Bürgerspital (Hallein)

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Bürgerspitalplatz in Hallein, er grenzt an das frühere dortige Bürgerspital an
Karte

Das Bürgerspital war ein Spital in der Altstadt von Hallein am Bürgerspitalsplatz. Es zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in Hallein.

Geschichte

Nach Chr. Greinz[1] wurde es angeblich 1386 von Ulrich Samer gegründet. 1422 wurde es neu dotiert und mit ihm der Fond des Bruderhauses vereinigt, das sicherlich mit Beihilfe der alten Bruderschaften entstanden ist. Nach Penninger dürfte das tatsächliche Alter dieser Einrichtung in das frühe 14. Jahrhundert zurückreichen. Das Gebäude diente bis zur Errichtung des neuen Altenheimes als Altersheim.

1427 wurden das Bürgerspital und die Bürgerspitalskirche erstmals urkundlich erwähnt. Eine Pfarrarchiv-Urkunde von 1489 nennt beide Stiftungen die Spitalhäuser in der Zagelau.

1554 erließ Ernst Herzog von Bayern, Apostolischer Administrator des Erzbistums Salzburg, eine neuen Hausordnung.

In einer Urkunde aus dem Jahr 1489 werden das Bürgerspital und das Bruderhaus als „die Spitalhäuser in der Zagelau“ erwähnt.

1682 begabte es Fürsterzbischof Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg mit einer „Selpad"-Stiftung.

1708 wurde das Spital zu einem einfachen zweistöckigen Gebäude ausgebaut, die Kirche erhöht und zu ihrer heutigen Form erweitert.

1798 wurde der Turm neu hinzugefügt.

1823 war das Bruderhaus nach Benedikt Pillwein verkauft.

Turmuhrwerk

Im 21. Jahrhundert stieß der Restaurator des Keltenmuseums Dirk Böckmann im Depot auf ein gotisches Turmuhrwerk. Dieses stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Turm des ehemaligen Bürgerspitals. Der Bürgerspitalsturm wies noch 1908 Zifferblätter auf. Das Turmuhrwerk dürfte zusammen mit der Orgel und dem Altar aus der Bürgerspitalskirche in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zunächst in das Halleiner Stadtmuseum gekommen sein, das ja später im Keltenmuseum aufging.

Das Gebäude

Auf der beta-Version[2] von SAGIS im Katastermodus erkennt man zwei Gebäude mit Hausnummer Bürgerspitalplatz 1. Dabei verläuft ein schmaler Teil des Hauses Nr. 1 bis zum nördlich gelegenen Schifferplatz, wo man im ersten und zweiten Stock Fenster gleicher Art wie sonst am Haus des ehemaligen Bürgerspitals zu sehen sind. Das nordöstliche Gebäudeeck (östlich von der Straße begrenzt, die ebenfalls noch Bürgerspitalplatz heißt, und nördlich vom Schifferplatz begrenzt) beherbergt die Bürgerspitalskirche.

Weblink

Quellen

Einzelnachweis

  1. "Das soziale Wirken der katholische Kirche in Salzburg", Wien, 1898
  2. www.salzburg.gv.at