Freie Christengemeinde − Pfingstgemeinde

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das Gebäude der Salzburger Pfingstgemeinde in Schallmoos Vogelweiderstraße 78
Gottesdienst der Salzburger Pfingstgemeinde

Die Freie Christengemeinde − Pfingstgemeinde (FCGÖ) ist eine freikirchliche Gemeinschaft mit Sitz in der Julius-Fritsche-Gasse 44 in 5111 Bürmoos sowie etlichen lokalen Pfingstgemeinden im Land Salzburg (ab 1928)[1].

Allgemeines

Die Freie Christengemeinde − Pfingstgemeinde ist Teil der Kirche (Religionsgesellschaft) mit der Bezeichnung „Freikirchen in Österreich“ (Bund der (Baptistengemeinden, Bund Evangelikaler Gemeinden, ELAIA Christengemeinden, Freie Christengemeinde – Pfingstgemeinde und Mennonitische Freikirche in Österreich), die im Jahr 2013 die Rechtspersönlichkeit als staatlich anerkannte Kirche erworben hat.[2]

Die Freie Christengemeinde − Pfingstgemeinde übt ihre Tätigkeit auf dem gesamten Bundesgebiet der Republik Österreich in über 90 lokalen Pfingstgemeinden aus. Die Vision der Freien Christengemeinde – Pfingstgemeinde in Österreich ist: „Pulsierende Gemeinden – die Gott und Menschen lieben". Im Dialog mit anderen Kirchen in Salzburg betont die Pfingstgemeinde ein „Klima des Respekts und das gegenseitige Verständnis“.

Internationale Bezeichnungen für Pfingstgemeinde/Pfingstbewegung

  • Pentecostal, Assemblies of God (englisch)
  • Asambleas de Dios (spanisch)
  • Pinsebevægelsenar (dänisch)
  • خمسينية(ar.), ペンテコステ派 (japanisch)
  • 오순절교회 (koreanisch)
  • Пятидесятники (russisch)
  • Pingströrelsen i Sverige (schwedisch)

Pfingstgemeinde in Stadt und Land Salzburg

Pfingstgemeinde in Salzburg-Stadt

  • Die örtliche Pfingstgemeinde in Salzburg-Stadt trifft sich sonntags um 10:00 Uhr zum wöchentlichem Hauptgottesdienst mit 80 - 100 Teilnehmern in der Vogelweiderstraße 78. Die Vision der Salzburger Pfingstgemeinde ist eine zeitgemäße, lebensnahe und familienfreundliche Gemeinde zu sein, die Gott und Menschen liebt. In lebendig gestalteten Gottesdiensten und im Rahmen eines zeitgemäßen Christentums will sie Jesus Christus begegnen und mit der Kraft Gottes und den Gaben des Heiligen Geistes rechnen, um so lebensverändernde Berührungen durch den Glauben an Gott zu erfahren[3]. Die regelmäßigen Gottesdienstbesucher sind ein Mix aller Generationen, Gesellschaftsschichten und entstammen zu einer Hälfte aus ca. 10 Nationen, zur anderen aus Österreich.
  • In der Stadt Salzburg sind schätzungsweise zehn weitere pfingstlich-charismatische Gemeinden unterschiedlicher ethnischer Herkunft, was die hohen Angehörigenzahlen in Nord- und Südamerika sowie großen Teilen Afrikas und Asiens am Migrantenanteil in Salzburg widerspiegelt (globale Bedeutung). So sind beispielsweise in Schallmoos Gottesdienste dreier ethnisch-pfingstlicher Gemeinden (Rumänen, Ghanesen und Filipinos), die unterstützt werden, ihre Gottesdienste eigenständig in der jeweiligen Tradition und Sprache gestalten zu können.

