Am Spiegelgrund

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Mahnmahl für die Kinder vom Spiegelgrund

Der Name Am Spiegelgrund kennzeichnete bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts den Spitalskomplex auf der Baumgartner Höhe in Wien. Heute wird der Begriff Am Spiegelgrund vor allem mit den Verbrechen der NS-Medizin in Verbindung gebracht.

Die im Jahr 1940 eingerichtete "Kinderfachabteilung" war die zweitgrößte des Landes während der Kindereuthanasie. Namen wie „Wiener städtische Jugendfürsorgeanstalt“, „Heilpädagogische Klinik der Stadt Wien - Am Spiegelgrund“ und „Wiener städtische Nervenklinik für Kinder“ sollten eine Betreuung vortäuschen. Es fanden etwa 700 bis 800 Euthanasiemorde an geistig behinderten Kindern statt.

Salzburgbezug

Auch Salzburger Kinder wurden Opfer der NS-Kindereuthanasie, wie z.B der 4 1/2 jährige Johann Holleis, die 1 1/2jährige Rosemarie Daxer, die 2 1/2 jährige Anna Pangerl, die 1 1/2 Jahre alte Regina Turek, der 3 Monate alte Helmut Zöllner und der 5 jährige Hansi Thaler sowie der 4 jährige Stefan Kaufmann in dieser Einrichtung ermordet. Insgesamt wurden mindestens 19 Kinder und Jugendliche aus Salzburg - das jüngste gerade ein paar Wochen alt, die älteste 17 Jahre - eingewiesen.

Quelle

  • NS-Euthanasie-Am Spiegelgrund
  • Salzburgwiki: Johann Holleis, Rosemarie Daxer, Anna Pangerl, Regina Turek, Helmut Zöllner, Hansi Thaler, Stefan Kaufmann

Weiterführend

Für Informationen zu Am Spiegelgrund, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema