Karl Schoßleitner (Schriftsteller)

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Karl Schoßleitner (* 18. Juni 1888 in Gablöss, italienisch Cavalese, Trentino; † 11. Dezember 1959 in Salzburg) war ein Salzburger Beamter, Schriftsteller und Höhlenforscher.

Leben

Karl Schoßleitner war der älteste Sohn des gleichnamigen Veterinärs Karl Schoßleitner (* 1859; † 1907). Mit der Familie übersiedelte er 1892 aus Südtirol nach Innsbruck, dann 1896 nach Salzburg, wo er das K.k. Staatsgymnasium besuchte. Dort lernte er den Salzburger Dichter Georg Trakl sowie die Höhlenforscher Alexander von Mörk und Erwin Angermayer kennen und legte 1907 seine Matura ab.

Schoßleitner schlug die Beamtenlaufbahn ein, betätigte sich aber auch schriftstellerisch. Er war Mitglied der Salzburger Literatur- und Kunstgesellschaft „Pan“ und beteiligte sich an dem von dieser Im Jahr 1913 herausgegebenen literarschen Sammelwerk „Salzburg“.

Zu Beginn des Ersten Weltkriegs kam er nach Galizien, wurde durch vier Bauchschüsse schwer verwundet. Nach dem Kriegseintritt Italiens (1915) war er Kommandant eines Abschnitts der Dolomitenfront. In weiterer Folge war er als Oberleutnant der Fliegertruppe eingesetzt. Den Zweiten Weltkrieg beendete er bei den Fliegern im Rang eines Hauptmanns.

Schoßleitner veranlasste die Exhumierung seines im Krieg gefallenen Mitschülers und Freundes Alexander von Mörk und, dessen Wunsch entsprechend, die Urnenbeisetzung in der Werfener Eisriesenwelt (1925).

1930 wurde er zum Vizepräsidenten des Schriftsteller-Verbandes Salzburg gewählt. Ab 1946 war er stellvertretender Obmann im neu gegründeten Landesverein für Höhlenkunde in Salzburg. Schließlich wurde er Leiter des Kulturamtes der Stadt Salzburg.

Werk

Schoßleitner veröffentlichte u. a.

  • zahlreiche Reisehandbücher, z. B.
Auf deutscher Heimaterde in Fliegerhöhen und Höhlentiefen (1937);
  • die Lyrikbände
    • Wirf weg, damit du nicht verlierst (1916),
    • Auch ein paar Kriegsgedichte (1917) und
    • Nach innen und außen (1920);
  • die Novellen
    • Erster Erfolg (1913),
    • Der Geistermusikant (1919) und
    • Fünf Lichter (1925) sowie
  • das Theaterstück Blaubarts Sohn (1929).

Quellen