Pfingstgemeinde in Salzburg-Land

Die lokalen Gemeinden sind grundsätzlich eigenständig (kongregationalistisch), bündeln aber zugleich vielseitige Synergien im FCGÖ-Bund. Ebene zum Austausch und zur Zusammenarbeit findet im Rahmen monatlicher Pastorentreffen und gemeinsamer Veranstaltungen statt; darüber hinaus in regionalen und Österreich weiten FCGÖ-Landeskonferenzen und Pastoraltagungen.

Soziale Arbeitsbereiche

  • In Schallmoos befinden sich ein Jugendtreff und ein Seniorentreff.
  • Übergemeindliche Arbeitsbereiche der FCGÖ sind Teen Challenge (Arbeit mit drogenabhängigen Jugendlichen), das Jugend- und Kindererholungswerk (Durchführung von Kindererholungsaktionen, Jugendkonferenzen und Jugendferienlagern), Betreuung von Studenten in den verschiedenen Universitäten in Österreich, Royal Rangers – Pfadfinder, Begegnung in der Ehe (Eheseminar), etc.[4]
  • Die Freie Christengemeinde – Pfingstgemeinde in Österreich unterstützt zudem ein Imkerausbildungprojekt für ärmere Menschen in Chile, gründete ein Waisenhaus in Rumänien, ein Lehrlingsprogramm für ärmere Jugendliche in Bangladesch und hat zudem noch andere diakonische Dienste (Hilfsgüter, etc.).
  • Mehrmals jährlich wird auf Anfrage von Trauerfamilien eine Beerdigungszeremonie mit persönlichem Nachruf und Chor für verstorbene Konfessionslose (ohne Bekenntnis) durchgeführt.
  • Das Pro Caritate-Abzeichen des Landes Salzburg wurde dem Gründer der Salzburger Pfingstgemeinde (Pastor Nikolaus Betschel) und einem ehrenamtlichen Mitarbeiter auf Grund ihres sozialen Engagements im Rahmen der Pfingstgemeinde verliehen.[5]

Religionsunterricht, theologische Ausbildung

  • Religionsunterricht für Schüler: Vom Kulturministerium ist eine offizielle Abkürzung für den Eintrag des Religionsbekenntnisses von Schülern und Schülerinnen, die zur staatlich eingetragenen religiösen Bekenntnisgemeinschaft der Freien Christengemeinde – Pfingstgemeinde gehören, vorgesehen. Mittels Formular mit Unterschrift der Erziehungsberechtigten ist der Eintrag des Religionsbekenntnisses und der Eintrag des Besuches des (außerschulischen) Religionsunterrichts der Freien Christengemeinde – Pfingstgemeinde im Schulzeugnis offiziell möglich. Der jeweilige Religionsunterricht wird für unterschiedliche Altersgruppen (sechs bis 18 Jahre) wöchentlich in den Gemeinderäumlichkeiten angeboten und auf freiwilliger Basis durchgeführt.
  • Neben Wien, Linz und Graz bietet die Akademie für Theologie und Gemeindebau (AThG)[6] auch in der Salzburger Pfingstgemeinde Studienblockkurse an (Studienjahr 2009/10: z. B. Fach "Dogmatik", "Teamarbeit" etc.). Die FCGÖ anerkennt das vierjährige Studium der AThG als Qualifikation zur Ordination zum geistlichen Dienst und das Institut für Gemeindebau und Weltmission (IGW)[7] verleiht einen Bachelor (IGW). Studienschwerpunkte sind Geistliche Formation, Theologie, Pastoraler Dienst, Gemeindemanagement und Praxisanwendung.

