Rückgang bei Luftschadstoffen durch Corona-Maßnahmen

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Corona-Maßnahmen sorgen für Rückgang bei Luftschadstoffen.

Bereits nach einer Woche wurde im März 2020 ein Rückgang bei Luftschadstoffen durch Corona-Maßnahmen festgestellt.

Rückgang durch Schadstoffbelastung in Salzburg

Durch die Maßnahmen zur Corona-Situation hat sich der Straßenverkehr im ganzen Land drastisch verringert. Die Luftqualität hat sich dadurch deutlich verbessert. In den vergangenen sieben Tagen (13. bis 19. März) sanken die Stickstoffdioxid-Konzentrationen (NO2) um rund 40 Prozent.

Den größten Rückgang von Stickstoffdioxid gab es in der Stadt Salzburg am Rudolfsplatz. Dort wurden innerhalb einer Woche um 44 Prozent weniger gemessen als im Vergleichszeitraum der vergangenen fünf Jahre. Aber auch an den Luftgütemessstellen in den Bezirkshauptstädten wurde ein deutlicher Rückgang registriert: In St. Johann im Pongau, Tamsweg und Zell am See lag der Rückgang zwischen 36 beziehungsweise 42 Prozent.

Da die Corona-Maßnahmen von der Bundesregierung bis zum Ostermontag, 13. April, verlängert wurden, wird sich die Corona-Situation zu Ostern auch positiv auf den Autobahnen auswirken, da heuer der Reiseverkehr ausfallen wird. Dieser trägt jedes Jahr überproportional zur Langzeitbelastung von Stickstoffdioxid bei.

Internationale Veränderungen

In der neun Millionen Stadt Wuhan wurde der NO2-Ausstoß stark reduziert. Vergleichsbilder zeigen den Rückgang in µmol/m² von mehr als 500 auf weniger als 125.

Durch ausbleibende Touristenströme in Italien, etwa in Venedig, sind wieder Fische in Kanälen mit kristallklarem Wasser zu sehen. In sozialen Medien sah man auch Bilder von Delfinen an Molen in Cagliari, Sardinen und in Triest, Friaul-Julisch Venetien (Triest erwies sich allerdings als Fake News, wie die APA in ihrem Blog Faktencheck nachwies). Dank des zum Erliegen gekommenen Privatverkehrs hat sich in Rom die Luftqualität wesentlich gebessert. Das von chronischen Müllentsorgungsproblemen belastete Rom steht dieser Tage in Sauberkeit den nordeuropäischen Metropolen in nichts nach. Die Bediensteten der Müllentsorgungsgesellschaft sind im Dauereinsatz, um die Straßen zu reinigen.

Der österreichische Zukunftsforscher Harry Gatterer sieht schon jetzt die Umwelt als größten indirekten Gewinner. Er geht zudem davon aus, dass sich nach der Corona-Krise das Konzept des Post-Wachstums durchsetzen wird, also ein Ende des "Immer-Mehr" und stetigen Wirtschaftswachstums.[1]

Quelle

Einzelnachweis

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