Maria Gräfin Thun-Hohenstein

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Maria Gräfin Thun-Hohenstein, geborene Mautner von Markhof, (* 20. November 1867 in Troppau, tschechisch Opava, Schlesien; † 25. September 1938 auf Schloss Haunsperg in Oberalm)[1] war Besitzerin von Schloss Haunsperg.

Leben

Marie Leopoldine Julie Mautner von Markhof war die Tochter von Dr. Ludwig Josef Mautner Ritter von Markhof (* 1835; † 1918), dem Besitzer der Spinnfabrik in Troppau, und eines der vier Kinder aus dessen Ehe mit Elisabeth von Buol (* 1833; † 1885). Magdalena Grasmayr, geborene Mautner von Markhof (* 1881; † 1944) war ihre Cousine.

Sie war Ehrenstiftsdame des k. k. Damenstifts in Graz. Gemeinsam mit ihrem Bruder, Adolf Mautner von Markhof (* 1866; † 1903) erwarb sie 1899 Schloss Haunsperg in Oberalm, das noch heute im Familienbesitz der Mautner-Markhof ist. Am 10. Juni 1911 heiratete sie in der Schloss-Kapelle zu Haunsperg Rudolf Graf von Thun und Hohenstein (* 1859; † 1943).[2]

Langjährig wirkte sie in unauffälliger aber unermüdlicherer und nachhaltigerer Weise zu Gunsten der Armen und Bedürftigen. Das Waisenhaus in Hallein und die 1917 nach St. Johann im Pongau verlegte Koch- und Haushaltungsschule Elisabethinum, heute Höhere Lehranstalt und Fachschule für wirtschaftliche Berufe Elisabethinum, verdanken ihrer Wohltätigkeit und Organisationsgabe die Entstehung.

Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges betätigte sich Gräfin Thun – damals in Bregenz, wo ihr Gatte seit 1912 Bezirkshauptmann war – mit großem Verständnis und voller Hingabe auf humanitärem Gebiete, sowie besonders im Dienst des Roten Kreuzes. So entstanden durch ihre Bemühungen verschiedene humanitäre Einrichtungen, die notleidenden Familien (Ausspeisung armer Kinder) sowie den verwundeten und kranken Soldaten zugute kamen.

Gräfin Thun-Hohenstein war Dame des österreich-ungarischen Elisabeth-Ordens und Trägerin eines Ehrenzeichens des Roten Kreuzes, des Offizierskreuzes mit Kriegsdekoration.

Maria Gräfin Thun-Hohenstein war Ehrenbürgerin der Gemeinde Oberalm und fand ihre letzte Ruhestätte auf dem dortigen Friedhof.

Quellen

  • www.angelfire.com
  • Thun-Beiträge, Jaroslav Fürst von Thun und Hohenstein, 1925/1926
  • Trauungs-Schein Rudolf Thun-Hohenstein und Marie Mautner-Markhof
  • Zeitungsartikel aus den Jahren 1916 und 1936

Einzelnachweis