Interkonfessionelle Beziehungen

1. * Übergemeindliche Beziehungen werden in Salzburg mit Christen unterschiedlichster konfessioneller Hintergründe (Baptisten, Mennoniten, Adventisten, Altkatholiken, römisch-katholische und evangelische Christen, etc.) u.a. im Rahmen der Evangelischen Allianz, in ökumenischen bzw. überkonfessionellen Initiativen (Bsp. Aglow [8]-Frauenfrühstück) aktiv gefördert. (Die österreichweite FCGÖ ist zudem Vollmitglied der Österreichischen Bibelgesellschaft und Partner der Österreichischen Evangelischen Allianz.[9])

Fernsehdokumentation

  • Dokumentarischer Einblick in die kirchliche Arbeit der Salzburger Pfingstgemeinde (Vogelweiderstraße) wurde (neben anderen religiösen Gruppen) im Rahmen einer "Kreuz und Quer"-Sendung ("Die Macht des Gebets") in der Karwoche 2009 in ORF 2 gegeben; mit Szenen des Gottesdienstes, den Kleingruppen und Interviews zum Thema.

Geschichte

  • Pfingstler[10] bekennen sich zur klassischen Pfingstbewegung, ein weltweiter christlicher Hauptstrom, der 1906 aus einer Erweckung in der Azuza Street (Los Angeles, USA) entsprang. Die World Christian Encyclopedia rechnet der pfingstlich-charismatischen Bewegung folgende Angehörigenzahlen zu: im Jahr 1970 waren weltweit 72.223.000 Anhänger zugehörig, 1995 477.378.000 Anhänger, 2000 523.767.390 Anhänger in 236 Ländern und 21.080 Denominationen.[11][12]
  • Die historische Bedeutung der weltweiten Pfingstbewegung als eine Religion der Armen und Unterdrückten, für die Diskriminierung, Unterdrückung, Armut und Krankheit Teil des Lebens sind, wurde in Athen (2005) auf der Weltmissionskonferenz des World Council of Churches (WCC) erörtert: Dass sich 1906 gerade nicht in einer etablierten (mainline) Kirche in den USA, sondern in einer kleinen afroamerikanischen Kirche der Nachfahren von schwarzen Sklaven, die durch Wunden vom System gebrandmarkt waren, diese spirituelle Erneuerung (vgl. Gospel, etc.) ereignete, wirkte mit an der Aufhebung von Rassentrennung (Südstaaten), Diskriminierung und Unterdrückung (durch pfingstliche Befreiung). Eine soziale und spirituelle Kultur mit Zugkraft entwickelte sich, die die Solidarität unter ihresgleichen förderte, indem sie den „Enterbten“ (z. B. Afro-Amerikanern, Armen, Frauen ["Befreiung" der Frauen zum kirchlichen Dienst als geistliche Amtsträger/Pastorin], etc.) nicht nur kirchliche Zuflucht gab, sondern auch ihre soziale Aufwärtsmobilität antrieb. Viele Hauptakteure entstammten der unteren sozio-ökonomischen Schichten (Bsp. Pastor William Joseph Seymour (1870 – 1922), Sohn eines Sklaven), die eine befreiende soziale, spirituelle und politische Wirkung in Nordamerika, Lateinamerika, Afrika und Teilen Asiens in Gang setzten, die sich in reale alltägliche menschliche Existenzen niederschlug und ethisch, moralisch und geistlich interpretiert werden will (vgl. World Council of Churches (WCC), Athen 2005). Zu dieser spirituellen Bewegung, gesellten sich bald viele Künstler (8,6%), "Unabhängige" der Oberschicht und Frauen als kirchliche Leitfiguren, sodass durch die schwarz-mündliche Wurzel der "Unterdrückten" eine Verschmelzung zuvor fremder Gesellschaftsschichten, Kulturen und Weltanschauungen geschah (Befreiung von sozialen, ökonomischen und ethnischen Begrenzungen zu einem miteinander). (Vgl. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der schwarz-mündlichen Wurzel der Pfingstbewegung initiierte Prof. W. Hollenweger[13])
  • Erst 1923 wurde die Pfingstbotschaft durch Missionare aus Schweden nach Österreich gebracht, deren Arbeit sich hauptsächlich auf Wien beschränkte. Die Schwedenmissionare kamen aus der Filadelfiaförsamlingen in Stockholm und gründeten die Freie Christengemeinde Philadelfia und die Freie Christengemeinde Salem, die sich später wieder vereinten.
