Ereignisse auf dem Zeller See

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Dieser Artikel sammelt Informationen über Ereignisse am Zeller See.

Einleitung

Der Zeller See im Gemeindegebiet der heutigen Stadt Zell am See war einst ein wichtiger Transportweg für die Bewohner der ehemals selbständigen Gemeinde Thumersbach am Ostufer des Sees, die diesen mit Ruderbooten oder Zillen mit Stehruder querten. Der Weg um den See herum war beschwerlicher und viel weiter. Dabei kam es immer wieder zu Unglücken oder Beinahe-Unglücken.

Im Winter nutzte man die Eisdecke des Sees, um auf kurzem Weg nach Zell am See zu gelangen, ein weiterer Grund für Unfälle. Aber nicht nur Unglücke geschahen auf dem See. Es gab auch Ereignisse sportlicher Art.

Nachstehend werden Informationen über einzelne Ereignisse gesammelt.

Ereignisse

Ereignisse sportlicher Art

Ereignisse mit glücklichem Ausgang

  • In der Weihnachtszeit des Jahres 1905 fuhr der Kooperator Jakob Hirzinger mit einem Beinschlitten von der Schule Thumersbach in rasantem Tempo Richtung Zell am See. Plötzlich brach er mit seinem Schlitten durch das Eis. Infolge der Geschwindigkeit bewegten sich Ross und Schlitten samt Fahrer unter der geschlossenen Eisdecke in Fahrtrichtung weiter. Der Kooperator glaubte sein letztes Stündlein habe geschlagen. Da aber die Unterseite der Eisdecke gerippt war, arbeitete er sich in seiner Todesangst mit seinen Händen an diesen Unebenheiten zurück zur Einbruchsstelle und konnte von herbeieilenden Helfern herausgezogen werden. Ross und Schlitten gingen verloren, aber der Kooperator war gerettet. Seither heißt die Einbruchsstelle 'Kooperatorloch'.[2]
  • Am 1. Jänner 1920 wollte der Landbriefträger Gabriel Nußbaumer nach Ende seines Dienstganges von Thumerbach über den zugefrorenen See nach Zell am See gehen. Er brach in das infolge des Regens in den letzten Tagen weich gewordene Eis ein. Der ihn begleitende Lehrer Reischl rettete ihn vor dem Untergehen.
Nach geglückter Rettung kam aus dem starken Nebel der Schmiedsohn Rupert Meyer aus Thumersbach auf dem See daher. Er war mit einem Handschlitten unterwegs, auf dem Er Mehl geladen hatte und sich von Zell am See nach Thumersbach am Heimweg befand. Etwa 20 Meter vom Ufer entfernt brach er mitsamt dem Schlitten durch das Eis ein. Er stand bis zum Hals im See. Dem bereits geretteten Briefträger Nußbaumer gelang es kriechend und unter eigener höchster Lebensgefahr mit Hilfe seines Gehstocks Meyer an Land zu bringen.
Nun musste Nußbaumer noch seinen Retter, den Lehrer Reischl, der auf seiner sehr weichen Stelle am Eis zum Stillstehen gezwungen war, bergen. Dazu verwendete er Bretter. Schließlich holte er noch den Handschlitten Meyers samt dem Mehlsack aus dem See.[3]

Ereignisse mit Todesopfern

Quellen

  • Salzburgwiki-Einträge

Einzelnachweis

  1. , Seite 18
  2. Quelle ANNO, Volksfreund, Ausgabe vom 27. Jänner 1906, Seite 2
  3. Quelle ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 2. Jänner 1920, Seite 4