Alois Grasmayr

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Alois Grasmayr (* 28. März 1876[1] in Ried im Innkreis .; † 11. März 1955 in Salzburg) war Volksschullehrer, Hotelier und Schriftsteller.

Leben

Grasmayr wurde als Sohn eines Kleinbauern in Hohenzell bei Ried im Innkreis geboren. Nach dem Besuch der Lehrerbildungsanstalt in Salzburg war er hier als Lehrer, später auch im Pongau, im Innviertel und im steirischen Hochgebirge tätig. Grasmayr unternahm ausgedehnte Wanderungen und Fahrradreisen nach Italien und Skandinavien. Durch seine literarische und künstlerische Tätigkeit schloss er Bekanntschaft mit bedeutenden Literaten und Künstlern, u.a. Peter Rosegger, Gustav Frenssen oder Hermann Bahr.

1914 heiratete er Magda Mautner-Markhof (* 14. April 1881; † 22. August 1944) aus der Wiener Großindustriellenfamilie Mautner-Markhof und kam so zu einem beträchtlichen Vermögen. Er hatte vier Söhne. Der älteste Sohn Klaus (Dr. phil, * 1914; † 1998) wurde der Erbe, denn seine Brüder Gottfried und Peter (Dr. jur.) fielen im Zweiten Weltkrieg. Der jüngste Sohn starb bereits als Kind.

Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs führte ihn eine sechsmonatige Reise nach Ägypten und durch die Nubische Wüste.[2]

1915 kaufte er die Grasmayr-Villa am Mönchsberg.

Seine Hochzeitsreise führte ihn nach Ägypten und in den Sudan. 1914/15 kaufte er in Salzburg das Hotel Stein und das Hotel Bristol. Später noch die „Blaue Gans“ und das „Sternbräu“. Er besaß auch den Platzlkeller. Auf dem Mönchsberg kaufte er in Salzburg 1915 ein weiteres Haus, das sich auszeichnete durch einen siebenstöckigen Turm mit drehbarer Kugel. In diesem Haus, dann Grasmayr-Villa, trafen sich u. a. Richard Billinger, Felix Braun, Stefan Zweig oder Rudolf Pannwitz. Eine lebenslange Freundschaft verband ihn mit Ludwig Prähauser.

In der Zwischenkriegszeit führten ihn Reisen in die Vereinigten Staaten von Amerika zum Studium des amerikanischen Schul- und Hochschulwesens. Während des Zweiten Weltkrieges war der überzeugte Pazifist wegen „Wehrkraftzersetzung“ inhaftiert.

Alois Grasmayer lebte später mit der verwitweten Irmgard von Hebra zusammen, die er im Jänner 1949 heiratete. Er starb völlig überraschend am 11. März 1955 in seinem geliebten „Hotel Stein“.

Werke

Neben vielen Aufsätzen über Reisen, sowie philosophischen Abhandlungen verfasste er einen Kommentar zu Goethes Faust, der leider im Zweiten Weltkrieg verloren gegangen ist. In Salzburger Mundart schrieb er neben Volksstücken und Erzählungen auch sein wichtigstes Werk "Das Faustbüchl".

Werkverzeichnis (Auswahl)

  • Das Faustbüchl, Goethes Faust 1. und 2. Teil für den Alltag und in österreichischer Mundart erzählt und ausgelegt, erzählt und ausgelegt von Alois Grasmayr - Salzburg, Verlag "Das Silberboot", 1949, 203 Seiten
  • Vom Reichtum der Armut: eine Autobiographie Alois Grasmayr, Hrsg. Johann N. Aigner und Franz Paul Enzinger, 1. Aufl., Salzburg, Verlag der Salzburger Druckerei, 1990, 175 Seiten

Quellen

Fußnoten

  1. Quelle www.uni-salzburg.at sowie Wege zum Bier - 600 Jahre Braukultur, Seite 142; die bisherige Angabe - 1896 - dieses Jahr nennt die Quelle wikipedia, ist aber falsch - er wird wohl kaum als 19jähriger schon Häuser gekauft haben
  2. Quelle ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 13. Jänner 1917, Seite 8