Schloss Söllheim

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Schloss Söllheim Gesamtanlage
Schloss Söllheim

Das Barockschlössl Söllheim ist ein historisches Gebäude auf dem Gemeindegebiet von Hallwang, das zu den denkmalgeschützten Objekten in der Gemeinde zählt.

Geschichte

Der Ansitz Söllheim

Die erste urkundliche Erwähnung eines Ansitzes Söllheim findet sich im 12. Jahrhundert. Die damalige Besitzerin hieß Adelheid de Saldersheime. 1455 erwarb Hans I Prätzl den Sitz zu Selhaim

Der Ansitz wird zum Schloss

1684 erwarb Johann Kaufmann den Ansitz (Gut) Söllheim. Neben Umbauten bestehender Gebäude ließ er auch Neubauten ausführen, sodass das noch heute bestehende Barockensembel Söllheim entstand. Kaufmann ließ den damaligen Wohnturm im Söllheimer Moor zum Barockschlössl Söllheim umbauen, die die Wallfahrtskapelle hl. Antonius von Padua errichten, das Meierhaus renovieren und das ehemalige Mesnerhaus sowie ein Wirtschaftsgebäude neben der Kapelle erbauen. Ersteres wurde um das Jahr 1892 grundlegend umgebaut und seit der Renovierung Mitte des 20. Jahrhunderts trägt es den Namen Pfefferschiff.

Im 19. Jahrhundert wurde das Ensembel um eine Remise mit Pferdestall und eine Orangerie im Schlossgarten ergänzt. Die imposante Marmortafel am Rand der ehemaligen Parkanlage stammt vom ehemaligen Äußeren Linzertor, dem Ravelintor in der Stadt Salzburg. Es kam nach dessen Abbruch 1884 zu Schloss Söllheim und erinnert an den Bauherrn des Ravelintores, Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein.

Nach Kaufmann wurde Johann Christoph Kajetan Pauernfeind im Jahr 1711. Es folgten Anna Mayr, 1838 der Guggenthaler Brauerei-Besitzer Georg Weickl und 1843 die Familie Thun-Hohenstein, in deren Besitz es noch heute ist. Das Barockschlössl ist in Privatbesitz.

Heilbad

Auch ein Heilbad für Frauen gab es in diesem Schloss. Unter der Besitzerin Anna Mayr, geborene von Eyß, war es in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts verpachtet. Nachdem der Geschäftsgang schlecht lief, wurde es um 1860 nur mehr mäßig besucht.

Bildergalerie

Quellen