Eiserner Hut

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Als „Eiserner Hut“ werden Stellen im Gelände bezeichnet, an denen Erzkörper als Ausbiss an der Erdoberfläche sichtbar sind.

Entstehung und Beschreibung

Der eiserne Hut entstand entweder durch Gletscherschliff oder entsteht durch Verwitterung des schiefrigen Nebengesteines, aus dem der Erzgang als unverwitterte Rippe herausragt. Durch den Eisengehalt des Erzkörpers bildet sich im Kontakt mit Sauerstoff Eisenrost und färbt den Erzgang oberflächlich braun bis rot. Die Kupfererze weisen in der Oxidationszone charakteristische blaue und grüne Farbtöne auf. Am Beginn des prähistorischen Kupfererzbergbaus stand die Nutzung solcher Erzausbisse, die im Gelände durch Prospektion (Lagerstättenerkundung durch Begehung) leicht aufzufinden waren.

Der Götschenberg, der an der Straße von Bischofshofen nach Mühlbach am Hochkönig liegt, als Siedlungsplatz eines der Zentren des frühen prähistorischen Kupferbergbaues, bildet mit seinen braun verfärbten und von der Straße aus sichtbaren nackten Felsen ein gutes Anschauungsbeispiel für den eisernen Hut.

Quelle