Ferien-Messe Salzburg

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Die Ferien-Messe Salzburg, früher Ferienmesse TOURF genannt, entstand 1986 und fand im November 2011 letztmalig statt.

Geschichte

Begonnen hat alles mit einer "Hausmesse" im Raiffeisenverband Salzburg in der Schwarzstraße (1984?), die zwei Mal stattfand. Der Erfolg brachte mit sich, dass man in das alte Kongresshaus ausweichen musste. Aber schon 1987 ging dann die Ferienmesse im Messezentrum Salzburg in Liefering über die Bühne. Damals waren noch fünf bis sechs Hallen mit Reiseveranstaltern, Reisebüros, Busunternehmen, Hotels, Fremdenverkehrsvereinen und Ländervertretungen aus aller Welt zu Gast.

Fast jedes noch so kleine Reisebüro leistete sich in den ersten Jahren der Ferienmessen seinen eigenen Ausstellungsstand. Im Laufe der Jahre begann aber die Ausstellerzahl, vor allem die lokalen Salzburger Anbieter immer weniger und weniger zu werden, bis man vor einigen Jahren die dann "TOURF" genannte Ferienmesse mit der Ausstellung "Die Hohe Jagd" zusammen spannte, um die Besucherzahlen halten zu können.

Heute (2009) ist diese Ferienmesse eine eher unbedeutende Messe, da sie auch kaum mehr zwei Hallen füllt. Die Besucherzahlen sind seit vielen Jahren ebenfalls mehr oder weniger gleichbleibend und pendeln um die 30 000 Personen. Wobei nicht ganz klar ist, ob hier nicht auch Besucher anderer, gleichzeitig stattfindender Messen mitgerechnet werden.

Nach ihrer Verlegung vom Februar- auf einen November-Termin im Jahr 2011 wurde im Juli 2012 mitgeteilt, dass diese Ferien-Messe nicht mehr stattfinden wird. Hintergründe für diese Entscheidung war der massive Besucherrückgang 2011 gewesen (knapp 10 000 Besucher), die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Tourismusbranche und die damit einhergehenden Einsparungsmaßnahmen, u.a. die Teilnahme an Messen. Auch war die Messe im November 2011 zu früh angesetzt gewesen, was zu wenige Besucher anlockte. Darüber hinaus sind Experten der Meinung, dass Reisemessen in der derzeitigen Form zu überdenken sind, weil es die Messe als zentrale Informationsstelle, wie noch vor zehn Jahren, nicht mehr gibt. Diese Informationen werden zunehmend im Internet recherchiert.[1]

ARGE der Reisebüros

1986 gründet sich die ARGE der Reisebüros unter den beiden Vorsitzenden Klaus Katzlberger (damals noch Österreichisches Verkehrsbüro, später dann REISEN+FREIZEIT, heute TUI Reisecenter) und Dkfm. Eduard Gordon, Reisebüro Gordon.

Die TOURF sollte Reiselustigen Salzburger die Möglichkeit geben, sich ausführlich und intensiv über die verschiedenen Urlaubsziele informieren zu können. Ein Ziel der ARGE war es auch, dass bei Grenzfällen von Urlaubsreklamationen der Reisebürokunde bestmöglich behandelt wird. Großes Gewicht legte die ARGE auch darauf, dass die Salzburger ihren Urlaub im eigenen Land buchen. Denn damals lockten vor allem die Reisebüros in Freilassing (es galt ja noch die deutsche Mark!) mit Sonderangeboten[2].

Die ARGE wollte aber auch das Land Salzburg auf anderen Ferienmessen vertreten.

Mitglieder der ARGE

Vorstand
Klaus Katzlberger, Dkfm. Edward Gordon, Ivo Ruckser (Reisebüro Dr. Degener), Bertl Egger (REISEN+FREIZEIT, heute GEO Reisen), Hannes Marazeck vom Reisebüro Marazeck, Wolfgang Amesberger (American Express, heute Reisebüro KUONI), Hans Traunmüller (American Express), Felix Brandstätter (RUEFA Reisen, später Direktor Messezentrum Salzburg) und Herbert Aigner (RUEFA Reisen);

Kooptierte Mitglieder
Dkfm. Heinz Hutter (Vorstand der Fachgruppe Reisebüros in der Wirtschaftskammer Salzburg und Geschäftsführer von Dr. Degener Reisen), sowie Mag. Pichler, Sekretär der Fachgruppe Reisebüros;

Mitglieder
African Safari Club, Albus, American Express, Bustouristik, Dr. Degener Reisen, Esterbauer, TAG Flug und Ferntouristik, Reisebüro Gordon, Interhome, Internationales Reiseservice, ITS, KUONI, Ladinger Reisen, Marazeck & Co, Neubaur, Dr. Obermaier Sprachreisen, ÖAMTC-Reisen, Verkehrs- und Reisebüro, Panorama Tours, Herzl-Reisen, Kartenbüro Polzer, REISEN+FREIZEIT, RUEFA Reisen, Busreisen Russegger, Salzburger Landesreisebüro, SCHWEIGHOFER & ZÖHRER, Busreisen Vogl, Vorderegger Reisen, Wagons Lits, Dr. Wechner und Young Austria Touring;

Einzelnachweis

  1. Salzburger Nachrichten, 17. Juli 2012
  2. u. a. erklärten deutsche Reisebüros, dass sie deutsche Reiseveranstalter wie Kreutzer Reisen, air conti Flugreisen oder Touropa Deutschland-Reisen (wie die TUI damals noch hieß) günstiger anbieten könnten. Denn diese Veranstalter würden für Österreich - extra - Kataloge mit höheren - DM - Preisen auflegen. Was natürlich Unsinn war. Die DM-Preise waren ident und es gab auch keine extra-Ausgabe für Österreich. Selbst das Angebot Salzburger Reisebüros, sich in Deutschland einen Katalog zu besorgen und in Salzburg in DM zu bezahlen, fand nicht bei allen Glauben. So fuhr man nach Freilassing, um seinen Urlaub dort zu buchen.)

Quelle