Kapellhaus

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Das Kapellhaus ist ein unter Denkmalschutz stehendes historisches Gebäude in der Salzburger Altstadt in der Sigmund-Haffner-Gasse Nr. 19 etwa gegenüber der Franziskanerkirche.

Geschichte

Wappen von Fürsterzbischof Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg, 1677
Das Kapellhaus wurde im 14. Jahrhundert errichtet und später von Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau am neuen Standort den Domkapellknaben als Wohn- und Unterrichtsstätte zur Verfügung gestellt.

Persönlichkeiten wie Leopold Mozart, Vater von Wolfgang Amadé Mozart, Michael Haydn, Heinrich Ignaz Franz Biber, Franz Lipp, Joseph Messner, Anton Diabelli oder Anton Bruckner haben hier musiziert, unterrichtet oder ihre musikalische Ausbildung erhalten. Auch Erzbischof Dr. Karl Berg wohnte als Domkapellknabe in diesem Haus. Zwischen 1841 und 1880 war das Gebäude Sitz der damaligen Musikschule Mozarteum.

Nach dem Zweiten Weltkrieg diente es für kurze Zeit den Eucharistischen Schwestern als Zuflucht. Erzbischof Andreas Rohracher widmete es zum Studentenheim der Katholischen Hochschulgemeinde um, die das Haus seit Anfang der 1960er Jahre führt. 1964 wurde es erstmals von Studierenden genutzt, die im dritten, vierten und fünften Stock wohnten. In den beiden untersten Stockwerken befanden sich damals die Institute für Pastoral, Liturgie und Moral. 1978 wurden auch diese beiden Geschosse als Studentenheim adaptiert und schließlich 2006 wurde das Kapellhaus generalsaniert.

Das Kapellhaus führt das Wappen des Fürsterzbischofs Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg.

Weblink

Quelle