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Kriegerdenkmal Maxglan

Kriegerdenkmal Maxglan. Aufnahme 2008
Kriegerdenkmal Maxglan. Aufnahme 2008
Bronzeplastik „Abschied des Soldaten“ von Josef Kiss. Aufnahme 2008
Bronzeplastik: Abschied des Soldaten von Josef Kiss

Das Kriegerdenkmal im Salzburger Stadtteil Maxglan erinnert an die Gefallenen und die zivilen Opfer der beiden Weltkriege und mahnt als sichtbares Zeichen zugleich aber auch vor jedweden kriegerischen Auseinandersetzungen.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Das Maxglaner Kriegerdenkmal befindet sich an der Siezenheimer Straße vor der Außenmauer des Stadtfriedhofs Maxglan. Rechts neben dem Kriegerdenkmal steht seit einigen Jahren das renovierte und wieder aufgestellte Kaiser-Franz-Josef-Denkmal.

Geschichte

Das erste Kriegerdenkmal von 1924

Nach dem ersten Weltkrieg bildete sich im erst kurz zuvor von Bartl Kemetinger wieder aufgebauten „I. Militär-Veteranen- und Kriegerverein Alt-Maxglan“ der Wunsch nach der Errichtung eines Denkmals zur Erinnerung an die im Krieg gefallenen Maxglaner Kameraden. 1920 wurde der Entschluss zur Errichtung des Kriegerdenkmales gefasst und damit begonnen, das Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Im Jahr 1924 konnte das fertig gestellte Denkmal in der Kapelle beim Eingang zur alten Maxglaner Pfarrkirche enthüllt werden. Die feierliche Einweihung des Kriegerdenkmals, das mit Bildern und Namen auf Marmortafeln den 200 gefallenen Maxglanern im Ersten Weltkrieg gedachte, folgte 1925.

Errichtung und Weihe des Zweiten Kriegerdenkmals

Nach der am 11. Februar 1951 im Vereinslokal „Hartlwirt“ erfolgten Wiedergründung des Veteranenvereins als Kameradschaftsbund Maxglan wurden unter der engagierten Arbeit des eingerichteten Kriegerdenkmalkomitees mit Obmann Simon Bayrhammer, Obmann-Stellvertreter Paul Knoll, Schriftführer Josef Franke sen., Kassier Georg Lienbacher und den Herren Franz Stöllner, Josef Hinterlechner, Paul Greiner sen. und Josef Schaber die notwendigen Vorarbeiten für die Errichtung eines neuen Denkmals für die Gefallenen beider Weltkriege in Angriff genommen. 1953 wurde das alte Kriegerdenkmal schließlich auf Kosten des Kameradschaftsbsundes Maxglan abgetragen und mit den Planungen für das neue Denkmal begonnen.

1958 wurde das neue Kriegerdenkmal auf den Gründen des im Zweiten Weltkrieg durch eine Fliegerbombe zerstörten Karlbauerngutes an der Siezenheimer Straße gebaut. Mit der Fertigstellung des Denkmals wurde der bis 1959 bestandene „Heldenhain“ im Stölzlpark, eine Gedenkstätte für die Opfer des Zweiten Weltkrieges, aufgelöst. Das neue Kriegerdenkmal wurde am Wochenende des 11. und 12. Juli 1959 feierlich enthüllt und verbunden mit der Fahnenweihe und dem 85. Gründungsfest des Kameradschaftsbundes Maxglan, unter Teilnahme von zehn Musikkapellen, 34 Kameradschaftsvereinen, vier Traditionsverbänden, fünf Trachten- und Ortsvereinen sowie der mit 23 Pferden angereisten Reitergruppe Wals, eingeweiht. Nach einem Festzug durch den fahnengeschmückten Stadtteil zelebrierte Abtpräses Maurus Riha von Michaelbeuern die Feldmesse, bei der die Maxglaner Trachtenmusikkapelle mit der Schubert-Messe für die musikalische Untermalung sorgte. An Ehrengästen waren Landeshauptmann Dr. Josef Klaus, der Salzburger Vizebürgermeister Josef Weilhartner und der Landesobmann des Kameradschaftsbundes, Sepp Schöpp, sowie hochrangige Offiziere des Österreichischen Bundesheeres anwesend.

Charakteristik des Denkmals

Das Maxglaner Kriegerdenkmal besteht aus einem nach vorne offenen Rundbau mit ellipsenförmigem Grundriss, der von einer 2,5 Meter hohen Mauer umrandet wird. Die offene Vorderhälfte wird von zwei Pfeilern flankiert, die mit der halbrunden hinteren Mauer eine mit Lärchenschindeln gedeckte Dachkonstruktion tragen.

Im Inneren des Denkmals prägt eine im Sandguss-Verfahren angefertigte, überlebensgroße Bronzeplastik des Metallgießers Josef Kiss (1920 - 1983) mit dem berührenden Thema „Abschied des Soldaten“ den Raum, die der aus Ungarn stammende Künstler entworfen und in seiner kleinen Gießerei in Salzburg-Sam gegossen hatte. Den Abschluss im Hintergrund bildet ein Kreuz aus Eichenholz.

Auf den an der halbrunden Innenmauer angebrachten Marmortafeln wird der mit Namen angeführten 200 Gefallenen des Ersten und der 317 gefallenen Maxglaner des Zweiten Weltkrieges gedacht.

Literatur und Quellen

  • Salzburger Bildungswerk Maxglan (Hg.): Maxglan – Ein Salzburger Stadtteil. Autoren: Walter Häufler, Guido Müller, Martin Wiedemair. Salzburg 1990
  • Johannes Baumgartner: Kunst am Friedhof: Aussegnungshalle und ausgewählte Denkmäler. In: Peter Kramml, Franz Lauterbacher, Guido Müller (Hrsg.): Maxglan. Hundert Jahre Pfarre 1907–2007. Salzburgs zweitgrößter Stadtfriedhof. Salzburg 2007
  • Hans Maurer: Festschrift der Kameradschaft Maxglan anlässlich des 100jährigen Gründungsfestes 1873-1973. Ö.K.B. Maxglan Obmann Hans Maurer. (Hg.). [Salzburg 1973]

Weblinks