Stolpersteine in der Stadt St. Johann im Pongau

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Stolperstein für Hansi Thaler. Der erste in St. Johann im Pongau verlegte Stolperstein
Stolpersteine für das jüdische Ehepaar Karl und Charlotte Schneider

Stolpersteine sind Mahnmale, die an das Schicksal der Menschen, die von den Nationalsozialisten deportiert, ermordet oder in den Freitod getrieben wurden, erinnern.

Die ersten drei Stolpersteine

Am 3. Juli 2014 wurden in St. Johann im Pongau die ersten drei Stolpersteine in Gedenken an Nazi-Opfer verlegt.

Der Ende 2013 gegründete Verein „Geschichtswerkstatt St. Johann“ hatte die drei Opfer recherchiert. Es sind dies das jüdische Ehepaar Charlotte und Karl Schneider und Hansi Thaler, ein Bub, der an Gehirnhautentzündung erkrankt war. Er wurde im Rahmen der NS-Kindereuthanasie am Spiegelgrund in Wien ermordet.

Die Steine wurden von Privatpersonen gesponsert. Im Fall des ermordeten Buben war dies Walter Thaler, der Bruder des Opfers.

Weitere Stolpersteine

  • Für Kaspar Wind wurde vor dem Haus Pöllnstraße Nr. 2 ein Stolperstein verlegt. Kaspar Wind lehnte das nationalsozialistische Regime ab und machte daraus kein Hehl. Er beteiligte sich an der Fluchthilfe für Karl Rupitsch. Dafür wurde er verhaftet und am 28. Oktober 1944 zusammen mit Alois Buder hingerichtet.

Die Stolpersteine für diese fünf aus St. Johann im Pongau stammenden Opfer wurden im Rahmen einer würdigen Feier im Bereich ihrer letzten Wohnadresse am 15. Juli 2015 verlegt.

Geplante Stolpersteine

Opfer, für die in Zukunft Stolpersteine verlegen werden:

Quellen

Weblinks