  • Die Schweizer Pfingstmission wirkte aber auch schon ab 1928 im Salzkammergut. Gemeinden entstanden in Fuschl am See, St. Wolfgang und Bad Ischl. Historische Wurzel und älteste Pfingstgemeinde Westösterreichs ist die 1928 gegründete kleine Gemeinde in Fuschl am See, die heute Teil der Pfingstgemeinde (Vogelweiderstraße) ist.
  • Die klassische Pfingstbewegung in Österreich war von Anfang an besonderen Härten (Diskriminierung, keine klare rechtliche Stellung vor Behörden und Staat, etc.) ausgesetzt. In der Zwischenkriegszeit hatten Freikirchen allgemein keine leichten Bedingungen.[14] In einer Zuspitzung wurde es beispielsweise den Pfingstgläubigen in Fuschl am See vom Pfarrer verwehrt, verstorbene Gemeindeglieder am Ortsfriedhof zu bestatten, und erst nach einem klärenden Schreiben der Bezirkshauptmannschaft (vom 18. November 1930) wurde dies wieder erlaubt. Das von Dollfuß (1932 – 1934) eingeleitete und von Schuschnigg (1934 – 1938) fortgeführte Experiment eines christlichen Ständestaats brachte zudem ein Versammlungsverbot für damals nicht staatlich anerkannte Kirchen mit sich, das den Pfingstgemeinden in der Zwischenkriegszeit verbot, sich öffentlich zu versammeln.[15] Die Pfingstgemeinden bekamen später auch den Druck des Naziregimes und die Folgen des Krieges hart zu verspüren, so dass auch im Salzburger Land die Gemeinden bis nach dem Zweiten Weltkrieg verschwanden.
  • Die oben beschriebenen befreienden Tendenzen der Pfingstbewegung schlugen sich aber auch im Österreich der Nachkriegszeit durch Gründung etlicher Pfingstgemeinden in Flüchtlingsbaracken nieder. Viele jugoslawisch-deutschstämmige Kriegsflüchtlinge suchten und fanden soziale Annahme vor und gründeten einige bis heute bestehende Pfingstgemeinden (obwohl zwei Drittel der pfingstlichen Angehörigen der Nachkriegszeit von Österreich aus weiter nach Kanada auswanderten und in Übersee deutschsprachige, pfingstliche Gemeinden gründeten), die bis dato von festem familiärem Zusammenhalt (unter Österreichern und Migranten aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten und Generationen) gekennzeichnet sind.[16]
  • Am 14. Dezember 1946 wurde die FCGÖ in einer Flüchtlingswohnung in Sattledt (Oberösterreich) von 26 mehrheitlich deutschstämmig-jugoslawischen und österreichischen Predigern gegründet. Von da an gründete die Muttergemeinde in Salzburg etliche Lokalgemeinden, der österreichweit über 65 Gemeinden.
  • Die Einweihung des ersten Gemeindegebäudes in der Stadt Salzburg fand am 11. September 1955 in der Untersbergstraße 2a statt. Zuvor in der Nachkriegszeit trafen sich die Gemeindezugehörigen (darunter viele deutschstämmige Flüchtlingsfamilien aus Jugoslawien) in verschiedenen angemieteten Räumlichkeiten oder in privaten Unterkünften. 1981 zog die Gemeinde in die Vogelweiderstraße 78, wo sich bis heute der Sitz der Bekenntnisgemeinschaft befindet.
  • Die Muttergemeinde hat historische Bedeutung, da von hier aus etliche Pfingstgemeinden im Land Salzburg, anderen Bundesländern sowie in Bayern in den letzten Jahrzehnten gegründet wurden oder bei deren Aufbau geholfen wurde (zum Beispiel Ausbildung kirchlicher Mitarbeiter, Betreuung der Distriktgemeinden durch Prediger, Publikation pfingstlicher Literatur, etc.).
  • Volkszählung 2001: 7.186 Personen bekennen sich zur Freien Christengemeinde – Pfingstgemeinde (davon 5.061 mit österreichischer Staatsbürgerschaft und 2.125 mit anderer Staatsbürgerschaft); 684 Personen im Land Salzburg (0,13%)[17]

Struktur

  • Eine kongregationalistische Verfassung ist die Struktur der Bekenntnisgemeinschaft, die in einem Gemeindeverband (Bund) zusammengeschlossen ist und sich in Distrikte und Regionen gliedert.

