Amalie Löwy

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Stolperstein für Amalie Löwy; in der Franz-Josef-Straße Nr. 12

Amalie Löwy, geborene Fuchs (* 7. März 1875 in Buttenwiesen, Bayern; † um/nach 1942 in Lublin-Majdanek (ermordet)) war ein Opfer des Nationalsozialismus in Salzburg.

Leben

Löwy war die Tochter des jüdischen Ehepaares Ludwig Fuchs und Julia (geborene Schönbrunn). Löwy war verheiratet mit Oswald Löwy (* 1868 ; † 1935 in Wien), der in Salzburg Verwandte hatte, darunter seinen Neffen Ernst Löwy. Das Ehepaar Löwy hatte sechs Kinder (zwei Töchter und vier Söhne): Elsa (starb kurz nach der Geburt 1895), Ludwig, Robert, Paul, Emil und Grete. Familie Löwy hatte ihren Wohnsitz im Andräviertel, in der Franz-Josef-Straße Nr. 12, im zweiten Stock.

Oswald Löwy starb 1935. Er fand seine letzte Ruhestätte auf dem jüdischen Friedhof in Salzburg. Der Grabstein ist jedoch, genau wie jener der Tochter Elsa, nicht erhalten geblieben.

Löwy musste im Juni 1938 ihre Wohnung verlassen und ging nach Prag, wo ihre Schwester Jenny; sowie Tochter Grete lebten. Von dort aus wurde Löwy am 8. Februar 1942 nach Theresienstadt und anschließend am 28. April des gleichen Jahres nach Zamosc (Polen) deportiert. Sie schied in Lublin-Majdanek aus dem Leben. Das genaue Todesdatum ist nicht eruierbar.

Löwys Sohn Ludwig starb am 30. Jänner 1939 nach langer schwerer Krankheit und fand auf dem Wiener Zentralfriedhof seine letzte Ruhestätte. Löwys andere Kinder flüchtete nach Amerika: Robert und Paul in die USA (Portland/Wentchee), Emil und Grete nach Kolumbien (Barranquilla).

Zum Andenken an Amalie Löwy wurde am 22. Juni 2009 in der Franz-Josef-Straße Nr. 12 ein Stolperstein verlegt.

Quelle