Heinz Hinterauer

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Heinrich Hinterauer, meist Heinz genannt (* 1900 in Zell am Moos, Oberösterreich; vermisst seit 1929 in den Hohen Tauern), war ein Alpinist und Nordischer Skisportler der vor allem in den 1920er-Jahren zur österreichischen und auch zur erweiterten Weltspitze zählte. Hinterauer war Mitglieder des Skiclubs Salzburg und wird vielfach als Salzburger gezählt.

Leben

In Bad Hofgastein erreichte er bei den Österreichischen Ski-Meisterschaften von 1923 im Skispringen hinter dem Wiener Mayringer und noch vor dem Mühlbacher Skipionier Peter Radacher den ausgezeichneten zweiten Rang.

Bei den Meisterschaften des Salzkammerguts konnte er sich 1925 hinter dem Norweger Johan Blomseth im Skilanglauf auf dem zweiten Rang platzieren.

Im selben Jahr kam er bei den gemeinsamen Skimeisterschaften von Österreich und Deutschland in Kitzbühel in einem sehr starken Starterfeld, bei dem sowohl die besten Deutschen als auch die damals zur Weltspitze zählenden Deutschböhmen aus der Tschechoslowakei vertreten waren auf den 32. Platz im Skilanglauf der ersten Klasse. Im Skispringen belegte er den 10. Rang und war damit hinter dem Tiroler Adolf Putz zweitbester Österreicher. Bei dem unmittelbar daran anschließenden Springen um den Ring von Hofgastein musste sich Hinterauer auf der Bilgeri-Schanze nur dem Norweger Ole Reistad und dem Deutschböhmen Wilhelm Dick, der sich einen Woche darauf in Johannisbad zum Weltmeister krönte, geschlagen geben.

Durch diese Erfolge sicherte sich Heinz Hinterauer den Start bei den Rendezvous-Rennen der FIS im tschechoslowakischen Johannisbad (Janské Lázně) im Riesengebirge, die später vom Internationalen Skiverband zu den 2. Nordischen Skiweltmeisterschaften erhoben wurden. Hinterauer belegte dabei am 15. Februar 1925 als bester Vertreter des Österreichischen Skiverbandes den 12. Gesamtrang im Sprunglauf von der Rübezahl-Schanze und als zweitbester Österreicher den 14. Platz in der Nordischen Kombination. In diesem Wettbewerb erreichte übrigens mit Radacher sen. (7. Platz) ein weiterer Salzburger einen internationalen Spitzenplatz.

1928 wäre Hinterauer in St. Moritz in der Schweiz erster Teilnehmer eines Salzburger Sportvereines an Olympischen Winterspielen gewesen. Leider zwang ihn eine vor Ort erlittene Angina zum Zuschauen.

1929 machte der bekannte Wintersportler eine Bergtour in den Hohen Tauern, von der er nicht zurückkehrte. Heinz Hinterauer wurde nie gefunden und gilt bis heute als vermisst.

Quellen

  • Joachim Glaser: Kitzbühel vor 90 Jahren: Starke Salzburger und Ärger, Salzburger Nachrichten, Lokalteil, Seite 23, 9. Februar 2015
  • Eduard Muss: Heinrich Hinterauer. Freund der Berge und Schipionier. In: Irrsee-Nachrichten, Ausgabe 1/04, April 2004, S. 10–11.