Grundzüge der Glaubenslehre

  • In der dem Kulturministerium vorliegenden Verfassung und Richtlinien der freikirchlichen Glaubensgemeinschaft "Freie Christengemeinde-Pfingstgemeinde" in Österreich sind Name der religiösen Bekenntnisgemeinschaft, Religionslehre und Gottesdienst, Zweck und Ziele, Mitgliedschaft, Organe, Befugnisse, Teilbereiche und örtliche Gemeinden, Finanzierung und Haftbarkeit, etc. geregelt.
  • In den Lehrmäßigen Grundlagen[18] der Freien Christengemeinde in Österreich wurden hingegen die theologischen Standpunkte erörtert. „Pluralität in Lehrausprägung und unterschiedliche Organisationsformen einer sich festigenden jedoch zugleich auch inmitten von Globalisierungstrends dynamisch fortschreitenden Entwicklung der weltweiten pfingstlich-charismatischen Bewegung bedarf einer freien theologischen Positionierung jeder einzelnen nationalen bzw. ethnischen Pfingstbewegung im jeweiligen Lebenskontext.“
  • Theologische Grundzüge in Österreich:[19]
    • Sola scriptura: Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments ist alleinige Grundlage für Lehre und Leben.
    • Gemäß den altkirchlichen Bekenntnissen besteht das Bekenntnis zur Trinitätslehre von Vater, Sohn und Heiligem Geist als dem einen Gott.
    • Zur Soteriologie: Jesus Christus hat das Heil für alle Menschen erworben. Dieses muss durch den Glauben an ihn und die Umkehr von den Sünden persönlich angeeignet werden.
    • Reformatorisch geprägte Rechtfertigungslehre (Sola fide, sola gratia – allein der Glaube, allein die Gnade).
    • Zur Ekklesiologie (zur christlichen Gemeinde): Durch freiwillige Bekundung, den Glauben an Jesus Christus und die Taufe im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes wird man in die Gemeinde eingegliedert. Die Taufe wird als Taufe der Gläubigen verstanden (Religionsmündigkeit), wobei das Alter sekundär ist. Niemandem wird das Christsein abgesprochen, der ein anderes Gemeinde- bzw. Kirchen- und Taufverständnis hat. Eine örtliche Gemeinde wird in der Regel von einem ordinierten Pastor, dessen mehrjährige Ausbildung (in der Regel vierjähriges Theologiestudium[20][21] mit anschließendem 2- bis 3-jährigem Praktikum bzw. Vikariat) mit einem Ordinationsgelübde abgeschlossen wird, gemeinsam mit einem ehrenamtlichen Kollegium von Ältesten geleitet und ist für die Gestaltung ihres Gemeindelebens selbstverantwortlich (im Rahmen der gemeinsamen Interessen des Bundes der FCGÖ). Die Gemeinden sind finanziell eigenverantwortlich, ihre Aufwendungen (Gottesdiensthäuser, Pastorengehälter, etc.) werden durch freiwillige Spenden ihrer Mitglieder gedeckt.
