Julian Baumgartlinger

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Julian Baumgartlinger (* 2. Jänner 1988 in Salzburg) ist Profifußballer bei Bayer 04 Leverkusen und Zwillingsbruder von Mira Baumgartlinger.

Leben

Julian Baumgartlinger ist der Sohn eines TV- und Videotechnikers und einer Poly-Direktorin. Er wuchs in Mattsee auf, wo er seit 1993 beim USC Mattsee spielte. 2001 wechselte der vielseitige Sportler, der auch als Leichtathlet Talent zeigte, zum TSV 1860 München an die Münchener Fußballakademie. 2015 heiratete er Laura Maria[1] Seit Anfang 2017 sind die beiden Eltern einer Tochter.

Vorgestellt

Im zarten Alter von 13 Jahren ist Julian Baumgartlinger nach München ausgewandert. Zwar nicht gerade, um die Fußballwelt, immerhin aber die 2. deutsche Bundesliga zu erobern. Sechs Jahre später hat er es geschafft: Der Mattseer feierte am 12. November 2007 im TV-Livespiel gegen Borussia Mönchengladbach (0:0) sein Profidebüt bei den "Löwen" von 1860 München. Baumgartlinger kickte ab der 82. Minute links in der Viererkette. "Ich bin zuvor schon zwei Mal in der Meisterschaft und ein Mal im Cup auf der Bank gesessen, aber nicht zum Zug gekommen. Auch dieses Mal habe ich eigentlich nicht damit gerechnet. Vor 31.000 Fans in der Allianz-Arena gegen den Tabellenführer einzulaufen, das war schon ein erhebender Moment. Und ehrlich gesagt war ich noch nie zuvor so nervös", erzählte der ÖFB-Nachwuchsteamspieler, der bei 1860 München ein fehlerfreies Debüt ablieferte.

Nahtlos hat der Ex-Kapitän der U19-Auswahl, mit der er 2007 bei der Heim-EM in Linz kickte, den Wechsel ins U21-Nationalteam geschafft. Mit diesem scheiterte er erst im allerletzten Spiel 2008 an der Qualifikation für die Europameisterschaft 2009. Nach einem 2:1-Sieg im Heimspiel gegen Finnland führten die Österreicher auch im Rückspiel bis 10 Minuten vor Schluss mit 1:0, um dann aber noch zwei Tore zu kassieren und im Elfmeterschießen zu verlieren.

Bei 1860 München steht der Mattseer trotz frischen Profivertrags im Herbst 2008 etwas im Abseits. Auf seiner Lieblingsposition im defensiven Mittelfeld kommt er nicht an den Bender-Zwillingen vorbei, und auch sonst kam er in der Herbstmeisterschaft nur zu wenigen Kurzeinsätzen und pendelt zwischen Amateurteam und Auswechselbank bei den Profis. Erst unter dem kurz vor Ende der Saison geholten Trainer Ewald Lienen stand Baumgartlinger in den letzten zwei Spielen wieder in der Startformation.

Karriere

Am 25. Mai 2009 wurde sein Wechsel zu Austria Wien offiziell. Die ausgezeichnet besetzte Mannschaft mit Akteuren wie Heinz Lindner, Zlatko Junuzovic, Aleksandar Dragovic, Roland Linz oder Florian Klein wurde nach einem spannenden Finish 2009/10 Vizemeister hinter Red Bull Salzburg. Am 13. November 2010 erzielte Baumgartlinger im Heimspiel gegen den SV Kapfenberg sein erstes Tor in der österreichischen Bundesliga. Im Sommer 2011 verpflichtete der deutsche Bundesligaklub FSV Mainz 05 Baumgartlinger. Er unterzeichnete einen Vierjahresvertrag für Mainz. 2016 erfolgte sein Wechsel zu Bayer 04 Leverkusen.

Nationalteam

Julian Baumgartlinger durchlief alle ÖFB-Nachwuchsteams. Am 5. September 2006 führte er die österreichische U19 bei seinem Debüt als Kapitän gegen Deutschland auf vertrautem Terrain auf den Platz: In Seekirchen gab es gegen eine Truppe mit Namen wie Mesut Özil, Jerome Boateng oder Benedikt Höwedes eine 0:11-Niederlage. Im Sommer 2007 gehörte er u.a. neben Marko Arnautovic und Stefan Ilsanker der U19 unter Trainer Hermann Stadler an, die bei der EM-Endrunde in Österreich in der Vorrunde ausschied. Mit der U21 des ÖFB scheiterte Baumgartlinger 2008 knapp an der ersten EM-Qualifikation: Gegen Finnland erfolgte das Aus erst im Elfmeterschießen.

Eine Woche nach seinem Wechsel zu Austria Wien 2009 berief ihn Teamchef Didi Constantini erstmals in den Kader der Österreichischen Nationalmannschaft ein. Sein Debüt im Nationalteam gab Baumgartlinger dann am 9. September 2009 im WM-Qualifikationsspiel gegen Rumänien in Bukarest, das 1:1 endete. Unter Constantinis Nachfolger Marcel Koller gehörte Baumgartlinger zu den Stammspielern und gehörte auch dem Kader für die Europameisterschaft 2016 in Frankreich an. Nach dem Rücktritt von Teamkollege Christian Fuchs folgte der Salzburger diesem als Kapitän nach und führte das Nationalteam am 5. September 2016 beim 2:1-Sieg gegen Georgien in Tiflis erstmals aufs Feld - exakt zehn Jahre nach dem U19-Debüt von Seekirchen. Für die EM 2020 (2021) gelang ihm die zweite erfolgreiche Qualifikation für eine Endrunde.

Vereine

  • bis 2001: USC Mattsee
  • 2001 - 5/2009: TSV 1860 München
  • 6/2009 - 6/2011 Austria Wien
  • ab 6/2011-06/2016: FSV Mainz 05
  • ab 07/2016: Bayer 04 Leverkusen

Quelle

  • Salzburger Nachrichten (Michael Unverdorben)
  • Quelle www.salzburg24.at