Anton Diabelli

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Diabelli auf einer Lithografie von Kriehuber
Geburtshaus von Anton Diabelli in Mattsee

Anton Diabelli (* 5. September 1781 in Mattsee; † 7. April 1858 in Wien) war ein international angesehener Musiker, der auch als erfolgreicher Verleger tätig war.

Leben

Sein Vater, Nikolaus Diabelli (* 1752; † 1823)[1], war seit 1779 im Dienst des Stiftes Mattsee als Stiftsmusiker und Mesner tätig. Er bewohnte bis 1803 das Choralistenhaus gegenüber dem Bibliotheksstock an der Nordseite des Propsteigebäudes. Hier wurde auch Sohn Anton geboren. Eine Gedenktafel erinnert heute noch an die Geburtsstätte des berühmten Musikers. Sein Vater Nikolaus hieß mit Nachnamen eigentlich Dämon, italienisierte aber seinen ursprünglichen Namen anklingend an den großen Komponisten Arcangelo Corelli (* 1653; † 1713).

Anton Diabelli erhielt seinen ersten Musikunterricht von seinem Vater. 1788 kam er als Sängerknabe in die benachbarte Benediktinerabtei Michaelbeuern, von wo er 1790 in das erzbischöfliche Kapellhaus nach Salzburg wechselte. Hier erhielt er von 1790 bis 1796 Unterricht von Johann Michael Haydn, dem er die Grundlagen der Kompositionslehre zu verdanken hat.

Der Komponist Anton Diabelli schuf neben Liedern und Tanzmusik Werke für Gitarre, Flöte, Violine und vor allem Sonaten und Sonatinen für Klavier, die vielen Klavierschülern noch heute wohlbekannt sind. So wie Haydn und Mozart schrieb er viele Instrumentalmessen, die von tiefer Frömmigkeit geprägt sind und sich weithin noch großer Beliebtheit erfreuen, aber auch Kantaten und andere kirchenmusikalische Werke. 1824 gründete Diabelli in Wien einen Musikverlag, der sich bald zu einem Mittelpunkt des musikalischen Lebens der Stadt entwickelte. Er verlegte viele Werke Beethovens, vor allem aber solche von Franz Schubert, bis er 1854 seinen Verlag wieder verkaufte. Weltweit bekannt sind bis heute die Diabelli-Variationen von Ludwig van Beethoven (op. 120) nach einem Thema von Anton Diabelli.

Weblinks

 Anton Diabelli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Quellen