Kleine Geschichte Salzburgs-Stadt und Land

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Titelbild Buch Kleine Geschichte Salzburgs-Stadt und Land

Buchtipp Kleine Geschichte Salzburgs-Stadt und Land.

Rezension 1

Heinz Dopschs „Geschichte Salzburgs – Stadt und Land“, die er zusammen mit Hans Spatzenegger von 1981 bis 1991 in acht Bänden veröffentlichte, gilt als das Standardwerk zur Salzburger Geschichte. Mit der „Kleinen Geschichte Salzburgs“ ist es ihm 2001 gelungen, die immense Faktenfülle des achtbändigen Werkes in einen kurzen, allgemein verständlichen und gut lesbaren Text unterzubringen. Als eine der letzten Veröffentlichungen vor seinem Tod am 31. Juli 2014 hat Heinz Dopsch diese „Kleine Geschichte Salzburgs“ in einer erweiterten und aktualisierten dritten Auflage herausgebracht.

Das Buch bietet einen Überblick über die Geschichte von Stadt und Land Salzburg. Es wendet sich gleichermaßen an die Bevölkerung Salzburgs wie an Besucher. Aber auch für historisch interessierte Nachbarn in Bayern ist es nicht weniger lesenswert, denn geschichtlich sind Bayern und Salzburg engstens verzahnt. So findet sich die gemeinsame Geschichte der Region bis zur Ablösung Salzburgs von Bayern im 14. Jahrhundert gut verständlich und auf aktuellem Kenntnisstand dargestellt. Die enorme Bedeutung der Reichenhaller Saline für den Aufstieg Salzburgs zum Bischofssitz und zur bayerischen Kirchenmetropole wird darin deutlich. Trotz des gestrafften Inhalts lässt sich die Entwicklung Salzburgs zum weitgehend selbständigen Land im 13. und 14. Jahrhundert Schritt für Schritt mitverfolgen.

Wertvoller noch als für Reichenhall ist das Buch freilich für die Bevölkerung des Rupertiwinkels. Wird darin doch ihre eigene Geschichte bis ins Jahr 1816 erzählt. Die 18 Kapitel sind sowohl jedes für sich genommen, als auch im Zusammenhang kurzweilig zu lesen. Der Abschnitt „Zwischen Bayern und Österreich“ etwa hat die Phase des Umbruchs am Anfang des 19. Jahrhunderts zum Inhalt. Den Eindruck eines ständigen und vollkommenen Niedergangs Salzburgs in dieser Zeit bestätigt Dopsch jedoch nicht: Mit der Säkularisation 1803 fand die geistliche Herrschaft in Salzburg nach Jahrhunderten ihr Ende. In den Jahren bis zur Neuordnung Europas auf dem Wiener Kongress wechselte die Herrschaft über Salzburg fünfmal. Und an jede neue Herrschaft knüpfte man in Salzburg große Hoffnungen. Erst nachdem das Land 1816 endgültig an Österreich gefallen und der oberösterreichischen Regierung in Linz unterstellt worden war, verfiel Salzburg in Resignation und politische Apathie.

Kritisch und ohne Scheu betrachtet Dopsch im abschließenden Kapitel „Der Weg ins dritte Jahrtausend – Gesellschaft und Umwelt im Wandel“ die Entwicklung der letzten fünfzig Jahre. So hält er es für bedenklich, dass Salzburg in immer stärkerem Maße von Beschlüssen der Europäischen Union und von der globalen politischen und wirtschaftlichen Entwicklung bestimmt wird. Die vordringlichste Aufgabe der Gegenwart sei, so schreibt er, Salzburg auch für künftige Generationen als lebenswerte Heimat zu erhalten.

Rezension 2

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