Kneippanlage Bad Fusch

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Holzinstallation mit Aussichtsplattform
Kneippanlage Bad Fusch2
Bad Fusch, Labyrinth
Bad Fusch. Historisches Becken
Bad Fusch, Pavillon unterhalb der Kirche

Im Gelände des ehemaligen Kur- und Erholungsortes Bad Fusch im Pinzgau wurde 2010 die Kneippanlage Bad Fusch eröffnet.

Einführung

Nach dem Niedergang des Kurortes Bad Fusch in der Gemeinde Fusch an der Großglocknerstraße Mitte des 20. Jahrhunderts wurden immer wieder Pläne gewälzt, wie man diesem besonderen Ort, der einst geistliche und weltliche Fürsten beherbergt hat, wieder Leben einhauchen könnte. Die Kuranstalt selbst ist nach wie vor eine Ruine, die Kirche St. Wolfgang hervorragend restauriert. Die Besitzer der Gebäude und des größten Teiles des Geländes, ein Verein mit religiösem Hintergrund, die ursprünglich Gebäude und Gelände selbst nutzen wollten, zeigen sich kooperativ und so war es nach langwierigen Verhandlungen und Vorbereitungen möglich, eine moderne Kneippanlage zu errichten.

Die Kneippanlage

Unter anderem mit Mitteln aus dem Programm Interreg IV Italien/Österreich - EFRE-Fonds für regionale Entwicklung - wurde unterhalb der Kirche, die dem hl. Wolfgang geweiht und auch als Hubertuskirche bezeichnet wird, ein offener Pavillon mit wunderschönem Dachstuhl errichtet, in dem Wasser von der Fürstenquelle gefasst wurde. Die alte Fassung der Fürstenquelle befindet sich ja oberhalb der Kirche und ist nur auf einem Fußweg, auf dem man auch zur nebenstehenden Sebastiankapelle gelangt, erreichbar. Die Kneippanlage besteht aus mehreren Becken für unterschiedliche Anwendungen, aus einem begehbaren Steine-Labyrinth mit unterschiedlich großen Steinen zur Fußmassage, ergänzt mit einer modern gestalteten begehbaren Holzplattform, von der aus ein Blick Richtung Tal und auf die umliegenden Berge möglich ist und das ganze Gelände eingesehen werden kann und die zum Verweilen einlädt. Oberhalb der Anlage wurde ein Kiosk mit Sitzmöglichkeit für Gäste errichtet, in dem u. a. auch ein sehr gutes einheimisches Bauernhof-Eis angeboten wird.

Kinder und Erwachsene erscheinen gleichermaßen fasziniert und es ist sicher nicht nur der Gesundheitsaspekt, der die Anziehung ausmacht. Die Kombination Natur, Wasser, Steine in einem abgelegenen Ort mit Geschichte ergibt nicht nur die Magie des Ortes selbst sondern auch dieser neuen Anlage.

Zukünftige Pläne

Die bisherigen Aktivitäten erscheinen vielversprechend, zumal man bestrebt ist, auch die heute nicht mehr fließenden Quellen wieder zum Sprudeln zu bringen und zugänglich zu machen. Die Entscheidung für diese Anlage an diesem Ort, der seinen heilkräftigen Quellen den Aufstieg, ja seine Existenz verdankt, erscheint goldrichtig und entspricht auch dem gegenwärtigen Bewusstseinsstand vieler Besucher, die Wasser als Lebens- und Gesundheitsmittel begreifen.

Erreichbarkeit

Bad Fusch ist vom Ort Fusch aus auf einer schmalen, derzeit etwas lädierten, meist einspurigen und durch die Vegetation an vielen Stellen unübersichtlich wirkenden Bergstraße, die ca. vier Kilometer lang ist, erreichbar. Es bestehen vor Ort einige Parkplätze. Eine andere Möglichkeit ist ein Wanderweg von der Embachkapelle, die am Fuße der ersten Steigung Richtung Mautstelle Ferleiten der Großglockner Hochalpenstraße steht. In Bad Fusch selbst gibt es einige Wege, die zum Weiterwandern einladen.

Man weiß nicht was man sich wünschen soll: einen Ausbau der Zufahrtsstraße, um eine problemlose Zufahrt zu ermöglichen und dadurch viele Besucher mit all den damit verbundenen Folgen anzulocken oder den Status Quo, um die Magie des noch eher stillen Ortes zu erhalten. Jedenfalls sind der schönen Anlage viele Besucher zu wünschen, aber vielleicht möglichst solche, die den Weg dahin zu Fuß zurücklegen.

Quelle

  • Eigenartikel von Christina Nöbauer auf Basis von Meldungen in den Medien, sowie einer Info-Tafel vor Ort