Ford Motor Company Austria

Aus Salzburgwiki
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Bildmitte das ehemalige Firmenareal von Ford Motor Company Austria. Das mit "Tappe" gekennzeichnete Gebäude war das Bürogebäude von Ford, die weiße große Halle Werkstätten sowie das Gebäude darüber und jenes rechts (alle drei wurden 2020 oder 2021 abgerissen).

Die Ford Motor Company Austria war die Importzentrale der Automobilfirma Ford Motor Company in der Stadt Salzburg, die sich nun in Wien befindet.

Personen, die beim Unternehmen arbeiteten

Geschichte des Firmenareals

Das Gelände der ehemaligen Ford Motor Company Austria, zuletzt von SCHWEIGHOFER & ZÖHRER für Büro und Garagen genutzt. Die Gebäude wurden 2020 oder 2021 abgerissen, da die Heimat Österreich darauf Wohnungen errichten wird.
In dem Gebäude rechts war von 1988 bis 2003 das Stadtarchiv Salzburg unterbracht. 2006 bis 2007 war im ersten Stock das Büro von Schweighofer & Zöhrer untergebracht, 2021 diente Teile als Notschlafstelle der Caritas.

Ursprünglich umfasste das Gelände der Ford Motor Company Austria in Salzburg ein Areal von etwa 1,5 Hektar. Es erstreckte sich zwischen der Fürbergstraße im Süden und Westen, der Anton-Graf-Straße im Norden und dem südlichen Teil des ehemaligen Rangierbahnhofs Parsch an der Salzburg-Tiroler-Bahn.

An der Fürbergstraße mit Hausnummer 49 und 51 steht ein Gebäude, in dem die Büros von Ford Motor Company Austria unterbracht waren. Nördlich davon stehen Hallen, die für Technikschulungen sowie verschiedene Werkstätten genutzt wurden. Dazwischen gab es Flächen, auf denen eine kleinere Zahl importierter Fahrzeuge abgestellt werden konnten.

Als der Termin des Beitritt Österreichs zur EU näher kam verlangte die Ford Motor Company Austria ihren Hauptfirmensitz nach Wien. Ein Teil blieb noch an der Fürbergstraße in Salzburg. Jedoch wurde um 2000 ein kleiner Teil der Büroräume - Fürbergstraße 49 - an das Salzburger Busunternehmen Schweighofer & Zöhrer vermietet. Einen Teil der nicht mehr benötigen Hallen von Ford Motor Company Austria an der Anton-Graf-Straße hatte das Busunternehmen mittlerweile gekauft und dort ihren Fuhrpark untergebracht. Im Frühjahr 2006 zog dann Schweighofer & Zöhrer aus dem Gebäude Fürbergstraße 49 aus und übersiedelte in Teile des freigewordenen Gebäudes Fürbergstraße 47, wo sich das Archiv der Stadt Salzburg befunden hatte, aber nicht Ford Motor Company Austria gehört hatte. 2007 zog dann Schweighofer & Zöhrer nochmals ein Gebäude weiter, wieder in ein Gebäude von Ford Motor Company Austria, das über die Anton-Graf-Straße erreichbar war.

Auf dem Ford-Company-Gelände siedelte sich dann noch die Austroteile GmbH an, deren Mitbegründer einer der Zöhrer-Brüder war.

Nachdem Schweighofer & Zöhrer im Mai 2016 das Unternehmen an die Wiener Blaguss Unternehmensgruppe verkauft hatte, zog Blaguss in dieses Areal ein.

2016 kaufte dann der gemeinnützige Wohnbauträger Heimat Österreich das gesamte Gelände der ehemaligen Ford Motor Company Austria. Geplant sind in der Fürbergstraße 51 ab September 2021 die Errichtung geförderter Miet- sowie 40 geförderte Eigentumswohnungen. Weiters wird es 33 Einheiten für "betreutes Wohnen" geben, das die Caritas betreiben wird: Zehn Wohnungen davon sind für SOALP gedacht. Das ist ein Projekt für trockene Alkoholiker, die hier weiterbetreut werden, damit sie nicht rückfällig werden. Zudem werden auch 31 Wohneinheiten für den Österreichischen Zivilinvalidenverband (ÖZIV) errichtet - der derzeit noch in der Haunspergstraße untergebracht ist.

Weil die Politik dem Bauträger mit der Umwidmung von Gewerbe- in Bauland entgegengekommen ist, hat sie im Gegenzug preisliche Vorgaben gemacht: So dürfen die 40 Eigentumswohnungen um maximal 5800 Euro/m22 verkauft werden. Zudem gibt es einen Raumordnungsvertrag, der fixiert, dass die Wohnungen nur Personen kaufen oder mieten dürfen, die mindestens fünf Jahre in der Stadt Salzburg leben oder arbeiten.

"Je nach dem, wie sehr die Preise steigen, werden wir 27 bis 30 Millionen Euro investieren - samt der Gemeinschaftsräume und der Büros von Caritas und ÖZIV," sagt Geschäftsführer Stephan Gröger. Dass die Herstellungskosten am Bau trotz Coronakrise um 20 Prozent binnen zwei Jahren gestiegen sind, macht ihm Sorgen. So habe ihm ein Unternehmer von einem 40-prozentigen Preisanstieg beim Stahl seit Jänner berichtet.

Fünf Baukörper in der Fürbergstraße geplant. Die Bauzeit soll rund 2,5 Jahre betragen: Die ersten Bewohner werden daher Ende 2023 oder Anfang 2024 dort einziehen. Die preisgedeckelten Eigentumswohnungen sowie die betreuen Miet- und die ÖZIV-Wohnungen werden von der Heimat Österreich vergeben. Um die Vergabe der geförderten Mietwohnungen wird sich das Wohnungsamt kümmern.

Quellen

  • www.sn.at Salzburg-Parsch: Lagerhallen weichen 155 Wohnungen an der Fürbergstraße, 22. März 2021
  • Peter Krackowizer, der von 2001 bis 2008 bei Schweighofer & Zöhrer tätig war