Spital

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Spital ist eine alte, historische Bezeichnung für eine Krankenanstalt.

Begriff

Das Wort Spital, auch Hospital, ist von dem lateinischen Wort hospitalitas (= Gastlichkeit, Gastfreundlichkeit) abgeleitet.

Der Begriff 'Spital' wurde seit dem Mittelalter insbesondere als Bezeichnung für eine karitative Einrichtung verwendet, in der Kranke, Pflegebedürftige, Siechende und Sterbende, sowie Alte, Obdachlose und Arme behandelt und gepflegt wurden. Begriffe wie Leprosenhaus, Siechenhaus, 'Sondersiechenhaus, Pesthaus, Bruderhaus, Bürgerspital oder Pfründnerhaus haben eine ähnliche Bedeutung.

Seit dem Ende des 17. Jahrhunderts wurde das Wort 'Spital' vorwiegend als Bezeichnung für eine Einrichtung zur Krankenbehandlung im Sinne von Krankenhaus verwendet und es wurden auch überwiegend medizinische Anforderungen an eine derartige Einrichtung gestellt.[1]

Spitäler in der Stadt Salzburg

1327 gestiftet, 1562 um ein Pfründnerhaus baulich erweitert, geschlossen 1898
Das Domkapitelspital wurde 1143 gegründet, das Armenhaus sogar vor 1110
es lag im Osten des Domklosterbezirks an der St.-Johannes-Kirche, etwa an der heutigen Ecke Kaigasse (bei Nr. 4) - Chiemseegasse
es wurde seit dem 15. Jahrhundert nach dem Domherrn Balthasar von Stubenberg auch St. Johann in Stubenberg genannt.[2].
Das Domspital wurde im Jahr 1603 abgerissen und die Pfründner nach St. Erhard in Nonntal verlegt.[3]
das städtisches Spital bei der Brücke (heute Getreidegasse Nr. 2) wird 1165 und 1322 urkundlich erwähnt
mit der Kirche zum hl. Laurentius (St. Lorenz) und Magdalena, errichtet 1150, auch 'St. Lorenz Spital' oder 'Madgalenaspital' genannt
es lag etwa an Stelle der heutigen Kajetanerkirche, die 1697 errichtet wurde
es ist seit 1310 als Spital im Nonntal mit der Erhardkirche oder als Frauensiechenhaus genannt, dieses Haus war um 1600 desolat
1603 wird das alte Spital saniert und um einen Männertrakt — für die aus dem Domspital kommenden Pfründner — erweitert
Der Männertakt wird 1678/79 auf Grund eines Vermächtnisses von einem Salzburger Domdechanten in die heutige Form gebracht (siehe Gedenktafel am Haus Nonntaler Hauptstraße 12; die Inschrift ist bezogen auf Wilhelm Reichsfreiherr von Fürstenberg)
das Erhardspital wird, weil es das Domkapitel im Tausch für das Domkapitelspital St. Johann in Stubenberg erhielt auch als Domkapitelspital bezeichnet
das Erhardspital wird 1898 geschlossen[4]
es lagt unweit des Bruderhauses St. Sebastian an der Schanze und war aus Holz gebaut
Bereits 1571, auf dem Höhepunkt der Pest, war ein Kontumazhaus aus Holz in der Riedenburg, in ausreichender Entfernung von der Stadt errichtet worden.
Im 16. Jahrhundert hielt man alle ansteckenden Krankheiten für "Pesten". Die davon ergriffenen wurden aus seuchenhygienischen Gründen und mangels Behandlungsmöglichkeiten abgesondert.
im Jahr 1800, 1805 und 1809 wurde das Lazaretthaus zum Militärspital[5]
es war sowohl für die Behandlung von aktiven Soldaten als auch abgedankten Soldaten, sowie die kranken Soldatenweiber und ihre Kinder mit ansteckenden Krankheiten[6]
das erste Krankenhaus für Salzburg wurde 1699 errichtet
1695 gestiftet für Pilger und kranke Studenten, ab 1704 für alle Kranken der Stadt[7]

Andere Bauwerke, die zeitweise als Spital genutzt wurden

Spitäler im Land Salzburg

Sonstiges

Siehe auch

Weblink

Quellen

Einzelnachweise

  1. ANNO, Medicinisch chirurgische Zeitung, 8. August 1791
  2. ANNO, Salzburger Chronik, 16. Juli 1927
  3. ANNO, Salzburger Zeitung, 27. Jänner 1860
  4. ANNO, Salzburger Chronik, 25. Jänner 1899 und ANNO, Salzburger Volksblatt, 27. Februar 1899
  5. ANNO, Salzburger Zeitung, 26. September 1861
  6. ANNO, Intelligenzblatt von Salzburg, 22. Oktober 1803
  7. ANNO, Intelligenzblatt von Salzburg, 27. August 1803
  8. ANNO, Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 186]
  9. ANNO, Salzburger Volksblatt, 22. Mai 1905
  10. ANNO, Salzburger Zeitung, 21. Mai 1862
  11. ANNO, Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 1866
  12. ANNO, Salzburger Chronik für Stadt und Land, 13. Jänner 1869