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Grummet

Als Grummet wird der Ertrag der zweiten - und früher auch letzten - Heuernte des Jahres bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Heu- und Grummeternte

Bis vor wenigen Jahrzehnten wurden Futterwiesen zweimal im Jahr gemäht: je nach Witterung und Lage einmal Anfang bis Mitte Juni und das zweite Mal im Spätsommer, bzw. im Frühherbst. Diese zweite Heuernte erbrachte als landwirtschaftlichen Ertrag das sogenannte Grummet. Lediglich Wiesen im Almbereich und steile Hänge und Böschungen wurden aufgrund des hohen Arbeitsaufwandes nur einmal im Jahr gemäht und anschließend beweidet.

Futtergewinnung in der Gegenwart

In Gunstlagen vor allem des Flachlandes wird heute nicht nur zwei Mal sondern bis zu fünf Mal gemäht und das Schnittgut oft als Silage in ungetrocknetem Zustand – meist in Form von Siloballen - eingelagert. Lediglich im Salzburger Bergland werden die meisten Futterwiesen auch heute noch zwei Mal gemäht, das Schnittgut getrocknet und das Heu, bzw. das Grummet auf der "Brücke" oder in Heustadeln eingelagert.

Wortherkunft

Mittelhochdeutsch gruenmat, grummat entwickelte sich Grummet aus den Begriffen Mahd und einer umlautlosen Variante zu grün. Diese ist beispielsweise im Schweizerdeutschen noch gut bezeugt und hat dort die Bedeutung von jung, bzw. frisch = Schnitt der jungen (nachgewachsenen) Triebe.

Quellen

  • Friedrich Kluge, Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, S. 280, Verlag Walter de Gruyter Berlin New York 1989