Die Pest in Salzburg

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Titelbild Buch Die Pest in Salzburg

Buchtipp Die Pest in Salzburg

Autor: Leopold Öhler
Verlag: Verlag Anton Pustet
Erscheinungsjahr: 2013
ISBN 978-3-7025-0725-1

Rezension 1

Ein detailreiches Sachbuch sehr gut recherchiert

Das Buch beruht auf der Dissertation von Leopold Öhler an der Paris Lodron-Universität Salzburg und ist eine unglaubliche Fundgrube an Wissen und Daten. Es ist auch kein Lesebuch im herkömmlichen Stil, sondern vielmehr ein geschichtliches Fachbuch.

Nach einer Einleitung zur Gesamtsituation der europäischen Pestsituationen, über die Ursachen der Pest und historischen Krankheits- und Seuchenbildern (zusammen 40 Seiten), dreht sich alles auf den restlichen fast 200 Seiten um die Salzburger Pestgeschichte, Maßnahmen im Fürsterzbistum, Einzelmaßnahmen und Bekämpfung sowie Auswirkungen.

Dem Leser wird klar, dass die Pest nicht, wie man vielleicht vermutet, nur zwei oder drei Mal im Land war. Sie war eine latent vorhandene Krankheit, die alle paar Jahre mal stärker, mal schwächer ausbrach. Die Fürsterzbischöfe erließen Maßnahmenkataloge zur Verhinderung, die aber lange deshalb nicht wirklich wirkungsvoll waren, weil man die wahren Ursachen der Pest (noch) nicht kannte. In den einzelnen Kapiteln finden sich unzählige Daten und Informationen über Stadt und Land, Menschen und Handel. In einem mehrseitigen Kapitel geht es um die Pest in Hallein.

Was dieses Buch auch so interessant macht, sind Originalzitate aus Quellen früherer Jahrhunderte. Der Leser erlebt so die Sprache von seinerzeit („haymlich gemäch“, „pad und Balbierheuser“, „unsawbrigkhait“). Einzelnachweise mit detaillierten Quellenangaben und weiterführende Literatur ergänzen wissenschaftlich die Angaben.

Wer also schon längst einmal fundiert über die Pest im Allgemeinen und die Pest im Salzburg im Detail nachlesen wollte, dem empfehle ich dieses Buch wärmstens. Ich glaube, Besseres kann nicht nachkommen, da Öhler dieses Thema bezogen auf Salzburg mit diesem Buch umfassend aufgearbeitet hat.

Rezension 2

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