Hauptmenü öffnen

Astrid Lamprechter

Mag.aAstrid Lamprechter (* 2. Mai 1974 in Salzburg) ist Geschäftsführerin der Geschützten Werkstätten und mögliche neue Finanzlandesrätin im Sommer 2013.

Karriere

Salzburgs SPÖ hat am 1. März 2013 ein erstes personelles Angebot vor der Landtagswahl am 5. Mai unterbreitet. SPÖ-Chefin und Landeshauptfrau Gabi Burgstaller präsentierte die Geschäftsführerin der Geschützten Werkstätten Salzburg (GWS), Astrid Lamprechter, als mögliche neue Finanzlandesrätin.

Bevor Lamprechter Finanzlandesrätin wird, muss die SPÖ allerdings die Wahl gewinnen.

Burgstaller verwies bei der Vorstellung der Kandidatin auf deren fachliche Qualifikation und auf ihre Verankerung in der SPÖ. „Sie ist so was von geerdet bei den sozialdemokratischen Grundwerten, dass die Budgetpolitik bei ihr in guten Händen ist“, sagte Burgstaller.

Lamprechter stünde nach der Wahl für eine „Regierung der konstruktiven Kräfte“ zur Verfügung. Für den Landtag wird die 38 Jahre alte Wirtschaftswissenschafterin aber nicht kandidieren.

Lamprechter sagte etwas überraschend, dass es ein „hervorragender Zeitpunkt“ sei, um in die Politik einzusteigen. „Es ist eine politisch schwierige Situation. Aber wo Schatten ist, ist auch Licht. Es besteht nach dem Finanzskandal die Chance, die entstandene Dynamik zu nutzen und viele Dinge anzupacken“, sagte Lamprechter.

Ihre persönliche Lebensplanung hätte zwar anders ausgesehen. Aber sie sei gegenüber dem Land, der SPÖ und Landeshauptfrau Burgstaller loyal. „Wenn sie sagt,Ich brauch’ dich jetzt‘, dann bin ich da. Für jemanden, der gestalten will, ist es ein guter Zeitpunkt.“ Sie würde ihre Aufgabe darin sehen, einerseits Ordnung in das Finanzressort zu bringen. Andererseits stehe sie für eine vernünftige und ausgeglichene Budgetpolitik. Sie wolle alle Bereiche „tabulos ansehen. Es gibt keine heiligen Kühe“, betonte die Sozialdemokratin.

Nach dem Rücktritt von Finanzreferent David Brenner hatte im Jänner Georg Maltschnig das Ressort übernommen. Der Geschäftsführer der Wohnbaugenossenschaft Bergland und ehemalige Bürgermeister von Zell am See hatte von Anfang an gesagt, nach der Wahl wieder aus der Regierung auszuscheiden.

Die SPÖ präsentierte am Freitagabend beim Landesparteirat vor 142 Delegierten ihre Kandidaten für die bevorstehenden Wahlen – für die Landtagswahl am 5. Mai sowie die Nationalratswahl im Herbst. Bei dieser Gelegenheit wurde auch Lamprechter den Parteimitgliedern vorgestellt.

Astrid Lamprechter wurde am 2. Mai 1974 in Salzburg geboren und ist in Bischofshofen aufgewachsen. Nach der Matura an der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe in St. Johann verbrachte Lamprechter zwei Jahre in Frankreich. Sie studierte Wirtschaftswissenschaften in Innsbruck und Maastricht. Berufliche Erfahrungen sammelte sie bei der Bawag, bei Ford Österreich und beim Land Salzburg. Dort war Lamprechter in der „Stabsstelle für Frauenfragen und Chancengleichheit“ aktiv.

2010 wurde sie Geschäfts führerin der finanziell schwer angeschlagenen Geschützten Werkstätten. Sie führte den Betrieb mit 450 Mitarbeitern wieder in die Gewinnzone.

Die 38-Jährige ist verheiratet und Mutter von neunjährigen Zwillingsbuben.

Bis zu einer möglichen Berufung in die Landesregierung will Lamprechter GWS-Geschäftsführerin bleiben. Die politische Tätigkeit will sie streng von ihrer beruflichen Arbeit trennen. Lamprechter: „Wahlkämpfen werde ich im Urlaub, am Abend und am Wochenende.“

Quelle