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Roland Ertl

General Roland Ertl (* 23. Juli 1945 in Bad Hall, Oberösterreich) ist ein ehemaliger Militärkommandant von Salzburg und Generalstabschef des Österreichischen Bundesheeres.

Leben

Ertl begann seine militärische Laufbahn in Salzburg. In den 1970er-Jahren sammelte er Erfahrung bei Auslandsaufenthalten am Golan und im Hauptquartier der UNO-Truppen in Damaskus, Syrien. Ab 1979 absolvierte Ertl einen Generalstabskurs und trat 1982 seinen Dienst in der Nachschubabteilung des Verteidigungsministeriums an. 1993 ging er als Militärberater zur Ständigen Vertretung Österreichs bei der UNO in New York.

Am 1. Jänner 2000 kehrte Ertl nach Österreich zurück und übernahm die Leitung des Militärkommandos Salzburg. In seine zweijährige Amtszeit fielen unter anderem Einsätze bei der Brandkatastrophe der Gletscherbahn Kaprun und beim Hochwasser im August 2002.

Mit Wirkung vom 1. Dezember 2002 ernannte ihn Verteidigungsminister Herbert Scheibner zum ersten Generalstabschef des Österreichischen Bundesheeres, ein Posten, der im Zuge der Heeresreform neu geschaffen worden war und Ertl zum Generalsekretär des Bundesministeriums für Landesverteidigung, zum obersten Berater des Verteidigungsministers und zum Mitglied des Nationalen Sicherheitsrates machte.

Am 18. Dezember 2002 übergab Ertl das Militärkommando offiziell an seinen Nachfolger Paul Kritsch.

2003 wurde Roland Ertl zum Präsidenten des Österreichischen Heeressportverbandes gewählt.

Am 30. November 2007 beendete er seine seine 41-jährige Karriere als Soldat und ging in Pension. Ertl ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

Ehrungen

  • Großes Silbernes Ehrenzeichen der Republik Österreich (2008)
  • Commandeur der Ehrenlegion (2005)
  • Goldenes Ehrenzeichen der Salzburger Offiziersgesellschaft (2003)
  • Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (2001)

Quellen

  • Salzburger Nachrichten
  • BMLV [1]
Zeitfolge