    • 'Zur Eschatologie: Die Vollendung des Reiches Gottes: Bekenntnis zur sichtbaren Wiederkunft Jesu Christi und der Vollendung des Reiches Gottes. Gericht Gottes über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen.
  • Gottesdienstelemente: freie Liturgie mit üblichen Bestandteile: 1. Begrüßung der Gemeinde durch Pastor/Gottesdienstleiter; 2. erlebnisorientierte Zeit der Musik, des Gesanges und des Gebetes (modernes Liedgut; während Musik: freies Gebet, auf Wunsch Fürbittegebet für Kranke [auf Wunsch mit Ölsalbung gemäß Jak 5 durch Älteste] bzw. Fürbitte für alltägliche Nöte; Charismendienst gemäß 1 Kor 12;14 [u.a. prophetische Rede, Zungenrede mit Auslegung], Erlebnisberichte, Freiheit zum körperlichen Ausdruck des Gebets [durch Hände heben, rhythmischer Bewegung zur Musik, "hinknien" vor Gott, jubeln, etc.], öfters Abendmahl [Empfang in beiderlei Gestalt: Wein oder Traubensaft, und Brot] etc.); 3. Ankündigungen und freie Kollekte; 4. Künstlerischer Beitrag: z. B. Vortragslied mit Klavierbegleitung, humoristische Darbietungen wie Sketch von Kindern/Jugendlichen oder Puppenspiel etc.; 5. Predigt (Wort Gottes Verkündigung); 6. Abschließendes Segnungsgebet oder Freiraum zur gemeinsamen Fürbitte; 7. Anschließende Gemeinschaftszeit (Agape): Café und Kuchen oder Mittagsbuffet (oft auch Gemeinschaftsaktionen). Das spezielle Fürbittegebet im Rahmen eines pfingstlichen Gottesdienstes (vgl. Punkt 2 und 6) kann freiwillig auf persönlichen Wunsch hin von einem Gottesdienstbesucher in Anspruch genommen werden. Sowohl der Hilfesuchende als auch der Seelsorger glauben, dass durch ein Gebet zu Gott, der Menschen liebt (vgl. Joh 3,16), in Zeiten der Not oder besonderen Herausforderungen seelischer Beistand und Trost bis hin zu Heilung bzw. spürbarer Besserung bewirkt werden kann; wobei Gemeindeglieder ebenso Therapien/Seelsorge, Ärzte, familiären Beistand, etc. beanspruchen. Parallel zum Gottesdienst findet der außerschulische Religionsunterricht von schulpflichtigen Bekenntnisangehörigen statt, der wie auch das Religionsbekenntnis im Schulzeugnis vermerkt wird.
  • Gesellschaftliches Leben: Die Pfingstgemeinden betreiben selbst kein politisches Engagement und stellen es ihren Mitgliedern frei, sich gemäß ihrer freien Gewissensentscheidung in das öffentliche Leben einzubringen (z. B. Freiheit zu Militärdienst oder Zivildienst; Mitgliedschaft in politischen Parteien etc.). Für die jeweilige Regierung wird gebetet. Durch intensives soziales Engagement (Hinweis: siehe oben Vielzahl sozialer Arbeitsbereiche) wird angestrebt, die Liebe Gottes jedem spürbar und "handgreiflich" weiterzugeben.

