Fußball-Länderspiel Österreich gegen Färöer Inseln (1991)

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Das Fußball-Länderspiel Österreich gegen Färöer Inseln am 22. Mai 1991 war das 5. offizielle Länderspiel einer Österreichischen Nationalmannschaft in Salzburg. Es zählte zur Qualifikation für die EM 1992 in Schweden.

Das Spiel

Nach einem fulminanten Start und einer druckvollen Anfangsphase erzielte Heimo Pfeifenberger nach einem abgefälschten Ogris-Freistoß in der 13. Minute die Führung für Österreichs Nationalmannschaft. Doch von nun an gings bergab, denn ab diesem Zeitpunkt konnte das ÖFB-Team nicht mehr so richtig überzeugen. Nur wenn Peter Stöger Aktionen einleitete, Andreas Herzog seine Genialität aufblitzen ließ, Schöttel Übersicht zeigte und Andreas Ogris zu Sturmläufen ansetzte, wurde das Spiel der Gastgeber ansehnlich.

Die Glanzlichter setzte an diesem Tag jedoch der Salzburger Heimo Pfeifenberger, der ab der 24. Minute wegen einer Jochbein-Prellung, die er sich in der 5. Minute bei einem Kopfball-Duell zugezogen hatte, ausscheiden musste. Dass Herzog und Co. dennoch zu guten Torchancen kamen, lag vielmehr daran, dass die Nordländer in jeder Formation amateurhaft, fast dilettantisch agierten. Doch Andreas Ogris scheiterte nach einem Hörtnagl-Zuspiel aus der Drehung (32.) und Hörtnagl, von Herzog ideal freigespielt, in der 39. Minute. In der 44. Minute servierte Stöger Ogris den Ball, doch Knudsen konnte abwehren.

In den zweiten 45 Minuten spielte ein unverändertes ÖFB-Team unverändert schwach. Sehenswertes sahen die Zuschauer nur bei den Toren. So als Streiter eine missglückte Abseitsfalle der Färöer zu einem Solo nützte, den Torhüter der Gäste umspielte und das 2:0 erzielte (48.). Danach folgten wieder viele Leerläufe und Umständlichkeiten, bis die Salzburger Fans in der 64. Minute wieder Grund zum Jubeln hatten. Nach einem unerklärlichen Griff zum Ball eines Verteidigers brachte Stöger Russ in Front, dessen Hereingabe verwertete Sturm Graz-Angreifer Arnold Wetl zum 3:0 Endstand. Trotz klarer Führung wurde das Spiel der Gastgeber keinesfalls besser, sondern die Gäste zeigten auf einmal Initiative. Torkil Nielsen ging nach einer gelungenen Aktion Baur & Co. auf und davon, schob aber alleinstehend den Ball an Torhüter Michael Konsel und dem Tor vorbei.

Trotz des klaren und verdienten Erfolges konnte das ÖFB-Team nie richtig überzeugen, schlussendlich genügte der Klassenunterschied zur Revanche für die 0:1 Niederlage in Landskrona.

Erwähnenswert

  • Das 3:0 war der erste Sieg für Teamchef Alfred Riedl, der nach der überraschenden Qualifikations-Auftaktniederlage im Auswärtsspiel gegen die Färöer im September 1990 auf Josef Hickersberger gefolgt war.
  • Somit war das 3:0 auch die Revanche für die "Schmach von Landskrona".
  • Es war das bislang letzte Spiel einer Nationalmannschaft in Salzburg, bei dem kein in Salzburg aktiver Spieler eingesetzt wurde. Mit dem Rapidler Heimo Pfeifenberger stand aber zumindest ein Zederhauser am Platz.
  • Der überraschende Torhüterwechsel in der 86. Minute sollte vermutlich Wohlfahrt zu seinem 8. Teamspiel verhelfen. So viele Teameinsätze braucht man, will man in der englischen Transferliste Aufnahme finden.

Zahlen und Fakten

Österreich vs Färöer Inseln 3:0 (0:0)
Tore: Heimo Pfeifenberger (13.), Michael Streiter (48.), Arnold Wetl (64.)
Österreich: Konsel (86. Wohlfahrt) - Baur, Pfeifenberger (24. Hörtnagl), Russ, Hartmann - Streiter, Stöger, Schöttel, Herzog - Ogris, Wetl
Färöer Inseln: Knudsen - Jakobsen, T. Hansen, Danielsen, Mørkøre - Simonsen, Nielsen, A. Hansen, Dam (70. Thomassen), Reynheim - Rasmussen (83. Mohr)
Gelbe Karten: Simonsen, Hansen, Rasmussen
Salzburg, 13.000 Zuschauer, Stadion Lehen, SR Loizos Loizou (Zypern)

Quellen

  • Salzburger Nachrichten, 23. und 24. Mai 1991 (Hannes Winklbauer und Alexander Bischof)