Österreichs Helden zur See

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Titelfoto Buch Österreichs Helden zur See

Buchtipp Österreichs Helden zur See, Kapitäne – Forscher – Entdecker.

Autor: Helmut Neuhold
Verlag: Styria Verlag
Erscheinungsjahr: 2010
ISBN 978-3-222-13306-0

Rezension 1

Ein sehr gut aufbereitetes Nachschlagewerk über ein Stück österreichische Geschichte

Man findet sie alle, die großen Namen, die man vielleicht gar nicht mit Österreich in Verbindung brächte: Don Juan de Austria, Sieger 1571 in der Schlacht von Lepanto gegen die Türken, Korvettenkapitän Franz von Bandiera, Kommandant einer Marokkoexpedition, Ludwig Freiherr von Kudriaffsky, der im Sommer 1825 im griechischen Golf von Nauplia siegreich über Piraten blieb, Erzherzog Friedrich griff im November 1840 das syrische Acre erfolgreich an, Bernhard Freiherr von Wüllersdorf-Urbair umsegelte die Welt, Wilhelm von Tegetthoff, der 1864 die Schlacht bei Helgoland gegen die Dänen für Österreich entscheiden konnte und 1866 die berühmte Seeschlacht bei Lissa gegen die Italiener gewann, die Helden im Eismeer, die das Franz-Josephs-Land erforschten, Julius von Payer und Carl Weyprecht, U-Boot-Kommandant Georg Ludwig Ritter von Trapp oder Gottfried von Banfield - erfolgreicher Marineflieger und letzter Träger des Militär-Maria-Theresien-Ordens -, und andere.

Rund zehn Seiten sind dem militärischen Wirken von Trapps gewidmet. Es waren dies die Jahre vor seinem Mythos The Sound of Music. Der Beitrag schildert seine U-Boot-Erfolge, aber auch seine seelischen Leiden, hervorgerufen durch die vielen Opfer, die seiner U-Boot-Erfolge mit sich brachten. Erfolge gegen französische Kaperschiffe wie der Sieg der österreichischen Brigantine „Skanderbeg“ 1800 im Mittelmeer, eine Expedition der Marine in den Südpazifik nach Neukaledonien, um Nickelerzvorkommen für Arthur Krupp in Berndorf (NÖ) zu finden, oder der einmalige Einsatz österreichischer Marinesoldaten an Bord der „Kaiserin Elisabeth“ in Tsingtau, China, 1914. Ein Bild von 1915 zeigt ihn als feschen Linienschiffsleutnant.

Natürlich ist es ein Buch über die Marine. Aber manchmal verwischen die Grenzen zwischen Militäreinsatz und Entdeckungsreisen, wohlgemerkt, ausgeführt von der österreichischen Kriegsmarine. Die Menschen, die diese Reisen oder Einsätze durchgeführt hatten, werden ausführlich und anschaulich beschrieben. Der Leser erhält auch einen guten Einblick in politisch-militärisch-gesellschaftliche Zwänge, in denen sich die Kommandanten damals befanden. Das Buch ist ein lebendiges Bild von einer wenig bekannten Seite Österreichs. Nichtsdestoweniger aber eine interessant zu lesende und informative Seite! Schade nur, dass die doppelseitigen Kapiteleinleitungsbilder in dunklem Türkisblau gedruckt sind und so der Inhalt der Bilder de facto nicht sichtbar ist. Ein umfangreiches Register und ein Literaturverzeichnis machen dieses Buch zu einem Nachschlagewerk eines Stücks österreichischer Geschichte!

Rezension 2

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