Zierschrot

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Zierschrot am Meixnerhaus in Kaprun
Zierschrot am Dorferwirtshaus in Bramberg

Als Zierschrot bezeichnet man eine barocke Holzverbindung, die nicht nur funktionell ist sondern auch Verzierungen aufweist.

Holzverbindungen

In Blockbauweise errichtete Holzbauten weisen an den Ecken und an den Zwischenwandbalken Holzverbindungen auf, die in der Bedeutung von „abgeschnittenes Stück“ >Schrot<, bzw. auch >Schrotkopf< genannt werden. Diese Holzverbindungen können ausschließlich funktionell oder aus bestimmten Gründen aufwendiger gestaltet sein.

Verzierte Holzverbindungen

An alten Bauernhöfen im Bundesland Salzburg, speziell im Pongau und im Pinzgau, fallen Holzverbindungen in Zierform auf, die die Handwerkskunst der früheren Zimmerleute belegt.

An Zwischenwandbalken (Klingschrot) oder im Eckverbund (Schließ- oder Kopfschrot) alter Blockbauten brachten die Zimmerleute Verzierungen an, die in Form von wertvollen Wirtschaftsgütern, von Tiergestalten, von Werkzeugen, Kreuzen, Buchstaben, Herzen oder Sternen oder mittels einfacher geometrischer Formen gestaltet wurden.

Das Hauptverbreitungsgebiet solcher Zierschrotverbindungen liegt in Bayern, Salzburg und Tirol.

Quellen

  • www.tibs.at
  • Friedrich Kluge, Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 22. Auflage, de Gruyter, Berlin, New York, 1989
  • Leopold Schmidt, Volkskunst in Österreich, Forum Verlag, Wien-Hannover, 1966