sie zum vierten Mal in Folge das Play-Off-Finale. Gegner war in diesem Jahr der DEC Dragons Klagenfurt, der den Salzburgerinnen im ersten Finalspiel am 25. Februar 2006 in der Eisarena Salzburg nichts entgegensetzen konnte und mit 2:15 deklassiert wurde. Das Rückspiel am 4. März endete mit 3:0 für die Salzburger Mannschaft die sich damit fünf Jahre nach der Vereinsgründung als "Österreichsicher Staatsmeister Dameneishockey 2006" (so die offizielle Bezeichnung) feiern lassen durfte.

Da die Herren des EC The Red Bulls, die mit ihren Leistungen in den Jahren zuvor einen wahren Eishockeyboom im Bundesland auslösten, ihren angepeilten Meistertitel in dieser Saison knapp verfehlten, kam somit den Damen der Ravens die Ehre zu, den ersten österreichischen Meistertitel für eine Salzburger Mannschaft in der Geschichte des österreichischen Eishockeysports zu erobern.

In der um Klubs aus Kroatien und der Slowakei erweiterten Elite Woman´s Hockey Leage errangen die Ravens dazu in der "Southwest Division" den dritten Rang und nach den, in diesem Bewerb erstmals durchgeführten Play-Off-Spielen gegen die Vereine der Northwest Division den fünften Endrang.

Vizemeister der EWHL (2006/07)

Für die Saison 2006/07 verstärkte sich der EC The Ravens Salzburg mit drei Gastspielerinnen aus Kanada und den USA, die über die International Hockey Academy verpflichtet werden konnten. Als Verstärkung erwies sich auch Kerstin Oberhuber die nach ihrem Auslandsaufenthalt wieder für die Ravens aufs Eis lief. Die ausgegeben Ziele der Vereinsführungen wurden international mit dem Vizemeistertitel in der EWHL klar erfüllt, national jedoch ebenfalls mit dem (bereits vierten) Vizemeistertitel knapp verfehlt.

Die heimische Meisterschaft begann am 14. Oktober 2006, allerdings ohne der SPG Kundl/Salzburg, die diese Saison in der B-Liga zubrachte. Das Spieljahr verlief für die Ravens erwartungsgemäß erfreulich, einzig mit dem knappen Verfehlen der Titelverteidigung zeigte sich die Vereinsführung nicht ganz zufrieden.

Schadlos hielten sich die Salzburgerinnen dafür in der Europaliga. Diese startete am 16. September 2006 und wurde nach einer Reform mit nur mehr elf Vereinen in einer Gruppe gespielt. Am Ende standen die Ravens nach einer spannenden Saison auf Platz zwei der Tabelle und feierten damit den wohl bisher erfolgreichsten Coup ihrer kurzen Vereinsgeschichte.

Für die Saison 2007/08 gelang es den Ravens erneut sich über die International Hockey Academy mit drei Spitzenspielerinnen aus Kanada – Kristen Hagg, Adrienna VanderZalm und Erika Vandervaal - zu verstärken.

Als Ziele wurden vom Vereinsvorstand der Staatsmeistertitel und der Angriff auf den ersten Platz in der EWHL ausgegeben. Aber vor allem in der Euroliga warten mit Neueinsteiger Slavia Prag und den stark besetzten Mannschaften aus Ungarn und Slowakei (durchwegs mit Nationalspielerinnen) schier unlösbare Aufgaben. Am Ende sicherten sich die Salzburgerinnen erneut den Vizemeistertitel in der österreichischen Liga.

Zum zweiten Mal Meister

2008/09 kam der österreichische Damen-Eishockeymeister zum zweiten Mal aus Salzburg und damit gleichzeitig auch zum zweiten Mal nicht aus Wien. Die Ravens feierten einen klaren 2:0 Erfolg in der Best-of-three Finalserie. Davor hatte man sich in der EWHL den Vizetitel geholt.

Die Saison 2009/10 bestritt man mit Torfrau Jamie Miller als Spielertrainerin, nachdem Trainer Heinz Schiller abgelöst worden war. Im Oktober bestritten die Salzburgerinnen erstmals Europacupspiele, bei ihrem Heimturnier scheiterten sie nur auf Grund der schlechteren Tordifferenz an den favorisierten Berlinerinnen, die den Aufstieg in die nächste Runde schafften. In der EWHL reichte es erneut zum Vizemeistertitel, mit dem man nach einer knappen 1:2 Niederlage in der Best-of-three Serie gegen die Vienna Sabres auch in der Österreichischen Meisterschaft Vorlieb nehmen musste.

Streit und Umbenennung

Nachdem nach der Generalversammlung am 8. Mai 2010 Thomas Seywald und die Sportliche Leiterin Silvia Fürst wegen Meinungsverschiedenheiten aus dem Vorstand ausschieden, untersagte der Gründer des Vereins dem verbliebenen Vorstand die Verwendung des Logos und des Namens. Daher kam es im Lauf des Sommers 2010 zur Umbenennung in Salzburg Eagles.

Abo auf den Vizemeister

Als Salzburg Eagles etablierte sich der Verein als zweitstärkster Verein in Österreich. Mit Ausnahme der Saison 2011/12 holte der Verein jedes Jahr den österreichischen Vizemeistertitel. Auch in der internationalen EWHL blieb man erfolgreich: 2013 und 2015 wurde man jeweils Dritter, 2016 und 2017 krönte man sich auch hier zum Vizemeister. Der langjährige Obmann Alois Zöhrer übergab 2016 offiziell seine Agenden an Elfi Verworner, hatte sich aber operativ bereits 2014 zurückgezogen.

Zweite Mannschaft

Das B-Team des DEC Salzburger Eagles kämpft seit 2014 in der DEBL II um Erfolge. Das "Eagles Team B" fördert im speziellen den Nachwuchs. Zur Unterstützung stehen neben A-Teamspielerinnen auch Hobbyspielerinnen dem jungen Team zur Seite.

Titel und Erfolge

  • 2 x Österreichischer Meister: 2006, 2009
  • 12 x Österreichischer Vizemeister: 2003, 2004, 2005, 2007, 2008, 2010, 2011, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017
  • 5 x Vizemeister der EWHL: 2007, 2008, 2010, 2016, 2017

Vereinsführung und Betreuer

Vorstand

  • Obfrau: Elfi Verworner
  • Teamorganisation: Hannes Hager
  • Schriftführer: Johannes Brunner

Sportliche Leitung

  • Elfi Verworner

Kader

Langjährige Spielerinnen

  • Marlene Brunner
  • Kerstin Oberhuber
  • Vera "Panci" Pancakova
  • Marion Rothböck
  • Eva-Maria Verworner
  • Lisa Zöhrer

Trainer

Ehemalige Trainer

Anschrift

DEC Salzburg Eagles
c/o Hannes Hager
Rettenpacherstrasse 32a
5020 Salzburg

Quellen

Weblink