Wernhard von Marsbach

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Basilika Seckau, Bischofskapelle, Halbfigurenportrait Bischof Wernhard von Marsbach.jpg

Wernhard von Marsbach († Jänner 1283) war Bischof von Seckau.

Leben

Wernhard von Marsbach wurde als Sohn eines Lehensmannes, der sein Lehen vom Hochstiftes Passau erhalten hat, geboren. Sein Studium absolvierte er in Padua.Von 1242 bis 1264 war er Domherr in Passau und dort 1267/68 Domdechant und Lehrer für kanonisches Recht.

1268 wurde er als Kandidat des böhmischen Königs Ottokar II. durch den Salzburger Erzbischof Wlodizlaus von Schlesien zum Bischof von Seckau ernannt. Die guten Beziehungen des Bischofs zu Ottokar nutzten dem Bistum. So stellte 1269 Ottokar Seckau unter seinen besonderen Schutz.

1270 war Wernhard mit dem neuen Erzbischof Friedrich von Walchen am Abschluss des Waffenstillstandes zwischen König Ottokar und dem ungarischen König Stephan V. beteiligt. Er wurde ob seines Geschicks mehrmals zum Schiedsrichter in strittigen Fragen bestellt. 1273 war er bei der Wahl des deutschen Königs in Frankfurt anwesend. Er erhielt jedoch vom Konzil von Lyon den Auftrag Ottokar zur Anerkennung Rudolfs von Habsburg zu bewegen. 1275 hielt der Bischof in Augsburg eine Rede gegen Rudolf und dessen Wähler. Als über Ottokar die Reichsacht verhängt wurde, musste Wernhard aus Augsburg fliehen. 1276, nach dem Zusammenbruch der Herrschaft Ottokars, wendete sich Wernhard Rudolf von Habsburg zu. Seine antihabsburgische Haltung, die er vorher vertreten hatte, schadete seinem Bistum. 1277 besiegelte er den Freundschaftsvertrag zwischen Rudolf und dem Ungarnkönig Ladislaus IV., 1282 war er in Augsburg Zeuge der Belehnung von Rudolfs Söhnen Albrecht I. und Rudolf II. mit Österreich und der Steiermark.

Auf der Rückreise von Augsburg verstarb Bischof Wernhard. Er wurde vermutlich in der Basilika Seckau beigesetzt.

Quelle


Zeitfolge
Vorgänger

Ulrich I.

Bischof von Seckau
1268 bis 1283
Nachfolger

Leopold I.