Veranstaltungen und Aktivitäten

  • Gottesdienst: jeden Sonntag um 10:00 Uhr in der Vogelweiderstraße 78 mit Kinderbetreuung und anschließendem Gemeindecafé.
  • Royal Rangers – Pfadfinder: samstags 15:00-17:00 Uhr in der Vogelweiderstraße 78
  • Alphakurs
  • Seniorentreff: jeden Mittwoch um 15:00 Uhr in der Vogelweiderstraße 78 (Bibelstunden, Ausflüge, Besichtigungen und Seniorengottesdienste)

Kontakt

Freie Christengemeinde – Pfingstgemeinde
Religionsgemeinschaft "Freikirchen in Österreich"
Vogelweiderstraße 78
5020 Salzburg
Anfragen an Oskar Kaufmann, Pastor/Gemeindeleiter
Telefon und Telefax Büro: 0662 – 87 12 44 (Sekretariat)
Mobiltelefon (Pastor): 0676 – 89 69 26 04

Weblinks

Literaturhinweise

Quellen

  1. Statistik AUSTRIA, Bevölkerung 2001 nach Religionsbekenntnis und Staatsangehörigkeit
  2. Verordnung der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur, ausgegeben am 26. August 2013 (BGBLA 2013 II 250)
  3. Offizielle Homepage der Salzburger Pfingstgemeinde (FCG)
  4. Offizielle Homepage der Freien Christengemeinde – Pfingstgemeinde in Österreich
  5. Betschel 1993:148. Geschichten die das Leben schrieb. Erinnerungen und Episoden von Nikolaus Betschel. Kreuzlingen: Dynamis Verlag.
  6. Akademie für Theologie und Gemeindebau
  7. Institut für Gemeindebau und Weltmission (IGW)
  8. „aglow“: 1. englisch für „glühend“, „entflammt“; 2. Name eines Aglow ist der Name eines internationalen christlichen Frauenverbandes charismatischer Prägung, vgl. Wikipedia-Artikel „Aglow“.
  9. Offizielle Homepage der Österreichischen Evangelischen Allianz
  10. Fiausch, Immanuel (2004): „Einheit des Geistes (Eph 4,3) [...] Pfingstlern und Charismatikern in Österreich. Abschlussarbeit zum 1. Theologischen Examen. Erzhausen, Theologisches Seminar BERÖA (BFP).
  11. Barrett, David B. (Hg.) (1982:30): World Christian Encyclopedia. A comparative study of churches and religions in the modern world. AD 1900-2000. Nairobi/ Oxford/ New York: Oxford University Press.
  12. Burgess, Stanley M./ Maas, E.M. van der (Hg.) (2002:286): The New International Dictionary of Pentecostal and Charismatic Movements. Rev. u. erw. Aufl. Grand Rapids: Zondervan Publishing House.
  13. Hollenweger, Walter J. (1997): Charismatisch-pfingstliches Christentum. Herkunft. Situation. Ökumenische Chancen. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. Hollenweger, Walter J. (Hg.) (1971): Die Kirchen der Welt. Die Pfingstkirchen. Selbstdarstellungen, Dokumente, Kommentare. Band VII. Stuttgart: Evangelisches Verlagswerk.
  14. Volk, Ludwig (2000:15162): „Die Kirche in den einzelnen Ländern“. In: Jedin, Hubert (Hg.): Handbuch der Kirchengeschichte. Band 35: VII. Dritter Abschnitt. Freiburg: Verlag Herder.
  15. Adriányi, Gabriel (2000:15048): „Die Kirche in den einzelnen Ländern“. In: Jedin, Hubert (Hg.): Handbuch der Kirchengeschichte. Band 35: VII. Dritter Abschnitt. Freiburg: Verlag Herder.
  16. vgl. Ma, Wonsuk, Ökumenischer Rat der Kirchen 2005 „Wenn die Armen entflammt werden: Die Rolle der Pneumatologie in der Pfingst- und Charismatischen Mission“, www.oikoumene.org/de/dokumentation, besucht am 2. Jänner 2010.; vgl. Fiausch, Immanuel (2010:12): Der Beitrag der Pfingstbewegung zur Missionstheologie der Ökumene. Facharbeit: University of Wales, Lampeter.
  17. Statistik AUSTRIA, Bevölkerung 2001 nach Religionsbekenntnis und Staatsangehörigkeit
  18. Offizielle Homepage der Freien Christengemeinde – Pfingstgemeinde in Österreich
  19. Offizielle Homepage der Freien Christengemeinde – Pfingstgemeinde in Österreich und Freie Christengemeinde – Pfingstgemeinde in der Wikipedia
  20. Theologisches Seminar BERÖA (Erzhausen, Deutschland)
  21. Akademie für Theologie und Gemeindebau (Österreich: Salzburg/Wien/Linz)