Michael Aufhauser

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Michael Aufhauser (* 25. April 1952 in Augsburg, Bayern) ist deutscher Tierschützer und Gründer des größten Gnadenhofs für Tiere in Österreich, dem Gut Aiderbichl in Henndorf am Wallersee.

Leben

Michael Aufhauser wuchs in München, Monte Carlo und Florida, USA, als Sohn eines Großindustriellen auf. Nachdem er eine Schauspielschule besucht hatte und in einigen Theaterstücken und Filmen auftrat, wandte er sich dem Kulturtourismus und Marketing zu. Im Jahr 2000 gründete Aufhauser in Henndorf am Wallersee den Gnadenhof Gut Aiderbichl. Der Tierschützer investierte einen beträchtlichen Teil seines Privatvermögens in den Aufbau und die Erhaltung von Gut Aiderbichl und sorgte dafür, dass es testamentarisch für 199 Jahre abgesichert ist.

Leistungen

Aufhauser gelang es zahlreiche Tiere aus Schlachttransporten und Massentötungsanlagen im Ausland zu retten. Darüber hinaus konnte er nach Jahre langen Bemühungen durchsetzen, "Tiere als Mitgeschöpfe" in die Verfassung des Landes Salzburg aufzunehmen.

Kritik

Trotz seines Engagements für das Gut Aiderbichl wird Aufhauser aus der Tierrechtsszene vorgeworfen, seinem Anspruch als Tierrechtler nicht gerecht zu werden, die gesamte Bewegung unwirksam zu machen und ihr sowie den Tieren letztendlich zu schaden. Die Vorwürfe rühren daher, dass er in den Medien oft als Tierrechtler wahrgenommen wird.[1]

Insbesondere der österreichische Tierrechtler Helmut F. Kaplan übte an mehreren Aussagen von Aufhauser ("Die Tatsache, dass die Tiere von Gut Aiderbichl letztendlich nicht zum Schlachter kommen, soll die Fleischproduktion nicht in Frage stellen.", "Die Tiere auf Gut Aiderbichl [...] haben [...] eine Art Diplomatenrolle für ihre Artgenossen.", "Bauern sind Tierschützer der vernünftigen Art.", "Tierschutz heißt auch, dem Beruf des Metzgers die entsprechende Achtung entgegen zu bringen.", "Freier Handel bedeutet ja nicht nur Import. Österreichische Produkte können ebenso exportiert werden. Ich denke da zum Beispiel an hochwertige Eier [...] Oder der Tafelspitz als Export-Markenartikel [...] mit einer Empfehlung von Gut Aiderbichl, das den Menschen in Deutschland mittlerweile auch bekannt ist. Utopie?") scharfe Kritik. [1]

Diese hätten zum Ziel, "den Fleischessern jenes gute Gewissen zurückzugeben, das sie vor der Entstehung der Tierrechtsbewegung hatten", so Kaplan.[2] Außerdem würde Aufhauser propagieren, Tiere zu schützen und Tiere umzubringen seien kein Widerspruch, solange man nur ihre Würde respektiere. Allerdings sei an der Funktion von Gut Aiderbichl als Gnadenhof selber nichts auszusetzen.[1] Jedoch sei es deswegen widersprüchlich, dass Gästen Fleisch serviert werde.[3] In diesem Zusammenhang verfasste Kaplan auch einen offenen Brief, in dem er ihn dazu bittet seine Ansichten zu überdenken [4]

Werke

  • Umdenken mit Herz. Verlag Langen/Müller, 2006.
  • "Rettet die Tiere" Verlag Herbig 2007
  • "Tierparadies Gut Aiderbichl (Paradise for rescued animals)" teNeues Verlag GmbH + Co. KG 2008
  • "Meine schönsten Hundegeschichten (A happy ending for rescued dogs)" teNeues Verlag GmbH + Co. KG 2008
  • "Meine schönsten Katzengeschichten (A happy ending for rescued cats)" teNeues Verlag GmbH + Co. KG 2008
  • "Meine schönsten Pferdegeschichten (A happy ending for rescued horses)"teNeues Verlag GmbH + Co. KG 2008

Weblinks

Quellen

  • Biografie von Michael Aufhauser auf der Gut Aiderbichl-Homepage
  • Porträt über Michael Aufhauser auf der Website die-wirtschaft.at