Seniorenheim Anif

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Das Seniorenheim Anif ist eine betreute Einrichtung für Senioren in der Gemeinde Anif im Ortsteil Niederalm.

Allgemeines

Das Seniorenheim Anif wurde in den 1980er Jahren errichtet. Es befindet sich an der Verbindungsstraße der beiden Ortsteile Niederalm und Neu-Anif nahe des Gois. Nach dem Umbau (Ende 2014) bot es Platz für 61 Personen.

Neubau oder Umbau

Der von der 2008 regierenden ÖVP Anif beschlossene Neubau des Seniorenheims Anif auf einem 8 000 m² großen Grundstück in Niederalm neben dem Schloss Lasseregg brachte eine Spaltung der Orts-ÖVP mit sich. Der amtierende Bürgermeister Dr. Hans Krüger wollte nach einigen Monaten der Neubauplanung nun doch nur einen Umbau des Altbaus. Was bei Parteikollegen auf Widerstand stieß und Dr. Krüger mit der unabhängige Liste Krüger eigenständig für die anstehenden Gemeinderatswahlen 2009 kandierte, die er damit überlegen gewann.

Allerdings wurde der ursprünglich Zweck, ein Seniorenheim auf dem Grundstück neben dem Schloss Lasseregg zu errichten, nach politischen Streitereien und einer Bürgerbefragung am 22. November 2009 wieder geändert in eine Generationendorf (Wohnanlage) für junge Familie. Das bestehende Seniorenheim sollte saniert und modernisiert werden.

In der konstituierenden Gemeinderatssitzung vom 21. März 2009 teilte Bürgermeister Dr. Krüger mit, dass der Umbau des bestehenden Seniorenheims rund vier Millionen Euro kostet, der Neubau aber acht Millionen gekostet hätte. Bis dato (März 2009) seien für archäologische Notgrabungskosten auf dem neuen Grundstück bereits 150.000 Euro entstanden, die die Gemeinde durch Verkauf der Funde teilweise wieder herein bekommen wird (die Hälfte der Erlöse gehört der Gemeinde). Einer ORF-Information vom 4. Juli 2009 kann man folgende Zahlen entnehmen: Umbau des bestehenden Seniorenheimes: 5,4 Millionen Euro; Neubau: 7,1 Millionen Euro, mit Pelletsheizung: 7,5 Millionen Euro[1].

Umbau

In der Gemeindeaussendung vom Dezember 2010 stand zu lesen, dass der nunmehr fixierte Umbau des Seniorenheims nun 6,470.000 Euro kosten wird, wovon die Gemeinde 1,017.500 Euro an GAF-Mittel und 4,088.700 an Wohnbauförderung erhält. Mit dem Umbau werde im April 2011 bei laufendem Betrieb begonnen und dauert etwa 18 Monate. Anlässlich des Spatenstiches zum Umbau am 23. Mai 2011 gab es eine Feierstunde im Garten des Seniorenwohnheims, die von einer Abordnung der Trachtenmusikkapelle Anif musikalisch umrahmt wurde.

Der Mitteltrakt wurde um zwei Geschoße aufgestockt, das Haus neu thermisch saniert. Nach Ende der Umbauarbeiten standen 55 Wohneinheiten, fünf Gemeinschaftsräume und drei Pflegerbäder zur Verfügung.

Die Gesamtkosten von 5,840.000 Euro werden vom Land Salzburg (4,150.000 Euro), dem Gemeindeausgleichsfonds (1,017.000 Euro) und der Gemeinde Anif (675.000 Euro plus Kosten für die Einrichtung) getragen.

Während des eineinhalb Jahre dauernden Umbaus mussten die Senioren jedoch mit Unannehmlichkeiten rechnen. So wurden rüstige Senioren für die Umbauzeit in eine Pension ausgesiedelt. Da der Speisesaal von Juni bis November 2011 nicht benutzbar war, wurde neben dem Wohnheim ein beheizbares Speisesaal-Zelt aufgestellt. Das in der Planungsphase kursierende Angebot, in die Südtiroler Partnergemeinde Eppan umzusiedeln, schien niemand in Erwägung gezogen zu haben.

Tödlicher Unfall

Bei den Umbauarbeiten stürzte am 22. Oktober 2012 ein 23-jähriger Bauarbeiter tödlich 14 Meter auf den Betonboden in einen Liftschacht. Für ihn kam jede Hilfe zu spät, er erlag seinen schweren Verletzungen an der Unfallstelle.

Eröffnung

Am 2. März 2013 wurde der Umbau offiziell neu eröffnet. Der Umbau des Seniorenwohnhauses kostet schlussendlich inklusive Einrichtung 7,1 Millionen Euro. Das Land stellt eine Million aus dem Gemeindeausgleichsfonds zur Verfügung, knapp 4,1 Millionen entfallen auf die Wohnbauförderung. Die restlichen 1,6 Millionen Euro muss die Gemeinde Anif aufbringen[2].

Somit war der Umbau des alten Gebäudes gegenüber dem ursprünglich geplanten Neubau um nichts günstiger. Diese Differenz war ja anfangs von Bürgermeister Dr. Krüger aber mit 1,7 Millionen Euro angegeben worden, weshalb er sich auch so vehement für den Umbau eingesetzt hatte und sich von der Orts-ÖVP abspaltete[3].

Quellen

Einzelnachweise